Bixente Lizarazu exklusiv

"Spanien hat die beste Einstellung"

Von Interview: Alexis Menuge
Montag, 23.06.2008 | 22:29 Uhr
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Bayer: Die Highlights des Eröffnungsspiels
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

München - Ein Punkt, ein Tor und das bittere Aus in der Vorrunde - so haben sich die Franzosen die EM sicher nicht vorgestellt. Ganz anders treten bisher die Spanier auf, deren Weg über Italien ins Halbfinale führte.

Im Interview mit SPOX.com spricht Bixente Lizarazu (Steckbrief), ehemaliger Nationalspieler Frankreichs und Profi des FC Bayern, über die Equipe Tricolore, Trainer Raymond Domenech und seinen Favoriten auf den EM-Titel.

SPOX: Herr Lizarazu, was war der Hauptgrund für Frankreichs Aus bei dieser Europameisterschaft?

Bixente Lizarazu: Es gibt mehrere Gründe für das frühe Ausscheiden: Auf der einen Seite die erwartete Todesgruppe, auf der anderen die schlechte Chemie innerhalb der Mannschaft. Da war die ältere Generation mit Spielern wie Thuram, Makelele und Coupet, dann die Playstation-Generation mit Gallas, Abidal und Sagnol und schließlich die i-pod-Generation mit Benzema, Nasri und Lassana Diarra. Zwischen all diesen Spielern hat es einfach nicht gepasst. Die Mannschaft sah zwar auf dem Papier sehr gut aus, aber auf dem Platz wollte keiner für den Anderen laufen. Da muss sich in Zukunft einiges ändern, die Nationalmannschaft braucht mehr Solidarität und Zusammenhalt. Das Team ist völlig zu Recht so früh ausgeschieden.

SPOX: Muss Frankreichs Teamchef Raymond Domenech die Konsequenzen ziehen und zurücktreten?

Lizarazu: Raymond Domenech ist sicher nicht alleine schuld am schlechten Abschneiden, aber er ist nun mal für die Mannschaft verantwortlich. Das Team hat die Erwartungen nicht erfüllt, also sollte der Trainer zurücktreten. Zudem hat er in seiner Karriere ja noch keinen einzigen Titel gewonnen.

SPOX: Welche Bilanz ziehen Sie von seiner Zeit als Nationaltrainer?

Lizarazu: Frankreich hatte schon 2006 unter Domenech sehr viel Mühe, sich für die WM in Deutschland zu qualifizieren. Erst als er feste Größen wie Zinedine Zidane, Lilian Thuram und Claude Makelele zurückgeholt hat, lief es wieder rund. Es ist schon bezeichnend, dass ausgerechnet diese drei Spieler ihn damals gerettet haben. Immerhin war es Zidane, der Frankreich bis ins Finale geführt hat .

SPOX: Aber Domenech scheint nicht bereit zu sein, seinen Posten abzugeben, denn er hat nach dem EM-Aus von der WM 2010 gesprochen und seiner Freundin gleich einen Heiratsantrag via TV gemacht...

Lizarazu: Das hat mich ehrlich gesagt schockiert. Die Leute wollen über Fußball unterhalten werden und nicht über das Privatleben von Herrn Domenech. Es war einfach falsch, zu diesem Zeitpunkt darüber zu sprechen. Es ist uns doch allen egal, wen er heiratet. Außerdem hat mir nicht gefallen, dass er immer wieder betonte, nicht die WM 2010 als Projekt zu haben, sondern nur diese EM. Wenigstens hat er indirekt zugegeben, dass er nicht genügend auf die Jugend gesetzt hat.

SPOX: Waren Sie von den meisten Spielern enttäuscht?

Lizarazu: Das Problem war, dass viele Stammkräfte wie Thuram, Sagnol oder Henry eine schwere Saison hinter sich haben. Alle drei waren lange verletzt und saßen im Verein nur auf der Bank. Das hat sichtlich Spuren hinterlassen.

SPOX: Wen hätten Sie gerne als Nachfolger von Domenech?

Lizarazu: Ganz klar, Didier Deschamps. Nicht nur weil wir befreundet sind, sondern weil er als Spieler eine fantastische Karriere hingelegt hat. In der Nationalmannschaft und im Verein. Aber auch als Trainer hat er mit dem AS Monaco das Finale der Champions League erreicht und mit Juventus Turin auf Anhieb den Aufstieg in die Serie A geschafft. Der französische Verband sollte sich ein Beispiel an anderen Nationen nehmen und es mit einem jungen Trainer versuchen. Genau wie Deutschland damals mit Klinsmann oder Kroatien heute mit Bilic. Das ist meiner Meinung nach der einzig richtige Weg.                       

SPOX: Was sagen Sie zur deutschen Nationalmannschaft nach dem Sieg gegen Portugal im Viertelfinale?

Lizarazu: Ich habe schon vor der Partie gesagt, dass die DFB-Elf das Spiel machen und selbst die Initiative ergreifen soll, um weiter zu kommen. Es hat wirklich Spaß gemacht, den Deutschen zuzuschauen, besonders meinen ehemaligen Bayern-Kollegen Schweinsteiger, Podolski und Ballack. Für Deutschland ist jetzt alles drin.

SPOX: Ist dieser Erfolg der Verdienst von Bundestrainer Joachim Löw?

Lizarazu: Ich denke eher von Jürgen Klinsmann, denn er hat 2004 beim DFB eine neue Spielphilosophie eingeführt, die heute von Löw fortgesetzt wird. Mittlerweile macht es richtig Spaß, dem Spiel der Deutschen zuzuschauen, dass war nicht immer der Fall. Deutschland hat durch seine attraktive Spielweise viele Sympathien gewonnen. Es ist also kein Zufall, dass das Team nun wieder zu den Top-Nationen der Welt gehört.

SPOX: Was glauben Sie nun, wer wird Europameister?

Lizarazu: Deutschland hat zwar Chancen, aber ich würde eher auf Spanien tippen. Das Team scheint mir von den restlichen Mannschaften einfach die beste Einstellung zu haben. Das könnte in diesem Turnier den Ausschlag geben.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung