Sonntag, 08.06.2008

EM 2008

"Opfer von Terims unbegreiflicher Taktik"

Hamburg - Trauer in der Schweiz, Jubel in Tschechien und Portugal, Wut und Enttäuschung in der Türkei. Die ersten Spiele der Gruppe A sorgten für höchst unterschiedliche Echos in der Presse.

terim, tuerkei
© Getty

SCHWEIZ:

SonntagsZeitung: "Die ganze Schweiz weint mit Frei. Es war ein verflixter und irgendwie trauriger Start."

NZZ am Sonntag: "Tapfer gekämpft - eher zufällig verloren."

SonntagsBlick: "Jetzt erst recht! (...) Zum Heulen. Jetzt hilft nur eins: Die Türken putzen (...)"

Sonntag: "Das Resultat ist wie ein Hohn. Kalt wie eine Polarnacht. 0:1 lacht es uns mit seiner fiesesten Fratze ins Gesicht. Das Resultat irritiert, es ist grausam."

Le Matin Dimanche: "Das hat die Schweiz nicht verdient! Der immense Frust (...)."

TSCHECHIEN:

Nedelni sport: "Ergebnis zum Feiern, Spiel zum Nachdenken (...) Europa bewunderte bestimmt die tschechische Effizienz. Der Coach griff nach Sverkos. Und traf den Jackpot!"

Nedelni Blesk: "Danke Petr Cech, Vaclav Sverkos und Karel Brückner! Und Glück!"

Nedelni Aha: "Zunächst knabberten sie Schokolade bitter wie Wermut. Die schweizerische, die überflüssig viel Prozent von Kakao hat und Verstopfung verursacht. Erst in den letzten 20 Minuten gönnten sie sich die süsse Milka."

TÜRKEI:

Fanatik: "Das Spiel erinnert uns an die Türkei vor 20 Jahren. Wir spielten mit Angst vor den Portugiesen."

Vatan: "Da haben ja sogar die Torstangen besser gespielt. Bei der EM haben wir sehr schlecht begonnen. Die Torpfosten bewahrten die Nationalmannschaft, die gegen Portugal einen Schand-Fußball präsentierte, vor einer noch schmachvolleren Niederlage."

Sabah: "Eine Nacht wie ein Alptraum. Die Türkei unterlag Portugal mit zwei Toren und entging einer noch größeren Schlappe. Der Fußball ließ keinen Raum für Hoffnung."

Hürriyet: "Wir wurden zum Opfer der unbegreiflichen Taktik von Fatih Terim und erlebten im ersten Spiel eine herbe Enttäuschung."

PORTUGAL:

A Bola: "Portugal startete mit einem überzeugenden Sieg ins Turnier. Zwei Tore, dreimal die Stange."

O jogo: "Was für ein großartiger Aperitif! Zwei Tore schmecken nach wenig angesichts der Menge an gutem Offensiv-Fußball, den Portugal der Welt präsentierte. Das Spiel war flüssig und von einer Leichtigkeit, dass die Tore einfach kommen mussten."

NIEDERLANDE:

De Telegraaf: "Tal der Tränen in den Alpen" - "Nach einem dramatischen Eröffnungsspiel gegen Tschechien stürzen die Schweizer ab"

ENGLAND:

The Independent: "Supersuv Sverkos verdarb Gastgeber-.Party."

The Daily Telegraph: "Portugal gibt die Richtung vor und bestätigt Titel-Ambitionen."

FRANKREICH:

Dernieres Nouvelles d'Alsace": "Die Schweiz hat mit der 0:1- Niederlage gegen Tschechien und dem Verlust ihres beim Eröffnungsspiel verletzten Torjägers Alexander Frei ihre ersten Emotionen erlebt."

Le Journal du Dimanche: "Die Schweiz verpatzt ihren Start. Üble Zeiten für die Schweiz. Regen, Niederlage und Verletzung ihres Kapitäns. Die 'Nati' konnte ihre EM nicht schlechter angehen."

Le Parisien: "Schweizer Albtraum. Von einem ganzen Volk erwartet, hat die Schweizer Mannschaft gestern viel verloren: Ein Spiel (0:1), einen Schlüsselspieler (Frei) und vielleicht seine Qualifikation."

L'Equipe: "Portugal schon oben auf. Der Finalist der letzten EM und Halbfinalist der letzten Weltmeisterschaft hat seinen Start in den Wettbewerb schon geschafft."

SPANIEN:

El Pais: "Tschechien gibt sich italienisch, den Schweizern sitzt der Teufel im Nacken. Wenn sich in der ersten Hälfte dein bester Spieler verletzt, der gegnerische Goalie brilliert, der Schiedsrichter sich blind stellt, sobald der Gegner die Hand im Spiel hat, dann nützt dir der Heimvorteil auch nichts mehr."

El Mundo: "Ein Drama für die Gastgeber. Die Tränen von Frei waren das erste grosse Bild dieser Eurocopa."

Marca: "Die Tschechen nutzen ihre einzige Torchance, um ein enttäuschendes Spiel für sich zu entscheiden. Die Schweiz hätte mehr verdient gehabt, scheiterte aber an ihren Schwächen im Abschluss."

As: "Pepe setzte sich bei der Eurocopa die Krone auf. Portugal hat jetzt einen anderen Star neben Cristiano Ronaldo. Er heißt Pepe und spielt bei Real Madrid."


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