EM 2008

Spanien - Italien: Internationale Pressestimmen

SID
Montag, 23.06.2008 | 14:52 Uhr
em 2008, spanien, italien
© Getty
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Hamburg - Spanien steht nach dem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen über Italien im Halbfinale. Das sagen die Zeitungen dazu:

SPANIEN:

"El País": "Spanien hat einen Helden im Tor stehen. Iker Casillas vertreibt die Geister der Vergangenheit. Seit 1984 war die Selección in keinem großen Wettbewerb über das Viertelfinale hinausgekommen. Aber Casillas ändert den Verlauf der Geschichte und verhilft Spanien im Elfmeterschießen zum Sieg."

"El Mundo": "Der Fluch ist gebrochen. Spanien spielt gegen Russland erstmals seit 24 Jahren wieder in einem Halbfinale."

"ABC": "Casillas ist cleverer als Buffon. Der spanische Torwart gewinnt das Duell gegen den Italiener."

"Marca": "Spanien kontrollierte das Spiel und hatte mehr Torchancen. Aber der Sieg gelang erst im Elfmeterschießen. Die Italiener lauerten auf Fehler der Selección, aber die spanische Innenverteidigung machte ihnen einen Strich durch die Rechnung."

"As": "Viva España! Die Selección war den Italienern in jeder Hinsicht überlegen. Sie hatte den Sieg verdient, dieser gelang aber erst im Elfmeterschießen."

ITALIEN:

"La Gazzetta dello Sport": "Alles vorbei! Verdammte Elfmeter für De Rossi und Di Natale: Italien nach Hause! Endstation eines Trainers: Nach den Elfmetern von Berlin hatte er die Nationalelf von Lippi übernommen, nach den Elfmetern von Wien gibt er sie ihm zurück. (...) Alles scheint bereits entschieden. Das blaue Reich von Roberto Donadoni dürfte gestern mit dem Elfmeter von Cesc Fabregas sein Ende gefunden haben. Es ist kein schlechtes Reich gewesen. Mit etwas mehr Glück hätte es in Glanz und Gloria enden können. Die Elfmeter zählen kaum mehr als ein Münzwurf.. wenn doch De Rossi ... Wenn Di Natale..."

"Corriere dello Sport": "Italien... Lippi, komm zurück! Spanien spielt besser und gewinnt. Donadoni raus, Weltmeister-Coach wieder da. In einem Fall wie diesem (...) ist die Versuchung groß, alles aufs Pech zu schieben. In einem Fall wie diesem ist es hingegen richtig anzuerkennen, dass die Elfmeter so oder so die Stärkeren prämiert haben. Spanien - das müssen wir zugeben - ist uns überlegen gewesen für 120 Minuten: Sie haben richtigen Fußball gemacht und sie haben ein Spiel gemacht, mit der Natürlichkeit von jemandem, der ein Projekt aufgebaut hat, auf frischen Wind, auf Jugend, auf Qualität. Italien hingegen - und es tut nicht leid, es auszusprechen - ist die übliche Mannschaft gewesen: eine Mannschaft auf der verzweifelten Suche nach sich selbst, nach ihrem Gleichgewicht, nach ihren Träumen, nach ihren zerbrechlichen Sicherheiten. (...) Vielleicht hatten wir diesmal zu viel verlangt von etwas, was nach der Meinung von vielen nur eine Frage des Glücks ist."

"Tuttosport": "Grazie Chiellini! Er hält Italien auf den Beinen, aber beim Elfmeter kommt Spanien durch."

"La Repubblica": "Es ist vorbei - De Rossi und Di Natale patzen, Italien fährt nach Hause. (...) Spanien hat mehr getan, um zu gewinnen. Und Italiens Verdienst war es - und das ist ohne Ironie gemeint -, Spanien zu zwingen, 120 Minuten lang unter dem eigentlichen Niveau der Mannschaft zu spielen."

"Corriere della Sera": "Jetzt, wo wir es selbstständig schaffen mussten und niemand uns mehr zu Hand gehen konnte, sind wir aus der Europameisterschaft - bei der wir immer am Rande des Abgrunds standen - ausgeschieden. Gestern konnte uns niemand mehr helfen, nicht van Basten (...) und nicht einmal das Glück, denn das Glück ist mit den Kühnen. Und gestern gegen Spanien (...) hat Italien ein Spiel von erniedrigender Spärlichkeit gezeigt und dabei teilweise sogar den alten 'Catenaccio' wieder ausgegraben. Dabei hatten wir gedacht, ihn endgültig aus unserem Repertoire gestrichen zu haben."

"La Stampa": "Die Elfmeter, die Italien zum Weltmeister gemacht haben, vertreiben uns aus den Europameisterschaften. (...) Ein Ende mit Tränen. Und das ist verständlich. Denn hier schließt sich der kurze Zyklus Donadonis und einer Generation, die den Italienern bis zu diesen Europameisterschaften viel Freude geschenkt hat. Aber von dieser EM gehen wir mit einem viel schlimmeren Ergebnis nach Hause, als es das offizielle Resultat verrät."

DÄNEMARK:

"Ekstra Bladet": "Olé! Casillas hat uns von den langweiligen Italienern befreit."

"B.T.": "Beide Mannschaften hätten nach den Nationalhymnen gleich zum Elfmeterschießen übergehen sollen."

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