Schon vor dem Debüt gegen Portugal

Island feiert den "Titel"

SID
Montag, 13.06.2016 | 16:25 Uhr
Sigurdsson ist auf den Ball und das Spiel gegen Portugal fokussiert
© getty
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Ganz Island freut sich auf die EM-Premiere am Dienstag. Ein "Titel" ist der kleinsten Endrunden-Nation der Geschichte (330.000 Einwohner) bereits sicher. Cristiano Ronaldo erreichen vor dem Duell Drohungen.

Einen "EM-Titel" kann Island schon jetzt niemand mehr nehmen. Schließlich wurde Arna Yr Jonsdottir kurz vor dem isländischen EURO-Debüt zur "Miss EM" gekürt - dafür gab es in einem deutschen Freizeitpark 3000 Euro Siegprämie und eine Armbanduhr. Am Dienstag (21.00 Uhr im LIVETICKER) wird auch die 21 Jahre alte Hebamme in St. Etienne im Stadion sitzen, wenn ihre Nationalmannschaft gegen Portugal kämpft.

"Es ist eine große Ehre für ein kleines Land wie Island, bei der EM dabei zu sein", sagt die junge Dame: "Es ist eine Freude für mich, mein Land repräsentieren zu dürfen." Wie Jonsdottir hoch zehn geht es den Spielern von der Vulkan-Insel mitten im Atlantik.

Jetzt die EM 2016 tippen und gegen SPOX-Redakteure antreten!

Spätestens seit jenem 6. September 2015, an dem die historische Qualifikation gelang, befinden sich alle rund um die Geysire im EM-Fieber. Die kleinen Isländer freuten sich damals diebisch, die großen Niederländer in der Quali genervt zu haben. Nun wollen sie auch in Frankreich zu Quälgeistern werden.

"Bin kein Nationalheld"

"Wir wollen die Vorrunde überstehen", sagt der Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson: "Wir können frei aufspielen, wir haben ja so schon viel erreicht."

In der Tat. Viel mehr, als jeder Isländer für möglich gehalten hätte. Nur 20.000 Fußballer sind beim nationalen Verband KSI registriert - in Deutschland sind es mehr als 6,8 Millionen. Mit nur etwas über 330.000 Einwohnern ist Island die mit Abstand kleinste Nation, die sich jemals für eine WM oder EM qualifiziert hat.

Und doch bleibt Trainer Lars Lagerbäck, der Vater des Erfolgs, bescheiden. "Ich würde nicht sagen, dass ich ein Nationalheld bin", sagt der Schwede, der nach der Endrunde Platz für seinen Assistenten Heimir Hallgrímsson (im Hauptberuf Zahnarzt) machen wird: "Leute wie Nelson Mandela und Martin Luther King sind Helden."

Reformen als Schlüssel

Lagerbäck, seit Oktober 2011 im Amt, verordnete Island ein stabiles 4-4-2. Platz zwei in der Quali-Gruppe hinter Tschechien, aber vor der Türkei und Holland, hat den Isländern Selbstvertrauen gegeben. "Wir sind nicht nervös, wenn wir bei der EM auf die großen Nationen treffen", sagt Lagerbäck.

Der Erfolg der Isländer, die auf dem Weg zur WM vor zwei Jahren erst in den Play-Offs an Kroatien gescheitert waren, basiert auf der Umsetzung gewissenhafter Planung. Der Verband stellte sich nach der Jahrtausend-Wende neu auf, er reformierte die Jugend-Ausbildung und professionalisierte den Trainingsbetrieb.

"Werde deinen Kopf zerquetschen"

Nun sprechen alle von einer "Goldenen Generation", die es zur EM geschafft hat. Dazu gehört neben dem Augsburger Angreifer Alfred Finnbogason auch Eidur Gudjohnsen. Der Torjäger ("Ich habe früher auf Kies gespielt, jetzt gibt es Rasenplätze in Hallen"), der einst beim FC Chelsea und dem FC Barcelona unter Vertrag stand, ist mit 37 immer noch ein wichtiger Faktor.

Sollte Portugals Superstar Cristiano Ronaldo den Isländern dennoch weh tun, ist da ja noch Hafthor Björnsson. "Wenn du es wagst, ein Tor gegen meine Kollegen zu erzielen, werde ich deinen Kopf zerquetschen", drohte der beeindruckend massige "Game of Thrones"-Schauspieler in einer Videobotschaft.

Island im Teamportrait

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