Fast alle EM-Teams mit Fußball-Migranten

SID
Mittwoch, 11.06.2008 | 10:39 Uhr
deutschland, podolski, ballack
© Getty
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Ligue 1
Live
Straßburg -
Montpellier
Championship
Live
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
Live
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Wien - Zwei gebürtige Polen stürmen für Deutschland gegen Polen, ein Kapverde zieht die Fäden für die Schweiz, und Schwedens bester Angreifer hat seine Wurzeln auf dem Balkan. Der Fußball-Globus ist ein Dorf geworden, in dem die Herkunft der Vorfahren keine Rolle mehr spielt.

Bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz treten fast alle 16 Mannschaften mit extra eingebürgerten Spielern oder Akteuren mit Migrationshintergrund an.

"Die Welt hat sich geändert", beschreibt Polens niederländischer Trainer Leo Beenhakker die Situation knapp, aber treffend. In dem eingebürgerten Brasilianer Roger Guerreiro hat Beenhakker selbst einen assimilierten Akteur in seinen Reihen und dürfte im Gegenzug das deutsche "Polen-Trio" Lukas Podolski, Miroslav Klose und Piotr Trochowski schmerzlich vermissen.

Der verhaltene Jubel Podolskis nach seinem Tore-Doppelpack gegen die Heimat seiner Eltern war Sinnbild für den emotionalen Spagat, den manch Fußballer in Zeiten der Globalisierung vollziehen muss.

"Ich habe eine sehr große Familie in Polen, bin dort geboren. Daher muss man auch ein bisschen Respekt für das Land haben", sagte der Münchner Stürmer. Und rechtfertigt sein Mitwirken im DFB-Trikot: "Ich habe ja meine ganze Ausbildung als Fußballer in Deutschland gehabt."

Deutschland lange Nachzügler

Deutschland war lange Nachzügler beim Einsatz von außerhalb der eigenen Grenzen geborener oder aufgewachsener Fußballer - eine Konsequenz der Ausländerpolitik unter dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, die auch noch Anfang des Jahrtausends offenkundig zum sportlichen Nachteil gereichte. Dass Deutschland auch ein Fußball-Einwanderungsland ist, wurde aber zur unumstößlichen Realität.

Die Einbürgerung von Sean Dundee (Südafrika) und Paulo Rink (Brasilien) sorgte vor einigen Jahren noch für Schlagzeilen.

Bei der EURO 2008 hat die gesamte deutsche Offensive ihre Wurzeln außerhalb Deutschlands. Klose und Podolski (Polen) , Mario Gomez (Spanien), Kevin Kuranyi (Brasilien oder Panama) und Oliver Neuville (Italien oder Schweiz) hätten sich auch gegen die DFB-Elf entscheiden können. Gleiches gilt für die Mittelfeldspieler Trochowski (Polen) und David Odonkor (Ghana).

Multi-Kulti-Mannschaften sind modern

Erstmals augenscheinlich wurde die Entwicklung bei der WM 1998 in Frankreich, als die Gastgeber-Nation mit einer buntgemischten Truppe von Einwanderer-Kindern um den "Algerier" Zinedine Zidane und den gebürtigen Ghanaer Marcel Desailly zum Turniersieg marschierte und der Grande Nation ein neues Fußball-Selbstverständnis gab.

Auch England und die Niederlande profitieren seit Jahren von "Kindern" aus ihren ehemaligen Kolonien.

Im Zeichen des sich vereinenden Europas haben sich auch Nationen wie Österreich und Kroatien geöffnet, die ultimative Multi-Kulti-Truppe mit Akteuren aus neun anderen Nationen hat aber Co-Gastgeber Schweiz.

Die "Secondos" genannten Spieler stammen unter anderem aus der Elfenbeinküste, Bosnien-Herzegowina und Kolumbien.

Talent hilft bei Einbürgerung

Die "Nati"-Karriere von Mittelfeldspieler Valon Behrami wäre beinahe durch die Schweizer Justiz verhindert worden. Zweimal sollte die Flüchtlings-Familie Behrami aus dem Tessin in das Kosovo abgeschoben werden. Doch schließlich bekam der Nachwuchskicker doch noch den Schweizer Pass - sein Fußballtalent war ihm dabei sicherlich behilflich.

Viele Gastarbeiter-Kinder wie die türkischen Altintop-Zwillinge spielen hingegen für die Heimat der Eltern, statt für das Wohn-Land ihrer Kindheit. Dort sind sie Kollegen des gebürtigen Brasilianers Mehmet Aurelio, der eigentlich Marco Aurelio Brito dos Prazeres heißt und der erste Nicht-Türke im Trikot mit Stern und Halbmond ist.

Blatter will Trend stoppen

Ausgerechnet dem allzu gerne polyglott erscheinenden Weltverbandspräsidenten Joseph Blatter ist der Import ausländischer Nationalspieler ein Dorn im Auge.

Den Schweizer treibt die Sorge, dass angesichts enorm vieler Talente aus Brasilien bald nur noch assimilierte Brasilianer als Nationalmannschafts-Söldner für andere Länder spielen werden. Als Negativ-Beispiel gilt der "Verhandlungs- Flirt" von Ex-Bundesligaprofi Ailton mit dem Scheichtum Katar. 

Blatters perfekt vermarktbares WM-Produkt würde ohne nationale Identifikationsmöglichkeiten sicher an globalem Reiz verlieren. Nicht zuletzt deshalb forciert der FIFA-Chef protektionistische Projekte wie die 6+5-Regel und fordert rigidere Einbürgerungsgesetze.

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung