Marcel Koller exklusiv

"Italien ist da, wenn es drauf ankommt"

Von Interview: Jochen Tittmar
Sonntag, 22.06.2008 | 00:07 Uhr
Italien, Toni
© Getty
Advertisement
Copa Sudamericana
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Paranaense -
Gremio
First Division A
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Arsenal -
Benfica
First Division A
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Partizan -
Javor
1. HNL
Rijeka -
Istra
Super Cup
Monaco -
PSG
Serie A
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
Real Madrid -
Barcelona
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
Arsenal -
Sevilla
First Division A
St. Truiden -
Gent
Superliga
Brondby -
Lyngby
Super Liga
Rad -
Roter Stern
Serie A
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Gremio -
Santos
Premier League
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Villarreal -
Real Saragossa
UEFA Champions League
Basaksehir -
Brügge
Copa Sudamericana
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Lens -
Nimes
First Division A
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Monaco -
Toulouse
Championship
Sunderland -
Derby
J1 League
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Tottenham -
Juventus
Championship
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Caen
Ligue 1
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Rennes
CSL
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
Lille -
Nantes
Allsvenskan
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
Bolton -
Leeds
First Division A
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
Inter Mailand -
Villarreal
Copa Libertadores
River Plate -
Guarani
J1 League
Shimizu -
Osaka
J1 League
Kobe -
Kashima
League Cup
Colchester -
Aston Villa
Copa Libertadores
Gremio -
Godoy Cruz
Club Friendlies
Sevilla -
AS Rom

München - Das erste Halbfinale der EM steht, die Deutschen treffen auf die Türken. Am Samstagabend zog Russland durch einen Sieg gegen die Niederlande als drittes Team in die Runde der letzten Vier ein.

Auf wen die Sbornaja trifft wird im letzten Viertelfinale zwischen Italien und Spanien ermittelt (20.30 Uhr im SPOX-TICKER)

Im Interview mit SPOX.com erzählt Marcel Koller, Coach des VfL Bochum, was er von Russland hält und warum er mit den Italienern rechnet.

SPOX: Herr Koller, Europa wundert sich über die Stärke der Russen. Sie auch?

Koller: Für mich waren sie schon vor dem Turnier ein Geheimfavorit. Sie haben sich in den drei Spielen kontinuierlich gesteigert. Eine perfekte Ausgangslage.

SPOX: Egal ob Südkorea, Australien oder jetzt Russland: Guus Hiddink hatte fast überall Erfolg - obwohl er es mit völlig verschiedenen Kulturkreisen mit unterschiedlichen Spielertypen zu tun hatte. Was ist sein Geheimnis?

Koller: Die Disziplin. Er hat überall die europäische Disziplin hineingebracht. Er kann mit seiner internationalen Erfahrung ganz genau einschätzen, was das jeweilige Team benötigt und wie das Potenzial geweckt wird. Sei es Teamgeist bei Australien oder Schnelligkeit und Technik bei Russland.

SPOX: Besonders stark spielt Linksverteidiger Juri Schirkow. Vor dem Turnier hatte ihn keiner auf dem Schirm. Ist er ein Mann für ein europäisches Topteam?

Koller: Absolut. Andererseits ist es aber auch so, dass sich die Russen im Ausland bislang nicht besonders hervorgetan haben oder den ganz großen Durchbruch geschafft haben. Ivan Saenko ist ja auch der einzige Legionär und spielt nicht von Anfang an. Ich denke, das wird noch etwas dauern, bis sich ein Russe bei einem Spitzenverein durchsetzt. Die Mentalität ist einfach zu verschieden.

SPOX: Kommen wir zum letzten Viertelfinale zwischen Spanien und Italien. Gelingt den Spaniern endlich mal der große Wurf?

Koller: Ich bin mir nicht so sicher. Die hatten ja schon immer das Potenzial. Aber Italien ist auf diesem Level sehr viel erfahrener. Wenn es drauf ankommt, so wie gegen Frankreich, dann sind sie da.

SPOX: Einer der Gewinner der EM ist Spaniens Trainer Luis Aragones. Dabei galt er als Auslaufmodell...

Koller: Man darf nicht vom Alter auf die Qualität schließen. Aragones denkt sehr modern - und profitiert natürlich davon, dass das Spielermaterial passt. Entscheidend ist aber, dass man diese taktische Flexibilität richtig ausnützt. Und das tut Aragones.

SPOX: Es verwundert, dass Spanien durch die Mitte kaum etwas zulässt, obwohl das Mittelfeld mit Xavi, Iniesta oder Silva klein und schmächtig daherkommt.

Koller: Das machen sie sehr clever. Sie spielen wenig Foul, gehen nicht blind in die Zweikämpfe und provozieren daher keine gegnerischen Standards. Zudem bleiben sie dank der hervorragenden Technik viel in Ballbesitz. Für jeden Gegner eine sehr unangenehme Mischung.

SPOX: Warum favorisieren Sie dennoch Italien?

Koller: Wegen ihrer Erfahrung und ergebnisorientierten Spielweise.

SPOX: Geht das detaillierter?

Koller: Sie sind taktisch hervorragend geschult. Bei Ballverlust sind gleich alle hinter dem Ball. Sie machen die Räume gut zu. Es ist auch deshalb schwer, weil sie bei Ballbesitz des Gegners versuchen, Überzahl zu bilden. Im ersten Spiel gegen Holland war das aber mal nicht so. Ich war richtig erstaunt, welche unglaublichen Fehler sie in die Defensive und vor allem in der Innenverteidigung gemacht haben.

SPOX: Sie sprechen die Abwehrprobleme an. Neben Cannavaro fehlt jetzt auch Barzagli verletzt.

Koller: Das könnte schon zum Problem werden, weil auch die Abstimmung fehlt. Sie sind zwar allesamt erfahren, aber gerade in der Defensive ist es wichtig, dass man eingespielt ist. Auf diesem Level sind Kleinigkeiten entscheidend, gerade gegen solche Topstürmer wie Fernando Torres und David Villa. Gegen Frankreich haben sie jedoch wieder ihre alte Abwehrstärke demonstriert.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung