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Gruppe C - 1. Spieltag: Polen - Nordirland

Historisch! Polen bezwingt Nordirland

Von Stefan Zieglmayer
Sonntag, 12.06.2016 | 19:48 Uhr
Durch die Beine von Craig Cathcart findet der Schuss von Arkadiusz Milik den Weg ins Tor
© getty
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Im ersten Spiel der Gruppe C gewann Polen zum ersten Mal eine Partie bei einer EM-Endrunde. Gegen Nordirland siegte das Team von Adam Nawalka mit 1:0 (0:0). Den entscheidenden Treffer erzielte Arkadiusz Milik (51.).

Vor 35.624 Zuschauern im Allianz-Riviera-Stadion in Nizza ging die polnische Nationalmannschaft in die Geschichte ein. Der Sieg gegen Nordirland ist der erste bei einer EM - und war hart erkämpft. Die Polen hatten zwar über die komplette Distanz die Kontrolle über das Spiel, konnten aber kaum Kapital daraus schlagen.

In der 51. Spielminute erzielte Milik das Siegtor für seine Mannschaft. Nach schöner Vorarbeit von Blaszczykowski traf der Stürmer von Ajax Amsterdam ins rechte Eck. Nordirland fand in der Offensive schlichtweg nicht statt. Polen trifft im nächsten Gruppenspiel auf die DFB-Elf.

Die Reaktionen:

Adam Nawalka (Trainer Polen): "Mit den drei Punkten sind wir natürlich sehr zufrieden. Ich denke, dass der Sieg verdient war. Aber der Schlusspfiff war bereits das Startsignal für das Spiel gegen Deutschland. Wir denken jetzt schon daran. Ob wir bei der EM ein Geheimfavorit sind, weiß ich nicht. Wir konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel."

Michael O'Neill (Teammanager Nordirland): "Ich muss ehrlich sein: Die bessere Mannschaft hat heute gewonnen. Es war eine sehr schwierige Begegnung für uns. Aber Respekt vor meiner Mannschaft, dass sie im Spiel geblieben ist. Für viele war dies das größte Spiel ihrer Karriere. Nach dem Gegentor haben wir alles versucht, um zurückzukommen. Wir haben in der Qualifikation gezeigt, dass wir Spiele gewinnen können. Daran müssen wir uns in den kommenden beiden Spielen erinnern."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Polen stellt im Vergleich zur Generalprobe gegen Litauen (0:0) auf vier Positionen um. Szczesny ersetzt Fabianski im Tor, Jedrzejczyk besetzt statt Wawrzyniak die linke Verteidigung. Der Dortmunder Piszczek rückt für Grosicki ins Team. Kaputska rückt dafür auf den linken Flügel vor. Kapitän Lewandowski startet in der Spitze. Für ihn muss Starzynski Platz machen.

Nordirland ist weitaus defensiver zu erwarten als beim 0:0 im letzten Testspiel gegen Slowenien. Für Jamie Ward rückt Conor McLaughlin in die Startelf. Trainer Michael O'Neill zieht also die zweite Spitze ab. Stattdessen spielt Nordirland mit einer Viererkette und zusätzlich zwei defensiven Außenspielern.

31.: Erste dicke Möglichkeit für Polen. Lewandowski lässt sich weit zurückfallen und steckt auf Piszczek durch. Der setzt sich auf dem rechten Flügel bis zur Grundlinie durch und legt auf Milik zurück. Die hängende Spitze zögert erst mit dem Abschluss und haut das Leder dann aus acht Metern über das Gehäuse der Nordiren.

39.: Die Flanke von rechts kann Nordirland nur bedingt klären. Über Umwege landet der Ball in zentraler Position bei Kapustka, der das Leder volley nimmt. McGovern lenkt den Schuss über den Querbalken. Zuvor kann man über einen Handelfmeter diskutieren. Der Pfiff bleibt aus - absolut vertretbar. Das hatte nichts mit Absicht zu tun.

51., 1:0, Milik: Blaszczykowski legt flach in die Mitte auf Milik. Der Ajax-Star legt sich die Kugel auf Höhe der Strafraumgrenze zurecht und schießt durch die Beine von Cathcart ins rechte untere Eck. McGovern ist mit den Fingerspitzen noch dran, kann dem Ball aber keine entscheidende Richtungsänderung mitgeben.

71.: Der erste Hauch einer Möglichkeit für Nordirland: Der eingewechselte Washington ist auf dem rechten Flügel auf und davon. Szczesny ist rechtzeitig draußen.

Fazit: Polen siegt mehr als verdient gegen Nordirland: Deutlich mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse, mehr gewonnene Zweikämpfe. Die Führung war dennoch eine schwere Geburt gegen gut gestaffelte Nordiren.

Der Star des Spiels: Grzegorz Krychowiak gestaltete das Offensivspiel der Polen aus dem Zentrum und sorgte mit seinen Seitenwechseln stets für Bewegung. Mit seiner Passsicherheit bewahrte er sein Team in der Schlussphase vor aufkeimender Nervosität. Auch seine Zweikampfquote kann sich sehen lassen (83,3 Prozent).

Der Flop des Spiels: Patrick McNairs Einsatz beschränkte sich auf die erste Halbzeit - verständlich. Denn der gelernte Innenverteidiger war die Schwachstelle im Mittelfeldzentrum der Nordiren. Der 21-Jährige gewann nur einen von neun Zweikämpfen. Auch seine Passquote kommt nicht an die 50-Prozent-Marke heran.

Der Schiedsrichter: Ovidiu Hategan (Rumänien) traf bei kniffligen Entscheidungen wie beim vermeintlichen Handelfmeter immer die richtigen Entscheidungen. Entschied sich für eine großzügige Linie und fuhr damit gut.

Das fiel auf:

  • Wie gewohnt war die Hintermannschaft der Nordiren bestens organisiert. Lediglich Lafferty war von Defensivarbeiten entbunden. Von Beginn an stockte das Offensivspiel der Polen - vor allem im Zentrum. Selten nahm die Nawalka-Elf so im Angriff Tempo auf.

  • Krychowiak verlagerte das Spiel zunehmend auf die Außen. Nordirland behielt jedoch die Lufthoheit im eigenen Sechzehner. Polen lauerte daher auf den zweiten Ball oder entschied sich für flache Hereingaben. So wurde es meist auch gefährlich - wie bei den beiden Großchancen in der ersten Halbzeit oder beim 1:0.

  • Lewandowski verließ über die gesamte Spielzeit häufig seine angestammte Position und weichte auf die Flügel aus oder ließ sich deutlich ins Mittelfeld zurückfallen. Dadurch entstanden Räume für Milik oder Blaszczykowski. Der Stürmerstar des FC Bayern suchte so den einen oder anderen Doppelpass.

  • Die Außenseiter von der Insel überließen den Polen zwar das Zepter, versuchten aber mit langen Bällen aus dem Halbfeld Lafferty in Szene zu setzen. Die polnische Defensivabteilung hatte die sehr vagen Offensivbemühungen der Nordiren aber voll und ganz im Griff. In Durchgang eins war kein Spieler im grünen Trikot im gegnerischen Strafraum am Ball.

  • Mit den Hereinnahmen von Washington und Ward schraubte Nordirland seine Offensivaktionen tatsächlich noch in die Höhe. Offensichtlich bereitete das den Polen Schwierigkeiten. Die Hintermannschaft um Abwehrchef Glik verlor den einen oder anderen Nordiren aus den Augen. Die fehlende spielerische Klasse des Außenseiters verhinderte Schlimmeres.

Polen - Nordirland: Die Statistik zum Spiel

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