Ex-Sicherheitsboss Spahn sieht UEFA in der Pflicht

Spahn erhebt schwere Vorwürfe

SID
Sonntag, 12.06.2016 | 16:08 Uhr
Helmut Spahn ist der ehemalige Sicherheitschef des DFB
© getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Vardar Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien

Der frühere DFB-Sicherheits-Chef Helmut Spahn hat nach den schweren EM-Ausschreitungen von Marseille schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen der französischen Polizei erhoben.

"Der Austausch der Franzosen mit szenekundigen Beamten anderer Länder ist mangelhaft. Das Konzept stimmt nicht, es wird zu spät reagiert", sagte Spahn der Bild-Zeitung: "Die Bilder zeigen, dass die französische Polizei der Lage stets hinterherrennt. Das war ja auch im Stadion so, als erst mal gar nichts passierte, bis die Spezialeinheit kam. Als Polizei muss man aber schon aktiv werden, bevor sich die Ausschreitungen überhaupt richtig entwickeln."

Jetzt die EM 2016 tippen und gegen SPOX-Redakteure antreten!

Spahn hat kein Verständnis für das Vorgehen der französischen Sicherheitskräfte im Zuge der Krawalle, bei denen am Samstag rund um die Partie zwischen England und Russland (1:1) 35 Personen verletzt wurden (eine davon lebensgefährlich). "Nach dem Spiel bekam ich besorgte Nachrichten zahlreicher Fans. Sie haben sich in Marseille gefühlt wie in einem Kriegsgebiet. Denn die Polizei unterscheidet nicht zwischen Fans und Hooligans, sondern geht beispielsweise mit Tränengas gegen alle vor", äußerte der Hesse.

Spahn sieht schwarz

Mit Blick auf den weiteren Verlauf der Endrunde sieht Spahn schwarz. "Ich glaube, dass sich die Probleme bei dieser EM kurzfristig nicht mehr lösen lassen. Ehrlich gesagt ist es auch ein wenig erschreckend, dass die Franzosen die Standards der letzten 15 Jahre im Umgang mit Problem-Fans nicht wahrgenommen oder ignoriert haben", sagte der 55-Jährige: "Jetzt bricht natürlich Hektik aus und es werden noch viel mehr Polizisten zu den Spielen geschickt. Aber auch das kann provozieren und zu noch wüsteren Schlägereien führen."

Für die ebenfalls als Risikospiel eingestufte Partie zwischen Deutschland und Polen am Donnerstag in Paris (21.00 Uhr im LIVETICKER) kann Spahn nur hoffen: "Ich kann den deutschen Fans nur wünschen, dass die Sicherheitskräfte aus den bisherigen Vorfällen die richtigen Schlüsse ziehen und endlich eng mit den szenekundigen Beamten aus Deutschland und Polen zusammenarbeiten."

Auch die UEFA sieht Spahn in der Pflicht. "Weshalb ist es zu dieser Situation gekommen? Da ist jetzt auch die UEFA gefordert, dies dementsprechend zu überprüfen und auch die Konsequenzen zu ziehen. Und hoffentlich für die nächsten Spiele mit dem Organisationskomitee der Franzosen Maßnahmen einzuleiten, um das so gut es geht zu verhindern", sagte Spahn bei Sky Sport News HD.

Die EM in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung