Donnerstag, 28.02.2008

EM-Barometer

Die Bank und das Fragezeichen

München - Am 8. Juni steigt das EM-Auftaktspiel des DFB-Teams gegen Polen. Wer darf mit, wer bleibt zuhause?

Über 30 deutsche Nationalspieler machen sich Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme, jedoch dürfen nur 23 mit nach Österreich und in die Schweiz.

Von nun an wöchentlich bewertet SPOX.com die Chancen der Kandidaten. Die Abwehr:

 

Per Mertesacker

Der Bremer ist gut in Form und war auch bei der Niederlage in Frankfurt einer der besten seines Teams.

Über Mertesacker als einen der beiden Innenverteidiger gibt es überhaupt keine Diskussion.

Der 23-Jährige ist eine Bank und mittlerweile auch Führungsspieler.

 

 

 

Christoph Metzelder

Das große Fragezeichen. Hat seit Ende November kein Spiel mehr für Real Madrid bestritten, fällt voraussichtlich sogar noch bis Ende März aus.

Die Zeit bis zur EM wird reichlich knapp. Bleibt nur zu hoffen, dass Metze bei den Königlichen dann auch noch genügend Einsatzzeit bekommt, um die nötige Spielpraxis zu sammeln.

 

 

Manuel Friedrich

Nicht nur wegen seinem Tor gegen Schalke in bestechender Form. Aggressiv und kompromisslos im Zweikampf, bei Standards immer gefährlich.

Hat seit seinem Wechsel von Mainz eine starke Entwicklung genommen und ist bei Bayer absoluter Führungsspieler.

Muss seine Bundesliga-Form aber auch mal in der Nationalelf zeigen.

 

 

Arne Friedrich

Löws erste Option für die rechte Abwehrseite. Nach seiner Verletzung wieder fit und auf dem besten Weg zur Topform. In Wolfsburg bester Berliner.

Im Zweikampf kaum zu überwinden. In der Vorwärtsbewegung aber noch mit viel Luft nach oben.

Kann auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden.

 

 

Heiko Westermann

Sein Debüt gegen Österreich war schwach, seine Auftritte in Champions League und Bundesliga das genaue Gegenteil. Der Schalker zeigte in Leverkusen erneut eine starke Leistung.

Souverän in der Defensive und mit viel Zug nach vorne. Pluspunkt 1: Seine Dynamik. Pluspunkt 2: Seine Vielseitigkeit. Pluspunkt 3: Seine Torgefahr bei Standards.

 

 

 

Clemens Fritz

Als gelernter Stürmer gilt der Bremer als spielstärkster der drei potenziellen Rechtsverteidiger. Mit seiner Offensivstärke und Schnelligkeit kann er jede Abwehr vor Probleme stellen.

Hat nach langwieriger Verletzungspause aber auch noch nicht die Normalform gefunden. Saß in Frankfurt 79 Minuten lang auf der Bank.

 

 

 

Philipp Lahm

Der Münchener musste sich kürzlich der Kritik des Kaisers erwehren. In der Defensive spielt Lahm gewohnt solide, seine früher gefürchteten Vorstöße startet er im Moment aber viel zu selten.

Sein Spiel wirkt oft zu verhalten. Etwas mehr Risiko würde ihm gut zu Gesicht stehen. Zur WM-Form fehlen noch einige Prozent.

 

 

 

Marcell Jansen

Offiziell der Backup für Lahm. Ist nach längerer Verletzungspause wieder zurück auf dem Platz, allerdings nur mit sporadischer Einsatzzeit.

Besticht durch seine Dynamik und seinen Einsatzwillen.

Als Linksfuß auf der linken Seite natürlich der bessere Flankengeber als Lahm, aber fast ohne Spielpraxis.

 

 

Gonzalo Castro

Super Leistungen in den letzten Wochen. Robust und zuverlässig in der Defensive und mit tollen Flankenläufen und Ideen im Spiel nach vorne. In dieser Form eine echte Alternative zu Arne Friedrich. Kann auch im zentral-defensiven Mittelfeld spielen.

Im Nationalteam konnte er das hohe Niveau aus Leverkusen allerdings bisher kaum bestätigen.

 

 

 

Christian Pander

Der Schalker ist hinter Lahm und Jansen die dritte Option für die linke Abwehrseite. Allerdings ist der 24-Jährige äußerst verletzungsanfällig und hat so seit dem 11. Spieltag kein Ligaspiel mehr bestritten.

Zuletzt musste Pander auf Grund eines Trauerfalls in der Familie passen.

Sein größter Vorteil sind seine starken Standardsituationen.

 

 

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