wird geladen

Portugal steht im EM-Finale

Team mit Herz

Donnerstag, 07.07.2016 | 10:44 Uhr
Portugal hat zum ersten Mal bei dieser EM ein Spiel nach 90 Minuten gewonnen
Advertisement
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Portugal zieht nach einem 2:0-Erfolg gegen Wales zum ersten Mal seit 2004 wieder ins Endspiel einer Europameisterschaft ein. Die Qualität der Mannschaft steht und fällt mit der sportlichen Weltklasse von Cristiano Ronaldo - doch in einem Bereich ist CR7 nur einer von vielen.

Unmittelbar als der Abpfiff ertönte, Portugal nach 2004 wieder ins EM-Endspiel eingezogen war und Hauptakteur Cristiano Ronaldo vor der Fankurve feierte, stellten in den sozialen Netzwerken ein paar böse Zungen die Frage, weshalb Ronaldos PR-Agentur nicht in der Lage gewesen sei, auch nach Spielende einen Selfiejäger zu ihm zu schicken.

Zwei solche hatten den Superstar nämlich schon vor Beginn der Partie aufgesucht, der eine zückte sein Handy für ein gemeinsames Bild und der andere schlich sich mit aufs Mannschaftsfoto. Ronaldo quittierte dies jeweils mit der von beiden Fans angestrebten Zusammenarbeit und einem Lächeln.

Muss nicht immer Superlative geben

Auf dieser Welt werden wir es nicht mehr erleben, dass Ronaldo vor, während und nach einem Spiel nicht permanent im Rampenlicht steht. Das Gockelhafte an ihm, das viele stört, ist mit Verweis auf seine sportliche Weltklasse jedoch zu schlucken.

Es gibt Begegnungen wie diese am Mittwochabend in Lyon zwischen Ronaldos Portugiesen und dem Underdog aus Wales, wo CR7 zwar keine kontinuierlichen Glanzlichter setzt, nach 90 Minuten aber dennoch eine überlegene Leistung abgeliefert hat. Ein Kopfballtreffer der ganz großen technischen Klasse, eine nicht wirklich beabsichtigte Torvorlage, ein, zwei ordentliche Abschlüsse - es muss nicht immer Superlative geben.

Die Qualität der portugiesischen Mannschaft steht und fällt seit Jahren mit Ronaldos Fähigkeiten. Man sollte sie allerdings einzusetzen wissen. Das gelang in der Seleccao immer mal wieder, oft aber auch nicht. Das Portugal der EM 2016 bekommt dies auf einem halbwegs ausbalancierten Niveau hin, wenn auch die eigenen Leistungen sowie die der Gegner während dieser Endrunde keine besonders hohe Fußballkunst darstellten.

Eingespielt, geschlossen, effizient

Ronaldo ist im Team von Portugal das Herz. Dieses besitzt er auch als Spieler, die restliche Truppe jedoch genauso. Und diese Art der Mentalität kommt bei ihnen im Laufe des Turniers immer positiver zum Tragen. Trainer Fernando Santos, der am Spielfeldrand wie ein trauriger Clown wirkt und bald zwei Jahre im Amt ist, hat daran ebenfalls seinen Anteil, seine Elf hat sich in Frankreich Stück für Stück stabilisiert.

Auf dem Platz springen dann keine spielerischen Finessen heraus, mit einer Über-Mannschaft haben wir es keinesfalls zu tun. Allerdings mit einer gut eingespielten, die geschlossener geworden ist und taktisch variabel wie vor allem effizient agiert.

CR7 tritt als Portugal auf

Die Ausfälle der Defensiven William Carvalho und Pepe fing man gegen Wales unabhängig vom Endergebnis ohne spürbare Verluste auf. Während man zu Beginn des Turniers noch einen klassischen Mittelfeldstrategen wie einst Deco vermisste, hat das nicht gerade erfahrene Mittelfeld nun eine ausreichende Form erreicht. Santos' Kaderzusammenstellung erscheint schlicht ausgeglichen.

Die Hingabe, mit der Portugal im Rahmen seiner Verhältnisse spielt, durchdringt das Team aber mehr als die individuelle Qualität seiner Einzelteile. Ronaldo ist nicht wegen eines disziplinierten Defensivverhaltens berühmt, doch gibt jemand wie er natürlich die Richtung vor, wenn er recht häufig Läufe gegen den Ball anzieht. CR7 tritt bei der EM nicht als Einzelmarke auf, er tritt als Portugal auf.

Wir-Gefühl zwischen Land und Mannschaft

Fast jeder befragte Spieler hat betont, wie glücklich ihn der Einzug ins Endspiel besonders für die Menschen in Portugal mache. "Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich fühle. Es ist noch nicht zu Ende, jetzt ist ein Moment zum Feiern, es ist ein historischer Abend für unser Land", sagte etwa Torschütze Nani. Jenes Wir-Gefühl trägt die Mannschaft, sie vermittelt es aber auch den Fans auf den Rängen.

Das all dies zu einer Qualifikation für das Finale führt, ist damit natürlich nicht per se gesagt. Vor allem die Portugiesen haben den neuen Turniermodus extrem ausgereizt, fünf Remis für ein Halbfinale sollten grundsätzlich als sehr grenzwertig betrachtet werden.

Kritisiert werden muss die portugiesische Nationalmannschaft dafür aber nicht. Sie hat in den K.o.-Spielen Kroatien, Polen und Wales niedergerungen - mit Ronaldos Hilfe. Weil das einer der Gründe für ihre Qualität ist.

Portugal - Wales: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung