Donnerstag, 14.02.2008

Die EM-Tür sei offen

Köpke heizt Konkurrenz an

Berlin - Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hat den Konkurrenzkampf um die drei Torhüter-Plätze im deutschen EM-Kader noch einmal angeheizt.

Fußball, Köpke
© DPA

Zwar sei die Reihenfolge Jens Lehmann (38 Jahre), Timo Hildebrand (28) und Robert Enke (30) der "Stand der Dinge", aber bis zum EM-Beginn am 7. Juni könne noch viel passieren. "Die Tür ist nicht zu", erklärte Köpke in einem Interview mit dem "Kicker".

Der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw bestätigte die Überlegung, eventuell als dritten Mann einen jungen Torwart wie den 23-jährigen Leverkusener Rene Adler mit zur Europameisterschaft in die Schweiz und nach Österreich zu nehmen. "Wir müssen zu gegebener Zeit entscheiden: Nehmen wir drei erfahrene Torhüter mit oder doch lieber einen jungen Keeper", sagte Köpke.

Die sportliche Leitung der Nationalmannschaft erwartet von Lehmann nach dessen Unsicherheiten in Österreich im nächsten Test am 26. März in der Schweiz ein souveränes Länderspiel.

Wunsch nach dem Spitzenkampf 

Wenn ihm das nicht gelingen sollte, "wird's in der deutschen Medienlandschaft richtig scheppern", befürchtet Köpke, der im DFB-Team einen "absoluten Spitzenkampf" um die Nummer 1 wie vor der WM 2006 zwischen Oliver Kahn und Lehmann vermisst.

"Ich hätte mir gewünscht, dass Jens mehr Konkurrenz spürt, weil dies eine Nummer 1 nochmals anspornt. Aber Timo hatte in Valencia lange Probleme, erst jetzt hat er seine Leistung stabilisiert", ergänzte der Torwart-Coach in Richtung Herausforderer Hildebrand.

Köpke verteidigte den gegenwärtigen Kurs der DFB-Trainer in der Torwartfrage. Zwar würden diese nicht die Augen davor verschließen, dass Adler von allen Bundesliga-Torhütern bisher die beste Saison gespielt habe.

"Aber unser Handeln muss doch auch von einer gewissen Konstanz geprägt sein, wir können doch nicht ständig durchwechseln", betonte Köpke. DFB-Präsident Theo Zwanziger ist überzeugt davon, dass Jens Lehmann bei der EM wieder "wie Jens Lehmann" halten werde. "Es steht für mich außer Frage, dass er die Nummer eins ist", sagte der Verbands-Chef in der "Bild"-Zeitung.


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