Polizei setzt wieder Tränengas ein

SID
Mittwoch, 15.06.2016 | 19:21 Uhr
Die Polizei musste in Lille erneut Tränengas einsetzen um die Ausschreitungen zu beenden
© getty
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Nach Russlands 1:2-Pleite der bei EM gegen die Slowakei ist es in Lille erneut zu Ausschreitungen gekommen. In der Innenstadt ging die französische Polizei gegen 200 englische Fans mit Tränengas vor, die sich zuvor Auseinandersetzungen mit russischen Fans geliefert hatten. Auch am späten Abend kam es in Lille wieder zu Auseinandersetzungen, wieder musste die Polizei Tränengas einsetzen.

Dabei wurde mindestens eine Person verletzt. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

Auslöser der Jagdszenen in der Nähe des Bahnhofs war ein lauter Knall, den vermutlich ein Feuerwerkskörper verursacht hatte. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen zwischen Engländern und Russen. Englische Fans hatten lautstark Schmähgesänge auf die russische Mannschaft angestimmt, die zuvor das Gruppenspiel gegen die Slowakei mit 1:2 verloren hatte.

Zunächst noch ausgelassen, wurde die Stimmung nach Angaben des Guardian mit zunehmender Anzahl an russischen Fans in der Innenstadt immer kritischer. Der laute Knall soll schließlich der Startschuss für physische Attacken einer kleinen Gruppe russischer Hooligans gewesen sein.

Englische Fans flüchten

Daraufhin waren die englischen Fans, die sich vor einem Lokal versammelt hatten, durch die umliegenden Straßen gerannt. Spezialeinheiten der Polizei versperrten ihnen den Weg. Die Auseinandersetzungen dauerten nur wenige Minuten. Dabei wurde auch ein Polizeiwagen demoliert.

Im Vorfeld des Risikospiels zwischen Russland und der Slowakei waren bereits zehn Personen in Lille festgenommen worden. Vier von ihnen blieben auch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag noch in Polizeigewahrsam - eine Russin und ein Ukrainer wegen unerlaubten Waffenbesitzes, zwei weitere Russen wegen Gewalttätigkeiten. Ihnen droht die Ausweisung.

Befürchtungen bewahrheiten sich

Da schon am Donnerstag (15 Uhr) das Spiel zwischen England und Wales im nur 40 Kilometer entfernten Lens steigt, sind zahlreiche Fans aus Großbritannien in der nordfranzösischen Stadt. Nach den Krawallen von Marseille waren erneute Zusammenstöße zwischen russischen und englischen Hooligans befürchtet worden.

Am Dienstagnachmittag hatte es einen ersten Zwischenfall in Lilles Innenstadt gegeben. Laut AFP saßen britische Fans vor und in einem Cafe, sangen lautstark und tranken, als Vermummte begannen, mit Flaschen und Stühlen zu werfen. Einige trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Orel Butchers", einer Ultravereinigung von Lokomotive Moskau.

In Lille ist der Verkauf von alkoholischen Getränken seit Dienstagnachmittag deutlich eingeschränkt. Rund 4000 Sicherheitskräfte sind nach Behördenangaben in der Stadt im Einsatz.

Sechs Russen festgenommen

Am Mittwochabend gaben die Behörden in Marseille bekannt, dass sechs Russen im Zusammenhang mit den Krawallen am vergangenen Samstag beim EM-Spiel zwischen England und Russland (1:1) festgenommen worden sind.

Am Dienstag waren bei einer Kontrolle in Südfrankreich zunächst 43 russische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden. Elf wurden am Mittwochvormittag wieder auf freien Fuß gesetzt.

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