Peter Pacult exklusiv

"Lehmann ist immer für eine Überraschung gut"

Von Interview: Andreas Allmaier
Montag, 16.06.2008 | 09:00 Uhr
Peter Pacult, Rapid Wien, Österreich, Dynamo Dresden
© Imago
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München - Hätte er bloß nicht gegen Deutschland gespielt: Weil sich Peter Pacult beim Aufeinandertreffen zweier Promi-Auswahlmannschaften aus Österreich und Deutschland in Bregenz die Achillessehne gerissen hat, muss er den EM-Knaller Österreich gegen Deutschland in Wien vor dem Fernseher verfolgen. Nur zu gerne wäre er im Stadion dabei.

Klar, dass der 48-jährige Trainer von Rapid Wien (24 Länderspiele/1 Tor) seinem Heimatland die Daumen drückt, obwohl er als Spieler und Trainer von 1860 München und Coach von Dynamo Dresden auch viele Jahre in Deutschland verbracht hat.

SPOX.com hat den Experten für österreichisch-deutsche Angelegenheiten vor dem Schicksalsspiel der DFB-Elf (20.30 Uhr im SPOX-TICKER) erreicht.

SPOX: Herr Pacult, kennen Sie einen Deutschen-Witz?

Peter Pacult: Mehrere. Warum haben die deutschen Skifahrer keinen rechten Handschuh an? Damit sie gleich gratulieren können, wenn der Österreicher im Ziel ankommt.

SPOX: Im Fußball hat Österreich meist das Nachsehen. Freuen Sie sich trotzdem auf  das Spiel gegen Deutschland?

Pacult: Aber selbstverständlich. Ein Gruppenfinale gegen Deutschland, viel Brisanz, die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale - was kann man sich Schöneres wünschen?

SPOX: Wenn man sich manchen österreichischen Spieler so anhört, könnte man es beinahe mit der Angst zu tun bekommen. Muss Deutschland Angst vor Österreich haben?

Pacult: Deutschland sollte zumindest Respekt haben. Ihr habt mehr zu verlieren als die Österreicher. Sollte unsere Mannschaft die Sensation schaffen, ist das eine Blamage für Deutschland. Aber bei aller Euphorie muss man auch mal deutlich sagen: Die Deutschen sind Favorit. Sie haben mehr Klasse, mehr Qualität und Spieler, die solche Drucksituationen schon einmal erlebt haben.

SPOX: Also keine Chance für Österreich?

Pacult: Ganz im Gegenteil: Österreich kann gewinnen! Auch die deutschen Spieler haben zwei Hände und zwei Füße - nicht mehr als wir. Wenn die Deutschen nicht so gut ins Spiel finden sollten, werden die Nerven irgendwann blank liegen.

SPOX: Vor der EM schien die Stimmung eher getrübt zu sein. Woher nimmt Österreich eigentlich plötzlich diesen Optimismus?

Pacult: Ein Spiel gegen den großen Bruder hebt die Stimmung im Team und im Land. Man kann Cordoba wiederholen, man kann einen Mit-Favoriten nach Hause schicken. Die Mannschaft ist immer mehr zusammengewachsen und hat in den Testspielen gegen Deutschland und die Niederlande sehr viel Selbstvertrauen und Sicherheit getankt.

SPOX: Testspiele, die sie 0:3 und 3:4 verloren haben...

Pacult: Aber wir haben gegen große Gegner gezeigt, dass wir mithalten können und gegen die Niederlande sogar 3:0 geführt.

SPOX: Beim EM-Auftakt gegen Kroatien wirkte das Team trotzdem sehr ängstlich.

Pacult: Das stimmt. Bis auf die letzten 20 Minuten waren wir da nur körperlich anwesend. Gegen Polen sah das aber alles schon sehr gut aus.

SPOX: Gegen Polen wurden aber auch reihenweise Chancen vergeben.

Pacult: Das lag sicher zum Teil an der mangelnden Qualität unserer Stürmer - aber auch am exzellenten Torhüter der Polen.

SPOX: Wird es gegen Jens Lehmann denn einfacher als gegen Artur Boruc?

Pacult: Der Jens ist ja immer für eine Überraschung gut. Er ist ein Tormann, der oft auch die eigene Mannschaft überrascht. Man hat beim zweiten Tor der Kroaten schon gesehen, dass er Fehler macht. Ich hoffe, dass gegen uns noch der ein oder andere folgt.

SPOX: Haben Sie noch andere Schwachstellen ausgemacht?

Pacult: Christoph Metzelder ist aufgrund seiner langen Verletzungspause sicher nicht da, wo er bei der WM 2006 war.

SPOX: Hat es Sie überrascht, wie schwach sich die DFB-Elf gegen Kroatien präsentiert hat?

Pacult: Ich fand es schon bemerkenswert. Vor allem, weil es spielerisch überhaupt nicht geklappt hat. Die Kroaten haben sich zwar ganz anders präsentiert als noch gegen Österreich. Aber dass sich die Deutschen da nicht durchsetzen konnten, hat mich schon gewundert. Sie haben ihre Positionen plötzlich nicht mehr gehalten, auf den Außen ist nicht mehr viel passiert.

SPOX: Sie sind Trainer. Wie würden Sie Österreich spielen lassen?

Pacult: Die Mannschaft muss versuchen, Deutschland zu verunsichern. Meine Devise wäre: Die Flucht nach vorne antreten! Ich würde durchs Zentrum kommen und versuchen Lücken zu reißen. Ich hoffe, dass Hickersberger Stürmer bringen wird, die aufgrund ihrer Schnelligkeit solche Lücken aufreißen können.Wir können nichts verlieren und alles gewinnen. Ich gehe davon aus, dass wir mit zwei Stürmern spielen werden und hoffe, dass aus dem Mittelfeld ordentlich Dampf gemacht wird. Wir müssen eigene Akzente setzen. Und dann werden wir unsere Chancen bekommen, wie gegen Polen.

SPOX: Auf welche Spieler bauen Sie besonders?

Pacult: Ich denke da an einen Mann wie Jimmy Hoffer, der durchaus für ernste Probleme in der Abwehrreihe sorgen kann. Er könnte zusammen mit Martin Harnik und Ümit Korkmaz einiges bewegen.

SPOX: Okay, und wie wird das Spiel nun ausgehen?

Pacult: Wir gewinnen 1:0.

SPOX: Jetzt machen Sie auch Sprüche!

Pacult: Es wäre eine riesige Sensation, der größte Erfolg unserer Geschichte. Sollte es nicht so kommen, hätte sich Österreich bei dieser EM trotzdem hervorragend präsentiert.

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