Sonntag, 08.06.2008

EM 2008

Trapattoni: Mozart hilft beim Fußball spielen

Hamburg - Für den Trainer Giovanni Trapattoni (69) ist klassische Musik ein Quell der Inspiration.

Fußball, EM, Trapattoni
© DPA

"Wer Mozart hört, kann auch besser Fußball spielen", sagte der Italiener der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Man lerne viel über Spannungen, Tempo, Rhythmus, den Aufbau, die Strukturen und die Logik, ein Spiel zu lesen. Aber Fußballer würden sich kaum noch für Kultur interessieren.

"Die Spieler denken, dass ihr Leben auf dem Platz stattfindet, und merken gar nicht mehr, dass sie in der wirklichen Welt viel für ihr Spiel lernen können", sagte Trapattoni, der mehr als 2000 Klassik-CDs besitzt.

"Isse die beste Schreiber di Noten" 

Der frühere Coach des FC Bayern München und VfB Stuttgart ist als irische Nationaltrainer nur Zaungast der EM, aber als ehemaliger Salzburger Trainer immer wieder gern in der Mozart-Stadt.

"Mozart, eh, isse die beste Schreiber di Noten", sagte er der "FAS" in seinem typisch-gebrochenen Deutsch. Ein Trainer habe einen Job wie ein Dirigent, denn in einem Orchester spielten auch viele Diven. "Es gibt allerdings einen großen Unterschied: Eine zweite Geige wird nicht vor dem Konzert zum Dirigenten gehen und ihm sagen, dass sie heute mal erste Geige spielen will."

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