Die nächste Generation

Von Stefan Moser
Dienstag, 04.12.2007 | 11:42 Uhr
Tschechien, Team, EM 2008
© Getty
Advertisement
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston
Serie A
Florenz – AC Mailand
Premiership
Celtic -
Rangers
Serie A
Atalanta -
Cagliari
Serie A
Benevento -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Udinese
Serie A
AS Rom -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
SPAL
Serie A
FC Turin -
CFC Genua
Premier League
Liverpool -
Leicester
Championship
Barnsley -
Reading
Serie A
Inter Mailand – Lazio Rom
Premier League
Man Utd -
Southampton
Championship
Bristol City -
Wolverhampton
Serie A
Hellas Verona -
Juventus
Premier League
Crystal Palace -
Man City
Premier League
West Brom -
Arsenal

München - Dass ein Mann kurz vor der Rente plötzlich noch zur Stilkone wird, ist ziemlich außergewöhnlich. Karel Brückner, dem weisen alten Mann des tschechischen Fußballs, ist genau dieses Kunstück gelungen.

Nach der verpatzten Qualifikation für die WM 2002 übernahm Brückner die Nationalmannschaft Tschechiens (die besten Bilder in der SPOX-Diashow) und führte sie in kurzer Zeit bis auf Platz zwei der FIFA-Weltrangliste.

Viel eindrucksvoller als die nackten Zahlen, war aber die Art und Weise, wie sie zustande kamen. Brückners fußballerisches Konzept und seine Spielphilosophie wirkten in den ersten Jahren seines Erfolges offensichtlich stilbildend.

In einer Zeit als man im vorklinsmännischen Deutschland vertikal noch allenfalls die Bäume hochkletterte, aber von vertikalem Fußball noch nicht die leiseste Ahnung hatte, demonstrierte ein tschechischer Trainer weit jenseits der 60 bereits die moderne Stilart: Schnell, flach, geschlossen und mit hoher Laufbereitschaft in die Spitze spielen und mit aggressivem Pressing schon in der gegnerischen Hälfte die Bälle erobern.

Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Höhepunkt EM 2004 - Deutschland geschlagen, unglücklich im Halbfinale gegen Griechenland raus. Dann der Rückschlag bei der  WM 2006. Die Mannschaft war in die Jahre gekommen. Es folgte der Rücktritt der Leistungsträger Pavel Nedved, Karel Poborsky, Vratislav Lokvenc und Valdimir Smicer.

"Es gab einen deutlichen Schnitt. Und so ein Umbruch braucht einfach eine gewisse Zeit. Aber wir haben in der Qualifikation bewiesen, dass wir aus diesem Loch herausgekommen sind und wieder eine starke Mannschaft haben. Wir haben mit Deutschland letztlich eine der besten Mannschaften Europas - vielleicht sogar der Welt - geschlagen und waren am Ende Erster in der Gruppe", sagt David Jarolim gegenüber SPOX.com.

Stärken:

Taktische Grundordnung, Disziplin, mannschaftliche Geschlossenheit.  Klingt nach Standard-Vokabeln aus dem Trainerlehrgang für Anfänger. Wer sich dafür jedoch praktischen Anschauungsunterricht wünscht, kann ihn sich bei der tschechischen Mannschaft holen.  

"Wir haben sehr gute Einzelspieler, die sich aber durch die Bank in den Dienst der Mannschaft stellen. So spielen wir taktisch sehr diszipliniert, treten sehr geschlossen auf und können im richtigen Moment die entscheidenden Tore machen. Das sind sicher die Hauptgründe für unseren Erfolg", meint Jarolim.

Das Prunkstück ist die italienische Viererkette mit Zdenek Grygera (Juventus Turin), Tomas Ujfalusi (AC Florenz) und Marek Jankulovski (AC Mailand) - dazu David Rozehnal (Newcastle United)

Schwächen:

Der Umbruch ist noch nicht zu hundert Prozent vollendet, die erste Nachfolge-Generation war schwächer. Daher fehlt die Breite im Kader und Ausfälle - vor allem in der Offensive - können kaum kompensiert werdern.

Das Mittelfeld entwickelt bis auf Tomas Rosicky kaum Torgefahr. Zudem ist das Spiel der Tschechen meist berechenbar, da sie viel mit langen Bällen auf Koller operieren, der dann auf Rosicky ablegt. Funktioniert das nicht, gibt's kaum Alternativen.

Denn Milan Baros ist von seiner Form der EM 2004 weit entfernt und die Jungen, die mit der U 20 Vize-Weltmeister wurden, sind noch nicht soweit und auch nicht integriert.

Taktik:

Am liebsten lässt Brückner ein klassisches 4-4-2 mit zwei offensiven Außen spielen. Rosicky, der sich auf der Halbposition ohnehin wohler fühlt, kommt dann auf der Halbposition. Falls sich kein zweiter Stürmer neben Koller aufdrängen sollte, könnten die Tschechen auch ein 4-5-1 mit noch offensiveren Außen spielen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung