Montag, 04.02.2008

EM 2008

250.000 Euro EM-Rekordprämie

Frankfurt/Main - Der Titel bei der Europameisterschaft in diesem Sommer würde sich auch finanziell für die deutschen Nationalspieler lohnen: Für den ersten Platz in der Schweiz und Österreich wäre die EM-Rekordprämie von 250.000 Euro pro Mann fällig.

Das ist gegenüber der EURO 2004 eine Steigerung um 150 Prozent. Darauf einigten sich der Mannschaftsrat des DFB-Teams um Kapitän Michael Ballack nach Gesprächen mit der Spitze des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) in Frankfurt/Main.

"Die Mannschaft hat ganz klar Stellung bezogen, Geld gibt es erst, wenn die Vorrunde überstanden ist", erklärte Manager Oliver Bierhoff zur ähnlich stark leistungsbezogenen Regelung wie bei der jüngsten WM. In Deutschland hätte es 2006 jeweils 300.000 Euro für den Titel gegeben.

DFB-Elf will spenden

Das Erreichen des Viertelfinals bei der EM 2008 würde jedem Spieler 50.000 Euro bringen, das Halbfinale 100.000 Euro und die Finalteilnahme 150.000 Euro. Einen Teil der Prämien will die Mannschaft laut Bierhoff ("Ein hoher sechsstelliger Betrag") an ein soziales Projekt für die Frauen-WM 2011 weiterleiten.

Der DFB kann sich die Rekord-Zuwendungen im Falle eines Titelgewinns locker leisten, denn der neue Europameister kann in der Schweiz und Österreich bis zu 23 Millionen Euro aus dem Topf der UEFA kassieren.

Der europäische Verband rechnet für das Turnier mit Rekordeinnahmen von 1,25 Milliarden Euro. Insgesamt werden an die 16 teilnehmenden Nationen 184 Millionen Euro an Prämien ausgeschüttet.

Leistungsorientierte Prämien

Mit der Prämienregelung folgte der DFB weitgehend den Vorstellungen des Mannschaftsrates. "Ich war immer ein Verfechter davon, dass, wenn wir etwas gewinnen, das auch belohnt werden sollte, dass es sich an der Leistung orientiert", sagte Kapitän Ballack.

Auf Seiten der Spieler waren zudem Jens Lehmann, Miroslav Klose und Bernd Schneider an den Verhandlungen beteiligt, für den DFB saßen Präsident Theo Zwanziger, Generalsekretär Wolfgang Niersbach und Marketing-Direktor Denni Strich am Tisch. Für den EM-Titel 2004 in Portugal hätte jeder deutsche Spieler noch 100.000 Euro erhalten.

Schon die Qualifikation für die EM-Endrunde 2008 hatte sich für die beteiligten deutschen Spieler wirtschaftlich ausgezahlt. Bis zu 150.000 Euro pro Mann wurden vom DFB ausgeschüttet. Zudem werden die Nationalspieler traditionell an Einnahmen aus dem DFB-Marketingpool beteiligt.


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