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Gruppe C - 2. Spieltag: Deutschland - Polen, Einzelkritik

Offensive? Was ist das?

Donnerstag, 16.06.2016 | 23:12 Uhr
Thomas Müller wartet noch immer auf sein erstes Tor bei Europameisterschaften
© getty
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Deutschland trennt sich von Polen 0:0 und ist in der Offensive an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Dafür nahmen sich alle Jerome Boatengs Rüffel zur Herzen und arbeiteten gut nach hinten. Auch Rückkehrer Mats Hummels überzeugte. Das DFB-Team in der Einzelkritik.

Manuel Neuer: War nach seiner Leistung gegen die Ukraine in aller Munde, dabei musste er nur drei Paraden zeigen. Aber bei Neuer kommt das ja nicht allzu oft vor. Gegen die Polen dann wieder eher als elfter Feldspieler denn als Torwart gefragt. Musste im ganzen Spiel keinen Ball halten. Note 3,5

Benedikt Höwedes: Nichts Neues auf rechts. Höwedes spielt mit großer Leidenschaft und versucht, seine Seite so gut wie möglich dicht zu machen. Aber nach vorne kann er die Räume nicht nutzen und verhühnerte kurz vor Schluss eine gute Chance durch eine schlechte Ballannahme. Seine Flanken segelten zu oft ins Nichts. Note 4

Jerome Boateng: Mahnte vor der Partie in einem Interview seine Vorderleute zu mehr und disziplinierterer Mitarbeit nach hinten. Das nahmen sich die Gerüffelten auch zu Herzen - offenbar zu Lasten der Offensive. War dieses Mal nicht als Retter in der Not und Turm in der Schlacht gefordert. Stand bei Miliks Chance kurz nach der Pause nicht gut, machte das aber mit einer starken Grätsche gegen Lewandowski wieder wett. Insgesamt starker Organisator mit guter Antizipation und Spieleröffnung. Note 2

Mats Hummels: Ließ seinen Einsatz nach Verletzung am Nachmittag via Twitter anklingen, auch wenn er später wieder zurückruderte. Kannte die Aufstellung aber wohl doch schon. Produzierte in seiner ersten Szene einen Ballverlust gegen Lewandowski und ließ ein paar Minuten später eine 80er-Jahre Förster-Gedächtnis-Grätsche folgen. War dann aber da und machte mit Boateng das Zentrum dicht. Lief viele Bälle ab und gewann die entscheidenden Zweikämpfe. Note 2,5

Jonas Hector: Die rechte Seite der Polen galt als potenzielle Gefahr. Da die sich aber offensiv kaum zeigten, wurde Hector defensiv so gut wie nicht gefordert. Dafür mit einigen brauchbaren Vorstößen, allerdings fand auch er im polnischen Dickicht mit seinen Flanken keinen Mitspieler. Note 3

Toni Kroos: Hatte natürlich die meisten Ballaktionen (130) und spielte die meisten Pässe (108). Bestimmte so den Rhythmus des deutschen Spiels und hatte die Partie jederzeit im Griff, war aber nicht so prägend wie noch gegen die Ukraine. Dafür gaben die Polen auch zu wenige Räume preis. Note 3

Sami Khedira: Führte gegen die Ukraine laut Opta nur einen Zweikampf, wandelte gegen die Polen nach drei Minuten schon nah an einem Platzverweis, nachdem er früh den Ellbogen und ein taktisches Foul auspackte. Hielt sich danach deutlich zurück und spielte klarer in der Position als noch in der ersten Halbzeit im Auftaktspiel. Sicherte so im Mittelfeld besser ab und kam trotzdem noch drei Mal zum Abschluss. Note 3

Thomas Müller: Suchte, stocherte, wurschtelte, aber kommt mit Europameisterschaften offenbar nicht so gut klar wie mit Weltmeisterschaften. Hat bei WMs schon zehn Tore erzielt, bei EMs noch keins. Wurde auf rechts erneut nicht glücklich und spielte viele Fehlpässe. Durfte in der zweiten Halbzeit ins Sturmzentrum. Suchte, stocherte, wurschtelte dann in der Mitte - weiter ohne Erfolg. Beste Aktion: Klärender Kopfball im eigenen Strafraum vor Lewandowski. Note 4,5

Mesut Özil: In Abwesenheit von Schweinsteiger und Podolski der erfahrenste DFB-Spieler auf dem Platz, feierte sein 75. Länderspiel. War der Verteilerkasten im Zentrum und tat das, was er immer tut. Spielte ein paar feine Pässe nach links und rechts und ein paar schlampige in die Spitze. Hatte die beste Chance für Deutschland, aber der Abschluss war auch in den 74 Spielen zuvor nicht seine Stärke. Note 4,5

Julian Draxler: Löw vertraute ihm auch im zweiten Spiel die vakante Position in der Offensive an. Noch agiert Draxler sehr brav. Er leistet sich keine Fehler, geht aber auch kein Risiko und kreiert wenig. Sucht wie seine Offensivkollegen kaum das Eins-gegen-eins und konnte sich in den wenigen Situationen dann auch nicht durchsetzen. Muss zulegen, um auch auf Dauer den Platz zu behalten. Note 4,5

Mario Götze: Beim letzten Aufeinandertreffen in Frankfurt erzielte Götze beim 3:1 zwei Tore. Löw wird sich auch daran erinnert haben, als er die Startelf bestimmte. Götze hielt die Bälle mit dem Rücken zum Tor auch besser als im ersten Spiel, aber kam kaum zum Abschluss und blieb schwach im Eins-gegen-eins. Beim Kopfball in der 4. Minute fiel seine Schwäche auf: er ist kein Stürmer. Schon gar keiner wie Hrubesch oder Bierhoff, die wohl sauber eingeköpft hätten. Nach der Pause dann aus dem Sturmzentrum befreit und mal auf rechts, mal auf links. Hatte auch gleich eine gute Chance, die er aber schwach abschloss. Nach 65 Minuten war dann Schluss. Note 4,5

Andre Schürrle: Für ihn hat Löw vor zwei Jahren den Begriff "Spezialkraft" eingeführt. Ist der klare 12. Mann und erster Wechselspieler, kam dieses Mal für Götze. Bereitete dann gleich die beste Chance durch Özil vor, dabei blieb es dann aber auch. Note 4

Mario Gomez: Durfte in der 71. Minute zum ersten Mal auf den Rasen, wurde von seinen Kollegen dann aber nicht wirklich eingebunden. Kam nur noch auf fünf Ballaktionen. Konnte sich so nicht mehr ins Spiel bringen. Keine Bewertung

Deutschland - Polen: Die Statistik zum Spiel

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