Die SPOX-11 der EM

Die Könige Europas

Von SPOX
Dienstag, 01.07.2008 | 16:49 Uhr
© SPOX
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München - Die Europameisterschaft ist vorbei, und Spanien hat den Titel gewonnen und zwar zu Recht. Zu Recht wurde auch Xavi als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Der kleine Stratege vom FC Barcelona findet sich natürlich auch in der SPOX-11 der EM wieder.

 TOR
 Edwin van der Sar (Niederlande)
 

Den 37-Jährigen traf keine Schuld beim jähen Aus im Viertelfinale. Hatte mit grandiosen Paraden gegen Pirlo oder Govou großen Anteil an den Sternstunden gegen Italien und Frankreich. Auffallend: Traf immer die richtige Entscheidung zwischen Fangen und Fausten bzw. Drinbleiben und Rauslaufen.

Edwin van der Sar im Steckbrief

 ABWEHR
 Hamit Altintop (Türkei)
 

Zugegeben, ein reinrassiger rechter Verteidiger ist er nicht. Will er ja auch gar nicht sein. Dennoch wurde er von Fatih Terim auf diese Position verbannt. Zumindest zunächst. Gegen die Tschechen machte er sein Meisterstück: Pass zum 1:2 durch Arda, Flanke vor dem 2:2, die Cech fallen ließ und Traumpass auf Nihat vor dem 3:2.

Hamit Altintop im Steckbrief

 Joris Mathijsen (Niederlande)
 

Vorne wirbelten Sneijder und Co., hinten räumte Mathijsen ab. In der Vorrunde nur ein Gegentor gegen Italien und Frankreich: Die Top-Stürmer Toni und Henry waren bei ihm hervorragend aufgehoben. Gegen Russlands war zwar auch er machtlos, doch führt auf der Suche nach den besten Innenverteidigern des Turniers kein Weg an ihm vorbei.

Joris Mathijsen im Steckbrief

 Carlos Marchena (Spanien)
 

Hinten, hieß es, kann man Spanien packen. Zu klein seien Puyol und Marchena und im Vergleich zum Rest der Mannschaft nicht gerade der letzte Schrei. Tja, am Ende marschierte Spanien ohne Gegentor durch die K.o.-Runde. Puyol war gut, aber die Überraschung war Marchena, der nach einer turbulenten Saison in Valencia eine sehr abgezockte EM spielte.

Carlos Marchena im Steckbrief

 Juri Schirkow (Russland)
 

Der Verteidiger von ZSKA Moskau wirbelte seine Gegenspieler in Grund und Boden. Fast alle gefährlichen Angriffe der Russen liefen über links. Fand schließlich in Spaniens rechter Seite seinen Meister, war aber bis dahin einer der besten Spieler des gesamten Turniers. Vorne ballsicher, dribbelstark und trickreich, hinten giftig und abgezockt.

Juri Schirkow im Steckbrief

 MITTELFELD
 Marcos Senna (Spanien)
 

Xavi = das Hirn. Senna = die Seele. Hielt dem spanischen Offensiv-Quintett den Rücken frei und kurbelte stellenweise sogar das Offensivspiel an. Bekommt mit 31 Jahren endlich den Respekt, den er verdient.

Marcos Senna im Steckbrief

Wesley Sneijder (Niederlande) 
 

Überirdische Vorrunde mit zwei Zuckertoren gegen Frankreich und Italien. Im Viertelfinale jedoch brach er wie der Rest des Teams gegen Russland ein. Sorgte nichtsdestotrotz für die Sternstunden des Turniers.

Wesley Sneijder im Steckbrief

 Xavi (Spanien)
 

Der Prototyp des modernen Mittelfeldspielers. Pendelt zwischen Offensive und Defensive, spielt kluge Pässe in die Tiefe, verlangsamt bei Bedarf das Tempo, hilft hinten mit aus - und erzielt hier und da sogar das wichtige 1:0, wie gegen Russland. Wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Xavi im Steckbrief

 Lukas Podolski (Deutschland)
 

Überragende Schusstechnik, starke Ausbeute (drei Tore), gutes Turnier, ausbaufähiges Taktikverständnis. In der Offensive der gefährlichste DFB-Kicker des Turniers, auf ungewohnter linker Position jedoch mit Mängeln im Defensivverhalten.

Lukas Podolski im Steckbrief

 ANGRIFF
 Roman Pawljutschenko (Russland)
 

Vor dem Turnier: Mr. Chancentod. Nach dem Turnier: Mr. Chancentod. Dennoch: ein Topmann. Weiß sich körperlich durchzusetzen - und überraschenderweise auch technisch zu überzeugen. Hätte bei besserer Chancenauswertung ("nur" drei Treffer) locker Torschützenkönig werden können.

Roman Pawljutschenko im Steckbrief

 Fernando Torres (Spanien)
 

Mit einigen Stockfehlern und technisch lang nicht so brillant wie seine Europameisterkollegen Xavi, Villa oder Silva. Bewies jedoch, dass er in England zum Mann gereift ist. Bestechend: seine Schnelligkeit und sein Durchsetzungsvermögen - nicht nur beim 1:0 im EM-Finale.

Fernando Torres im Steckbrief

 

 

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