Schwyzerdütsch in beiden Lagern

SID
Freitag, 10.06.2016 | 22:39 Uhr
Granit Xhaka spielt gegen seinen Bruder Taulant
© getty
Advertisement
League Cup
Di23.01.
Die Entscheidung: Bristol-ManCity & Chelsea-Arsenal
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Premier League
Man United -
Huddersfield
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon

Wer das ganze Dilemma dieses Fußballspiels verstehen will, der muss nachfragen bei Ragip Xhaka. Froh sei er, sagt der stolze Vater von Granit und Taulant, dass er zwei Hände habe: So könne er am Samstag beiden Söhnen je einen Daumen drücken.

In Lens trifft dann die Schweiz auf Albanien - und dieses Bruderduell der Xhakas sorgt für noch mehr Drama in einem ohnehin brisanten Spiel.

Denn um 15.00 Uhr (im LIVETICKER) werden zahlreiche Spieler den Rasen des Stade Bollaert-Delelis betreten, in deren Brust zwei Herzen schlagen. Sechs Akteure im Schweizer Aufgebot haben albanische Wurzeln, und auf Albaniens Trainingsplatz wird Schwyzerdütsch gesprochen: Neun Spieler des EM-Debütanten sind in der Schweiz aufgewachsen.

Einfach "ein Scheißgefühl" sei das, sagt der Schweizer Granit Xhaka, scheidender Kapitän von Borussia Mönchengladbach, geboren in Basel, die Eltern aus dem Kosovo. Etwas ausführlicher erklärt Albaniens Amir Abrashi seine innere Zerrissenheit.

Schweiz A gegen Schweiz B

"Ich bin stolz, Albaner zu sein, aber auch darauf, in der Schweiz geboren zu sein", sagte der Mittelfeldspieler vom SC Freiburg der Neuen Zürcher Zeitung: "Es ist schwierig zu erklären: Ich habe zwei Zuhause. Das Blut ist albanisch, die Heimat die Schweiz."

Die Alpenrepublik ist das Zuhause von 250.000 bis 300.000 Albanern, etwa jeder Fünfte besitzt den Schweizer Pass. Nicht wenige junge Fußballer stehen damit Jahr für Jahr vor der schwierigen Entscheidung, welche Nation sie auf dem Fußballplatz vertreten wollen. Entsprechend eng sind auch die heutigen Verbindungen zwischen den beiden Mannschaften. "Das wird sehr emotional für beide Teams", sagt der Schweizer Xherdan Shaqiri: "Wir spielen gegen unsere Freunde."

Für den Schweizer Boulevard trifft daher am Samstag Schweiz A auf Schweiz B, aus der Sicht des Gegners heißt es wohl eher: Albanien A gegen Albanien B - zutreffend scheint aber in jedem Fall die Einteilung in zwei Leistungsklassen.

Denn mit Blick auf die sportliche Perspektive entscheiden sich die vielversprechendsten Talente im Zweifel für die Schweiz, das ist ein Problem für den Fußballzwerg Albanien. Auch hier wird das Bruderpaar Xhaka zum anschaulichen Beispiel.

Anfeindungen keine Seltenheit

Granits Weg in die Spitze des europäischen Fußballs war früh vorgezeichnet, er war ein Toptalent, im Sommer wechselt er für 45 Millionen zum FC Arsenal - natürlich waren die Eidgenossen früh an ihm interessiert. Der ältere Bruder Taulant schaffte erst relativ spät den Durchbruch beim FC Basel. Die Schweiz klopfte nie an, und so gab er vor zwei Jahren dem Werben der Albaner nach.

Sein Bruder hat sich indes nicht nur Freunde gemacht. Auch der Ex-Münchner Shaqiri und Leverkusens Admir Mehmedi sind Schweizer Nationalspieler mit albanischen Wurzeln, und sie alle brauchen ein dickes Fell.

Schon in der Qualifikation zur WM 2014 trafen die beiden Teams aufeinander. Granit Xhaka und Co. wurden als Verräter beschimpft. Egal wie man sich entscheide, sagt er dazu bloß, "wir können immer etwas falsch machen. Ich bin stolz, Schweizer zu sein, ich bin stolz, für die Schweiz zu spielen. So, wie es ist, ist es gut."

Die EM in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung