wird geladen

Gruppe A - 1. Spieltag: Deutschland - Italien

Wie der Vater, so der Sohn

Montag, 11.07.2016 | 20:23 Uhr
Die U19 des DFB unterlag zum Auftakt der Heim-EM Italien mit 0:1
© getty
Advertisement
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Die U19 des DFB trumpft zum Auftakt der Heim-EM groß auf und spielt den Gegner an die Wand. Da es jedoch bei der Chancenverwertung klemmt, steht man mit leeren Händen da. Die Parallelen zur A-Nationalmannschaft sind unverkennbar.

Wenige Minuten nach dem Spiel betrat Italiens Coach Paolo Vanoli in den Katakomben des Stadions das Podium der Pressekonferenz. Artig bedankte er sich direkt im ersten Satz bei den Turnier-Organisatoren, streifte sich kurz durchs Haar und lobte im Anschluss das deutsche Team in den höchsten Tönen. Er wirkte cool, abgeklärt und dennoch forsch. Ein Italiener eben. Eine der ersten Fragen aus dem Publikum nervte den Trainer jedoch spürbar. Ob es der glücklichste Sieg seiner Karriere war, wollte ein Journalist wissen.

Der Trainer fühlte sich auf den Schlips getreten, schließlich habe sein Team doch gerade den Gastgeber besiegt. "Es war alles andere als ein glücklicher Sieg. Wir haben einen Monat lang für dieses Turnier geackert. Es war also vielmehr ein Sieg der Arbeit", erklärte Vanoli. Dass Deutschland Italien über 90 Minuten an die Wand spielte und sich für die DFB-Elf Torchance um Torchance ergab, schien ihn wenig zu interessieren. Am Ende stehen ein Sieg und drei Punkte, das zählt. Italiener eben.

Die Parallelen zur A-Mannschaft waren unverkennbar. Klassisch, im Stile der großen Squadra Azzurra trug Italien kaum etwas zum Spiel bei und ließ sich oft tief fallen. Dass das Tor spät und aus der einzigen italienischen Chance des Spiels entstand, war das Sahnehäubchen. Während Deutschland vor nicht einmal zwei Wochen im Viertelfinale der EM endlich den Fluch ablegte und Italien im Elfmeterschießen knapp in die Knie zwang, folgte für den Nachwuchs nun ausgerechnet zum Auftakt der Heim-EM die bittere Pleite - in einem Stil, der italienischer nicht hätte sein können.

Parallelen unverkennbar

"Es ist unfassbar bitter, weil wir die Partie dominiert haben. Italien macht mit der einzigen Chance das Tor. Der einzige Vorwurf, den wir uns machen können, ist, dass wir keine Tore gemacht haben. Sonst haben wir es hervorragend gemacht", erklärte Kapitän Benedikt Gimber. Neben dem italienischen Spielstil wirkte vor allem auch die Leistung des deutschen Teams wie ein Abklatsch der Löw-Elf. Ballkontrolle, Erarbeitung von Chancen und Zweikampfhärte - in sämtlichen Aspekten war der DFB wie bei der EM in Frankreich haushoch überlegen. Alleine bei der Verwertung der Möglichkeiten haperte es.

"Das Problem ist bei uns und auch in den Nachwuchsleistungszentren ja bekannt. Wir müssen in Deutschland den Fokus noch mehr auf den Torabschluss legen. Auch wenn ich sagen muss, dass bei uns in jeder Trainingseinheit ab der 20. Minute Torabschlüsse dabei sind", so DFB-Coach Guido Streichsbier nach dem Spiel. Der 46-Jährige hatte direkt nach der Partie gleich eine ganze Palette an Gründen für das Ausbleiben von Toren parat. Da sei zum einen der italienische Keeper Alex Meret, der "exzellent" hielt und die Deutschen verzweifeln ließ.

"Schon länger im Auge"

Hauptsächlich wühlte Streichsbier jedoch in den eigenen Reihen nach Fehlern. Es sei vor allem eine Frage der Erfahrung gewesen. "Die Jungs benötigen ein Stück weit Routine im Abschluss. Manchmal ist es einfach eine technische Feinheit, die fehlt. Ein kleiner Zwischenschritt beispielsweise. Es kann sein, dass man das unter Druck vergisst", erklärte der Trainer: "Es hat uns hier und da vor dem Tor auch einfach die letzte Galligkeit gefehlt, den Ball über die Linie drücken zu wollen."

DFB-U19 im Kadercheck: Ohne Shootingstar, mit dem Bullen

Auch Sportdirektor Hansi Flick, der beim DFB in den letzten Jahren eine ganzheitliche Philosophie implementierte, sah Ähnlichkeiten zwischen dem EM-Auftritt der Deutschen in Frankreich und in Stuttgart. Er betonte, dass man mannschaftsübergreifend Lösungen finden muss, wie man gegen ein solch defensives Team spielt.

"Diese Dinge haben wir schon länger im Auge. Heute haben wir es ja sogar das eine oder andere Mal geschafft durchzukommen. Mit den Chancen musst du ein oder zwei Tore machen, dann spricht da keiner mehr drüber", erklärte Flick. Dass sich Gino Fechner mit seinem Handspiel im Strafraum in die illustre Runde um Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng gesellte und im dritten DFB-Spiel in Folge einen Handelfmeter verursachte, passte letztlich ins (Spiegel-)Bild.

Rekordkulisse erzeugt Nervosität

Neben der schwachen Chancenverwertung war dem DFB-Team vor allem in den ersten Minuten der Partie die Nervosität deutlich anzumerken. Einerseits herrschte der gehörige Druck der Heim-EM, andererseits lief der DFB in der Mercedes-Benz-Arena vor der Rekordkulisse von 54.689 Zuschauern auf. Keine einfache Situation für den Nachwuchs, schließlich durften in der U19 bislang nur vereinzelt Spieler Bundesliga-Luft schnuppern. Zahlreiche Ungenauigkeiten und unbedachte Sicherheitsbälle waren die Folge.

"Die Kulisse war überragend. Es war uns allen eine Ehre, hier zu spielen. Wir haben das ganze Jahr auf das Turnier gewartet. Klar, bei dem einen oder anderen war die Nervosität da, aber ich denke nach einigen Minuten hat sich das alles gelegt", sagte Leverkusens Benjamin Henrichs. Auch Streichsbier erklärte, dass man "in der ersten Halbzeit die Nervosität sicherlich gespürt hat".

Am Donnerstag gegen Portugal

Der Start in die Heim-EM ist dem DFB-Team misslungen. Nach dem ersten Spieltag steht die Streichsbier-Elf mit leeren Händen da und hat am Donnerstag mit Portugal (19.30 Uhr im LIVETICKER) den Nachwuchs des frischgebackenen Europameisters vor der Brust. Streichsbier wird seine Mannschaft nach dem Nackenschlag nun wieder aufrichten müssen. Dafür werde er der Mannschaft "die vielen positiven Dinge, die sie heute gezeigt hat" vor Augen führen und an den Feinheiten arbeiten.

Sollte es im zweiten Spiel wieder eine Niederlage setzen, können die Deutschen bereits die Koffer packen. Denn auch wenn am heutigen Tag vieles ein Spiegelbild der A-Nationalmannschaft war, ist eines dennoch unterschiedlich: Da nur vier von acht Teams weiterkommen, ist die Gruppenphase bei der U19 sicherlich keine Kaffeefahrt.

Deutschland - Italien: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung