"Sie haben das Steuer herumgerissen"

SID
Donnerstag, 12.06.2008 | 15:10 Uhr
EM 2008, Türkei, Fussball, Arda
© Getty
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Hamburg - Während die Türkei nach dem Sieg in der Nachspielzeit feiert, herrscht beim Gastgeber Schweiz Trauer und Enttäuschung nach dem Ausscheiden. Die internationalen Pressestimmen im Überblick.

Zum Spiel Portugal - Tschechien (3:1):

PORTUGAL:

Diario de Noticias: Portugal erringt die Qualifikation für das Viertelfinale, verliert aber Scolari.

Publico: Portugal spielt weiter im großen Stil und nimmt die tschechische Hürde.

A Bola: Das ist echte Klasse. Mit zwei Spielzügen sichert sich Portugal den Einzug ins Viertelfinale und wird Gruppenerster.

O Jogo: Deco und Cristiano Ronaldo sind Zauberer. Deco findet zur Form seiner besten Zeit beim FC Porto zurück.

Record: Der Tag des 'Tschech-Matt'.

TSCHECHIEN:

Pravo: Wir haben wie die Löwen gekämpft, aber es war nicht genug. Wir haben verloren, sind aber aber noch nicht ausgeschieden.

Mlada Fronta Dnes: Baros macht kein Tor, aber die Mannschaft spielte besser als zuvor.

Sport: Tschechien konnte Ronaldo nicht zähmen. Nun ein Finale gegen die Türkei.

Denik: Das EM-Viertelfinale war bereits in Sichtweite, doch nun kommt ein schmerzhafter Kampf gegen die Türkei.

Zum Spiel Schweiz - Türkei (1:2)

SCHWEIZ:

Tages-Anzeiger: Das brutale Ende aller EM-Träume. Ein Treffer der Türken in der 92. Minute beendet jäh alle Hoffnungen, mit denen die Schweizer Fußballer in die Heim WM 2008 gestartet waren. Die siebenjährige Amtszeit von "Köbi" Kuhn endet so mit einem belanglosen Spiel gegen Portugal.

Basler Zeitung: Der Traum platzt in der 92. Minute. Eine bittere Niederlage im eigenen Stadion gegen einen keinesfalls berauschend spielenden Gegner. Keine Punkte nach einer Leistung, die nur 35 Minuten lang genügte, ein 1:2 obwohl man doch 1:0 geführt hatte - diese niederschmetternde Bilanz ist ein Tiefpunkt in der Ära Kuhn, noch schlimmer als die verpatzte EM-Endrunde 2004 in Portugal.

Blick: Zuerst öffnet Petrus die Schleusen, dann ging die Schweiz unter. Köbis Elf tauchte nach der 1:0-Führung in der Nachspielzeit 1:2 gegen die Türkei unter. Ende, fertig, Untergang!

TÜRKEI:

Fanatik: Die türkische Süßigkeit ist wie Schweizer Schokolade. Jeder kennt die beiden Länder wegen seiner Süßigkeiten. Gestern haben wir Schokolade gegessen.

Hürriyet: In der ersten Halbzeit haben wir verloren, in der zweiten Halbzeit haben wir gewonnen. Alle unsere Hoffnungen richten sich nun auf das nächste Spiel.

Milliyet: Sie haben das Steuer herumgerissen. Der Start in die Meisterschaft war schlecht und eine Enttäuschung für die türkische Nationen. Aber jetzt haben sie sich ihrer Kraft erinnert und 70 Millionen Menschen glücklich gemacht.

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