Dienstag, 20.05.2008

EM 2008

Deutscher EM-Etat übertrifft WM-Budget

Palma de Mallorca - Der DFB hat für die Europameisterschaft ein höheres Budget als bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land genehmigt.

EM 2008, Prämie, Bierhoff
© Getty

"Der Etat-Ansatz ist höher als bei der WM", bestätigte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft auf Mallorca.

Bei der WM vor zwei Jahren habe der Etat 16 Millionen Euro betragen, nach dem dritten Platz sei unter dem Strich "ein Gewinn von 5,5 Millionen Euro" erzielt worden. Bei der EM in Österreich und der Schweiz erhofft sich Bierhoff ebenfalls ein "positives Ergebnis".

23 Millionen für den Titel

Einnahmen und Ausgaben hängen maßgeblich vom Abschneiden der deutschen Mannschaft beim EM-Turnier ab. Denn die Prämien der Europäischen Fußball-Union (UEFA) steigen von Runde zu Runde.

Bis zu 23 Millionen Euro kann der neue Europameister kassieren, allein 7,5 Millionen Euro beträgt das Startgeld für jeden der 16 teilnehmenden Verbände.

Bierhoff verärgert

Bierhoff legte Wert darauf, dass die hohen Investitionen in eine optimale Vorbereitung und Betreuung der Nationalmannschaft sinnvoll und angemessen seien. "Mich ärgert ein bisschen, wenn man behauptet, für die Nationalmannschaft werden Unsummen ausgegeben", betonte das DFB-Präsidiumsmitglied.

Allein die Vorbereitung auf Mallorca soll nach Angaben des Fachmagazins "kicker" 800.000 Euro betragen, 900.000 Euro kostet das EM-Quartier am Laga Maggiore im Tessin.

Kein Heli 

Die Reisen während der EM zu den Spielen werden mit 500.000 Euro veranschlagt. Die Flugkosten waren bei der WM noch von der FIFA übernommen worden.

Bierhoff versicherte, dass kein Geld für unnötige Maßnahmen verschwendet werde. Die erwogene Anmietung eines Helikopters zur Spielbeoachtung würde etwa nicht realisiert: "Das bringt nichts."

250.000 Euro pro Spieler

Als größter Ausgabe-Posten würden Erfolgsprämien für die Spieler und Trainer zu Buche schlagen: Jedem der 23 deutschen Akteure winkt bei einem Titelgewinn die EM-Rekordprämie von 250.000 Euro. Das macht insgesamt 5,75 Millionen Euro.

Dazu kämen Erfolgshonorare für Bundestrainer Joachim Löw und seine Assitestenten in unbekannter Höhe. Zahlen würde der DFB dieses Geld jedoch gerne, denn der EM-Titel würde zugleich den größtmöglichen finanziellen Gewinn bedeuten. "Die hohen Kosten werden prozentual mit dem Weiterkommen geringer", erklärte Bierhoff.


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