Gruppe D, 2. Spieltag

Der Europameister ist raus!

Von Daniel Börlein / Haruka Gruber
Samstag, 14.06.2008 | 22:40 Uhr
Advertisement
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Shenhua -
Beijing Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby

München/Salzburg - Titelverteidiger Griechenland hat nach dem 0:1 (0:1) gegen Russland und der zweiten Niederlage im zweiten Gruppenspiel keine Chance mehr, sich für das EM-Viertelfinale zu qualifizieren.

Vor 30.000 Zuschauern im ausverkauften Salzburger Stadion Wals-Siezenheim erzielte St. Petersburgs Konstantin Syrjanow nach einem kapitalen Schnitzer von Griechenlands Torwart Antonis Nikopolidis das Tor des Tages (40.).

Damit kommt es am letzten Spieltag zwischen Russland und Schweden zum Endspiel um den Viertelfinaleinzug. Spanien ist durch das 2:1 gegen Schweden als Gruppenerster bereits in die K.o.-Runde eingezogen. Griechenland würde auch bei einem Sieg zum Abschluss gegen die Iberer Letzter bleiben.

Der SPOX-Spielfilm:

14.: Pawljutschenko sieht, dass Nikopolidis etwas zu weit vor dem Tor steht und setzt aus halblinker Position einen gefühlvollen Heber an. Der griechische Keeper klärt mit den Fingerspitzen.

15.: Nach einer Ecke probiert es Schirkow volley von der Strafraumgrenze. Der Ball geht aber drei Meter am Tor vorbei.

20.: Nach einem Freistoß ist Charisteas fünf Meter vor dem Tor völlig frei, verpasst den Ball aber. Dafür lenkt Semschow die Kugel fast ins eigene Tor.

33., 0:1, Syrjanow: Riesen Patzer von Nikopolidis: Der Torhüter läuft einer Flanke von links hinterher, doch Semak bringt den Ball vor ihm per Fallrückzieher wieder in die Mitte zurück. Dort steht Syrjanow und schiebt den Ball unbedrängt ins leere Tor ein.

46.: Charisteas kommt nach einem langen Pass völlig frei vor Akinfejew an den Ball, versucht es dann aber mit einem Heber, anstatt direkt abzuziehen. Drüber!

53.: Pawljutschenko macht Kyrgiakos nass und läuft allein von links auf Nikopolidis zu. Sein Flachschuss aus 13 Metern geht ans Außennetz.

53.: Im Gegenzug Karagounis mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze. Akinfejew reißt die Fäuste noch hoch.

55.: Tolle One-Touch-Kombination der Griechen im russischen Strafraum. Basinas kommt schließlich am Elfmeterpunkt zum Abschluss, der Schuss ist aber zwei Meter zu hoch.

57.: Pawljutschenko mit der Hacke auf Biljaletdinow. Der zieht direkt aus 14 Metern ab. Der Ball streift am langen Pfosten vorbei.

69.: Charisteas steigt hoch, sein Kopfball aus sieben Metern kommt aber direkt auf Akinfejew. Trotzdem gefährlich!

87.: Langer Pass auf Charisteas. Irgendwie landet der Ball bei Gekas. Der trifft, aber Schiri Rosetti entscheidet auf Abseits. Ganz knappe Entscheidung.

So lief das Spiel: Beide Teams versuchten von Beginn an, das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken. Spielfluss kam deshalb kaum zustande. Die Russen erarbeiteten sich bis zur 20. Minute ein leichtes Übergewicht, ehe sich Griechenland immerhin zehn Minuten lang nach vorne wagte. Gefahr entstand vor dem russischen Tor allerdings nur bei Standards.

In Halbzeit zwei war mehr Tempo im Spiel, da die Griechen sich weiter nach vorne schoben. Insgesamt blieben die Bemühungen allerdings viel zu einfallslos. Russland wirkte bei Kontern weitaus gefährlicher, verpasste aber wegen einer fahrlässigen Chancenverwertung die frühzeitige Entscheidung.

Der Star des Spiels: Juri Schirkow. Der Linksverteidiger machte da weiter, wo er gegen Spanien aufgehört hatte. Schon gegen die Iberer war Schirkow bester Russe (SPOX-Note: 2). Schirkow war auf der linken Außenbahn der Aktivposten im russischen Angriffspiel, glänzte mit guten Vorstößen und Flanken, vernachlässigte dabei aber nie die Defensive und schaltete Charisteas aus.

Die Gurke des Spiels: Antonis Nikopolidis. Haarsträubend sein Ausflug beim 0:1 durch Syrjanow. Ohne Not ging der griechische Keeper der schlecht getimten Flanke von Biljaletdinow hinterher und machte das Tor überhaupt erst möglich.

Doch anstatt sich nach dem Gegentreffer kleinlaut in sein Gehäuse zu verkriechen, motzte Nikopolidis die eigenen Mitspieler ein. Schlechte Leistung, schlechter Stil!

Die Lehren des Spiels: Russland recht sicher im Spielaufbau und technisch mindestens eine Klasse stärker als die Griechen. Im Vergleich zum Spanien-Spiel fand die Hiddink-Elf dieses Mal die Balance zwischen defensiver Kompaktheit und eigenem Angriffsspiel und war deshalb weniger anfällig für Konter. Das Prunkstück war die linke Seite, über die nahezu jeder Angriff lief.

Im Gegensatz dazu ist und bleibt Griechenland ungemein limitiert. Lange Bälle sind bei der Rehhagel-Elf das einzig probate Mittel, vor allem weil sich im Mittelfeld zwar zuverlässige Arbeiter abmühen, die Rolle des Spielgestalters aber unbesetzt bleibt.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung