Multikulturelles Fußball-Fieber in Deutschland

SID
Mittwoch, 25.06.2008 | 17:29 Uhr
EM 2008, Fussball, Deutschland, Türkei, Fahnen
© DPA
Advertisement
Primera División
Live
Girona -
Espanyol
Serie A
Live
Cagliari -
Bologna
Premier League
Arsenal -
West Ham
Ligue 1
Nizza -
Montpellier
Serie A
Udinese -
Crotone
Serie A
Chievo Verona -
Inter Mailand
Serie A
Lazio -
Sampdoria
Serie A
Atalanta -
FC Turin
Premier League
ZSKA Moskau -
FK Krasnodar
Primera División
Malaga -
Real Sociedad
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
St. Etienne -
Troyes
Premier League
Man City -
Swansea
First Division A
Brügge -
Lüttich
Primera División
Las Palmas -
Alaves
Premier League
Stoke -
Burnley (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Real Betis
Serie A
Juventus -
Neapel
Ligue 1
Bordeaux -
PSG
Superliga
Boca Juniors -
Newell's Old Boys
Serie A
CFC Genua -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Newcastle
Primera División
Bilbao -
Levante
Primeira Liga
FC Porto -
Setubal
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Serie A
Juventus -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)

Berlin/Basel - Deutschland steckt voll im multikulturellen Fußball-Fieber. Deutsche und türkische Fans warten voller Spannung auf den Anpfiff des EM-Halbfinalspiels beider Nationen am Abend in Basel.

Erste begeisterte Anhänger ziehen schon Stunden vor Spielbeginn in die Fan-Zonen in Nord, Süd, Ost und West. Ganz Deutschland ist unterdessen vollends deutsch-türkisch eingefärbt.

Mehr noch als an den Tagen zuvor bestimmen die Flaggen beider Länder das öffentliche Leben - oft demonstrativ gemeinsam, sowohl auf Privatautos als auch auf Taxis und in nachbarlicher Harmonie an vielen Häusern.

Appell an die Fairness

Politiker und Funktionäre aus beiden Ländern riefen die Fans noch einmal zu Fairness und Friedfertigkeit auf.

Die Präsidenten der beiden Fußballverbände appellierten an die Millionen Fans auf beiden Seiten, das Spiel zu einer großen multikulturellen Feier werden zu lassen. Vor den Großbildschirmen wurde ein Millionen-Publikum erwartet.

DFB-Präsident Theo Zwanziger und sein türkischer Amtskollege Hasan Dogan unterstrichen in einer vom Deutschen Fußball-Bund verbreiteten gemeinsamen Erklärung, bei aller sportlichen Rivalität dürfe es keinen Platz für Gewalt und Randale geben.

Sie betonten: "Auch wenn unsere Mannschaften 90 oder sogar 120 Minuten mit höchstem Einsatz und allen fairen Mitteln um den Einzug ins EM-Finale kämpfen - wir verstehen uns gut."

Friedliches Fußballfest

Bundespräsident Horst Köhler zeigte sich überzeugt, dass das Spiel dazu beitragen wird, das Verhältnis zwischen Deutschen und Türken zu verbessern.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) unterstrich: "Fußball bietet eine exzellente Möglichkeit, um Vorurteile abzubauen, Integration zu fördern und gemeinsam zu feiern... Möge nicht nur die bessere Mannschaft gewinnen, sondern auch die deutsch-türkische Freundschaft."

Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, forderte die Fans auf: "Schaut euch das Spiel Hand in Hand an, schwingt die Fahnen beider Länder und habt einfach Spaß zusammen."

Auch die Medien in beiden Ländern riefen die Fan-Massen noch einmal zu einem friedlichen Fußballfest auf. Zeitungen in Deutschland und der Türkei appellierten - oft in türkischer und deutscher Sprache - an Freundschaft und Brüderlichkeit.

Merkel und Gül im Stadion

500.000 vor dem Brandenburger Tor, 100.000 im Spielort Basel, Millionen vor den Großbildschirmen und TV-Geräten in Deutschland: Das EM-Halbfinale soll zu einem gigantischen deutsch-türkischen Volksfest werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte an, wie beim Nachbarschaftsduell gegen Österreich (1:0) in Basel live dabei sein zu wollen.

Demonstrativ an ihrer Seite solle ein ranghoher türkischer Politiker sitzen - nach unbestätigten Informationen wird der türkische Staatspräsident Abdullah Gül erwartet.

Spiel als Symbol der Gemeinsamkeit

Merkel sagte: "Ich möchte erst mal ein schönes Spiel, ein faires Spiel, und dann drück ich natürlich der deutschen Mannschaft die Daumen. Ich bin dabei und werde mitfiebern."

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach die Hoffnung aus, dass "keiner den Versuch unternimmt, ein fröhliches Fußballfest zu stören". Der türkische Botschafter in Deutschland, Ahmet Acet, erhoffte sich vom Spiel ein Symbol der Gemeinsamkeit.

"Es ist die einzigartige Gelegenheit für Deutsche und Türken, sich aus einer anderen Perspektive zu betrachten."

Basel fürchtet vor dem Spiel vor allem das Wetter. Dies sei der größte Unsicherheitsfaktor, sagte der Basler EM-Verantwortliche Hanspeter Weisshaupt. Zwar herrschte am Mittwochmittag beim Eintreffen der ersten Fans in der schweizerischen Grenzstadt prächtiges Hochsommerwetter.

Doch für den Abend sagten die Meteorologen Gewitter voraus.

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung