DFB-Team

Wackel-Lehmann in der Kritik

SID
Donnerstag, 07.02.2008 | 12:48 Uhr
Lehmann, Österreich, Fehler
© Imago
Advertisement
UEFA Europa League
Live
Sturm Graz -
Fenerbahce
Copa Sudamericana
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Paranaense -
Gremio
First Division A
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Arsenal -
Benfica
First Division A
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Partizan -
Javor
1. HNL
Rijeka -
Istra
Super Cup
Monaco -
PSG
Serie A
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
Real Madrid -
Barcelona
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
Arsenal -
Sevilla
First Division A
St. Truiden -
Gent
Superliga
Brondby -
Lyngby
Super Liga
Rad -
Roter Stern
Serie A
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Gremio -
Santos
Premier League
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Villarreal -
Real Saragossa
UEFA Champions League
Basaksehir -
Brügge
Copa Sudamericana
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Lens -
Nimes
First Division A
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Monaco -
Toulouse
Championship
Sunderland -
Derby
J1 League
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Tottenham -
Juventus
Championship
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Caen
Ligue 1
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Rennes
CSL
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
Lille -
Nantes
Allsvenskan
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
Bolton -
Leeds
First Division A
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
Inter Mailand -
Villarreal
Copa Libertadores
River Plate -
Guarani
J1 League
Shimizu -
Osaka
J1 League
Kobe -
Kashima
League Cup
Colchester -
Aston Villa
Copa Libertadores
Gremio -
Godoy Cruz
Club Friendlies
Sevilla -
AS Rom

Wien - Auch der 531-Minuten-Rekord konnte Jens Lehmann nicht vor der Kritik und neuerlichen Diskussionen bewahren.

Zwar hatte der Ersatzmann des FC Arsenal auch im Bruderduell gegen Österreich keinen Gegentreffer kassiert und damit die von ihm selbst gehaltene deutsche Torhüter-Bestmarke um zwei Minuten verbessert.

Doch nach einer ganzen Serie von Wackel-Einlagen zeigte sich sogar Bundestorwarttrainer Andreas Köpke etwas ratlos: "Ich habe im Moment keine Erklärung dafür. Jens hat sich sicher etwas anstecken lassen, da braucht man nicht drumrum zu reden."

Eine Reihe von Fehlern

Ein völlig unmotivierter Ausflug, zwei Patzer bei hohen Hereingaben, katastrophale Abwürfe, dazu ein von der Brust abgeprallter Ball - nur das Unvermögen der österreichischen Offensiv-Kräfte, die Rettungstat seines Kollegen Per Mertesacker und das Tor-Aluminium bewahrten für Lehmann die Null-Gegentore-Serie.

"Heute muss man sagen, dass er in der einen oder anderen Situation die Sicherheit nicht hatte", kommentierte Joachim Löw die Pannen seiner Nummer 1. Dem Bundestrainer dürfte nicht entgangen sein, dass Lehmann ausgerechnet in Situationen patzte, die schwer auf dem Trainingsplatz zu simulieren sind.

Lehmann uneinsichtig

Lehmann entschuldigte sich am Ende - jedoch nur für eine Situation. "Ich habe einen Fehler gemacht, zweifelsfrei, als ich mich verschätzt habe", räumte er nach seinem unmotivierten Ausflug fast bis an die Seitenlinie ein, schloss aber auch an: "Dass man nicht jeden Ball bekommen kann, wenn man so ein risikoreiches Spiel spielt wie ich, ist leider so."

Die sportliche Leitung, der ein Wechsel von Lehmann zu Borussia Dortmund im Winter und damit garantierte Spielpraxis vor der Europameisterschaft lieber gewesen wäre, vermied trotz der schwachen Vorstellung alle Kommentare, die am Status des Wahl-Londoners kratzen könnten.

"Wir lassen uns von der ganzen Situation nicht beirren", meinte Köpke und ergänzte: "Ihm ist natürlich klar, dass er vermehrt unter Beobachtung steht. Er hat auch zwei entscheidende Bälle gehalten, so dass die Null stand." Auch Teammanager Oliver Bierhoff verteidigte Lehmanns offensive Spielweise und betonte: "Wer Jens kennt, der weiß, dass er Druck braucht."

Löw spricht Vertrauen aus

Chef Löw, der um die neu angeheizten Lehmann-Diskussionen genau weiß, erneuerte: "Wir haben sehr viel Vertrauen zu ihm." Der Bundestrainer denkt trotz Lehmanns schwieriger Position in London - nur durch die Verletzung seines Rivalen Manuel Almunia war er zuletzt wieder in den Arsenal-Kasten gerückt - und die Wackler in der Nationalelf derzeit nicht über einen Wechsel seines Stammtorhüters für die EM nach.

Erstens hat er in Timo Hildebrand und Robert Enke nicht die ernsthafte Alternative, wie sie Lehmann selbst vor der WM 2006 für Platzhirsch Oliver Kahn gewesen war. Und zweitens hat Löw genügend andere Baustellen.

Fehlende Motivation

Die Reaktionen von Lehmann auf seine eigene Vorstellung dürften die DFB-Trainer allerdings wenig amüsieren. Er habe lieber Spiele, in denen es um richtig was geht, wo der Druck richtig groß ist, wies der Torwart auf seine eingeschränkte Motivation im 3:0-Test-Kick in Wien hin.

Fast trotzig gab er weiter zu Protokoll: "Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zum letzten Mal in der Nationalmannschaft einen Fehler gemacht habe. Wenn Deutschland nichts anderes zu diskutieren hat, dann ist es einerseits schön, weil wir sonst keine Probleme haben und ich kann damit leben. Damit lebe ich immer als Torwart. Sie können schreiben, was Sie möchten, das werden Sie auch tun. Sie haben ansonsten nichts zu diskutieren."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung