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U21-EM in Tschechien

Elfer-Drama! Schweden holt EM-Titel

Von Daniel Reimann
Dienstag, 30.06.2015 | 23:31 Uhr
Portugal und Schweden lieferten sich ein hart umkämpftes Duell
© getty
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Schweden ist U21-Europameister! Die Skandinavier setzten sich in einem hochspannenden Finale gegen Portugal erst im Elfmeterschießen mit 4:3 (0:0, 0:0, 0:0) durch. Keeper Patrick Carlgren wurde dabei zum Helden.

Im Prager Eden Stadium sahen 18.867 Zuseher eine temporeiche Begegnung: Sergio Oliveira (7.) traf per Freistoß nur die Latte. Die Skandinavier erarbeiteten sich mit Fortdauer immer mehr Spielanteile, während beim Favoriten die Kräfte schwanden.

Nach torlosen 120 Minuten fiel die Entscheidung schließlich im Elfmeterschießen. Je ein Spieler von beiden Teams hatte vergeben, als Mittelfeldstar William Carvalho an Patrik Carlgren scheiterte. Die Schweden sind erstmals in ihrer Geschichte U21-Europameister. Für Portugal war es das zweitbeste Abschneiden nach 1994.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Never change a winning team - Ericson bleibt nach dem sensationellen Final-Einzug über Dänemark (4:1) seiner Startelf treu. Im engmaschigen 4-4-2 organisieren Abwehrchef Milosevic und die Doppelsechs Lewicki-Hiljemark. Vorne soll Guidetti neben Kiese Thelin vollstrecken.

Jorge nimmt eine Änderung vor: Ilori ist, nachdem er sich beim Aufwärmen für das Deutschland-Spiel verletzt hatte, wieder fit und ersetzt Figueiredo in der Viererkette. Carvalho sowie Oliveira bilden das iberische Herzstück. Ihr offensives Pendant ist wie beim 5:0 der trickreiche Monaco-Star Silva.

2.: Portugal startet zwei, drei aussichtsreiche Angriffe in Folge, ehe es beim letzten richtig gefährlich wird. Pereira zieht nach einem Abpraller an der Strafraumlinie ab -vorbei. Da fehlten nur Zentimeter.

7.: Freistoßspezialist Oliveira läuft an und hebt die Kugel wunderbar aus 20 Metern über die Mauer. Keeper Carlgren ist bereits geschlagen. Für ihn rettet jedoch der Querbalken.

38.: Mario verlagert auf die rechte Seite, wo Esgaio viel Platz hat. Vom Rechtsverteidiger kommt der Pass an den Elfmeterpunkt zum freistehenden Mario zurück, der den Ball nicht gut trifft und nicht auf das Gehäuse bringt.

52.: Was für eine Chance! Kiese Thelin kann sich bei einem langen Ball im Strafraum behaupten. Per Kopf legt er ab. Guidetti übernimmt akrobatisch aus zwölf Metern und mit vollem Risiko. Hauchdünn rauscht das Ding über die Latte.

64.: Portugal erhöht nun die Schlagzahl. Carvalho tankt sich unwiderstehlich durch das Mittelfeld und spielt den gerade eingewechselten Medeiros frei. Von der rechten Außenbahn läuft er zur Mitte und hält im Strafraum drauf. Der Schuss verfehlt die lange Ecke nur knapp.

85.: Was für eine Szene! Guidetti setzt sich auf engstem Raum gegen mehrere Gegenspieler durch und will den Ball am Keeper vorbeispitzeln. Sa bekommt die Fingerspitzen dazwischen und rettet. Sturmpartner Kiese Thelin setzt nach, wird aber geblockt.

95.: Khalili wird am Strafraumeck mustergültig freigespielt und schlenzt Richtung lange Ecke. Keeper Sa ist machtlos, der Versuch rauscht jedoch am langen Pfosten vorbei ins Aus.

Elfmeterschießen:

1:0 Guidetti

1:1 Paciencia

2:1 Kiese Thelin

2:2 Toze

3:2 Augustinsson

Carlgren hält gegen Esgaio

Sa hält gegen Khalili

3:3 Joao Mario

4:3 Lindelöf

Carlgren hält gegen Carvalho

Fazit: Was für eine Krimi! Portugal startete fulminant, verlor aber die Kontrolle. Insbesondere gegen Ende der regulären Spielzeit zeigte Schweden offensiv auf und belohnte sich vom Punkt selbst. Ein verdienter, weil hart erkämpfter Triumph.

Der Star des Spiels: Patrik Carlgren. War schon über die gesamte Partie eine Bank im Tor. Bei Fernschüssen souverän, pflückte etliche Flanken runter. Im Elfmeterschießen parierte er zweimal stark. Heldenstatus? Check!

Der Flop des Spiels: Ivan Cavaleiro. Der Stürmer verbrachte einen Großteil seiner Spielzeit im Abseits (insgesamt fünf Mal) und beraubte sich so selbst guter Gelegenheiten. Sorgte zwar mit ein paar flinken Dribblings gegen den hölzern wirkenden Lindelöf für Wirbel, blieb allerdings dabei ohne Durchschlagskraft beziehungsweise Torabschluss. Nach einer Stunde war Feierabend.

Der Schiedsrichter: Szymon Marciniak. Eine von sehr vielen souveränen Schiedsrichterleistungen bei dieser U21-EM. Hängt allerdings auch damit zusammen, dass die Spieler deutlich weniger Theatralik an den Tag legen oder reklamieren als bei den A-Mannschaften. Marciniak hatte lediglich mit ein paar kniffligen Abseitsentscheidungen zu kämpfen, wo sein Assistent stets gutes Auge bewies. Sonst mit klarer Körpersprache und zurückhaltender Linie.

Das fiel auf:

  • Die Rollenverteilung war schon vor Anpfiff klar und beide Teams hielten sich dran. Portugal machte das Spiel, suchte mit schnellen Kombinationen über die spielstarken Flügel sein Glück. Schweden hingegen stellte sich hinten rein und lauerte auf Konter.
  • Schweden entpuppte sich einmal mehr als ein unheimlich undankbar zu spielender Gegner. Die taktische Disziplin, das gut koordinierte Verschieben und die hohe Laufleistung bereitete Portugal einen anstrengenden Abend. Die Selecao kombinierte zwar geduldig und kam vor allem über zweite Bälle immer wieder zu Chancen, gab sich aber im Abschluss erstaunlich ineffizient.
  • Die Skandinavier hatten zwar immer wieder gute Kontergelegenheiten, spielten diese aber unsauber aus. Überhaupt: Die enorme Streuung bei Ballannahmen, die hohe Anzahl an Fehlpässen - all das wirkt kombiniert mit der einfachen Spielanlage bisweilen mittelalterlich.
  • Gleiches Bild in der zweiten Halbzeit, wenngleich die zunehmend erschöpften Portugiesen mittlerweile öfter über Einzelaktionen zu Chancen kamen. Allerdings fehlte es der Selecao an Zur zum Tor, Richtung Schlussphase wurde das Ballgeschiebe immer zielloser. Die Schweden wiederum blieben bei Kontern gefährlich, wo vor allem Thelin zahlreiche Bälle festmachte.
  • In der Verlängerung bekamen die Schweden langsam Überwasser. Der Kampfgeist der Skandinavier war schon im vorherigen Turnierverlauf bemerkenswert und wurde mit zunehmender Spielzeit zum Trumpf der Schweden. Bei Portugal hingegen schienen Kraft und Geduld mehr und mehr zu schwinden.

Schweden - Portugal: Daten zum Spiel

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