Sonntag, 12.10.2014

EM-Qualifikation, 3. Spieltag

Spanien siegt ohne Mühe

England setzt am 3.Spieltag der EM-Qualifikation seine Siegesserie dank Wayne Rooney fort. Die Ukraine und Österreich fahren knappe Siege ein. Russland wird seiner Favoritenrolle gegen Moldawien nicht gerecht. Spanien siegt ohne Mühe.

David Silva (r.) eröffnete den 4:0-Torreigen für die Spanier
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David Silva (r.) eröffnete den 4:0-Torreigen für die Spanier

Gruppe C

Luxemburg - Spanien 0:4 (0:2)

Tore: 0:1 Silva (26.), 0:2 Alcacer (42.), 0:3 Costa (69.), 0:4 Bernat (88.)

Der amtierende Europameister wollte sich für die Niederlage und gegen die Slowaken rehabilitieren und hat dies mit einem überlegenen 4:0-Sieg über Luxemburg getan. Im Vergleich zum letzten Quali-Spiel mischte Trainer Vicente del Bosque seine Startelf auf einige Positionen durch. Iker Casillas musste auf der Bank Platz nehmen. Für ihn stand United-Keeper De Gea in der Startelf.

Es war von Beginn an das erwartete Geduldsspiel für die Spanier. Luxemberg verteidigte beherzt, konnte sich aber nie wirklich aus der eigene Hälfte befreien. David Silva erlöste die Iberer mit einem schönen Linksschuß in den Winkel (26.). Zuvor hatte er den Ball sehenswert mit dem rechten Fuß aus der Luft geholt. Nach einer halben Stunde hätte Diego Costa auf 2:0 erhöhen müssen, vergab aber völlig frei vor Torhüter Joubert. Auch Paco Alcacer scheiterte nach einer Kopfballverlängerung von Diego Costa knapp. Doch wenig später machte er es besser und brachte sein Team kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit 2:0 in Front.

In der zweiten Halbzeit flachte das Spiel zunehmend ab. Nach einem Freistoß für die Iberer kam es im Luxemburger Strafraum zur Unordnung und Costa konnte doch noch sein Tor erzielen (69.). Bayerns Juan Bernat setzte mit dem 4:0 den Schlusspunkt beim nie gefährdeten Erfolg. In der Gruppe D belegen die Spanier nun Platz zwei hinter der Slowakei.

Ukraine - Mazedonien 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Sydorchuk (47.)

Weißrussland - Slowakei 1:3 (0:0)

Tore: 0:1 Hamsik, 1:1 Kalachev, 1:2 Hamsik (83.), 1:3 Sestak (91.)

Gruppe E

Estland - England 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Rooney (73.)

Gelb-Rot: Klavan (48.)

73 Minuten hoffte Estland auf den Coup eines Punktgewinns gegen das Mutterland des Fußballs - doch dann rettete Kapitän Wayne Rooney seine Elf vor einem Patzer im Baltikum. Der United-Stürmer legte sich nach einem Foul an Raheem Sterling an der Strafraumgrenze den Ball zum Freistoß zurecht und verwandelte sehenswert ins linke Eck.

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Zuvor hatten die Three Lions in Tallin einen schweren Stand. Zwar war England spielbestimmend und suchte den Weg nach vorn - nach einer Viertelstunde scheiterte Rooney nach feinem Wilshere-Zuspiel per Volley frei vor dem Tor mit der bis dato besten Chance - doch die estnische Defensive um den Augsburger Ragnar Klavan stand überwiegend sicher.

Die Esten verdienten sich mit geschlossener Mannschaftsleistung das torlose Remis zur Pause, mussten nach Wiederbeginn aber einen Tiefschlag hinnehmen. Klavan, in der ersten Hälfte bereits verwarnt, foulte Fabian Delph und sah die Gelb-Rote Karte. Trotzdem fehlte es England weiter an Durchschlagskraft, Hodgson reagierte und wechselte offensiv. Wenig später erlöste Rooney seine Farben.

Litauen - Slowenien 0:2 (0:2)

Tore: 0:1 Novakovic (33.), 0:2 Novakovic (37.)

Gruppe G

Österreich - Montenegro 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Okotie (24.)

Es war ein starker Auftritt der Österreicher, der mit einem verdienten Sieg belohnt wurde. Dennoch musste die Elf von Marcel Koller lange zittern, was hauptsächlich der schwachen Chancenverwertung zuzuschreiben ist.

So vergaben zunächst Martin Harnik (4.) und etwas später Rubin Okotie (15.) die ersten großen Möglichkeiten zur Führung. Letzterer konnte sich allerdings wenig später nach schöner Vorarbeit von Marko Arnautovic im gegnerischen Fünfmeterraum durchsetzen und zum verdienten 1:0 einnetzen (24.). In der Folge vergaben die Ösis reihenweise weitere Torchancen, unter anderem traf Harnik in der 50. Minute nur die Latte.

Erst in den letzten zehn Minuten, nachdem die Gastgeber zuvor erneut etliche Torchancen liegen ließen, kam Montenegro besser ins Spiel. Abgesehen von einer Aktion, in der Robert Almer einen Savic-Volley hervorragend entschärfte, fiel den Montenegrinern allerdings nicht viel ein und so blieb es letztlich beim hochverdienten 1:0-Sieg für Österreich.

Russland - Moldawien 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Dzyuba (73./FE), 1:1 Epureanu (74.)

Die Sbornaja kommt zuhause gegen Underdog Moldawien nicht über ein Remis hinaus und enttäuschte vor dem Moskauer Publikum über weite Strecken. Wähnte sich Russland nach 73 Minuten dank eines verwandelten Elfmeters von Artem Dzyuba bereits auf Kurs, folgte eine Minute später der Schock: Im Anschluss an eine Ecke köpfte Alexandru Epureanu zum überraschenden Ausgleich ein, der den Gästen einen Zähler sichert.

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Russland hatte zuvor gegen kompakte Gastgeber lange nach seiner Linie gesucht und war nur selten in die gefährliche Zone gekommen. Nach einer Viertelstunde löste die Capello-Elf ein wenig die Bremse und übernahm die Spielkontrolle. Klare Chancen jedoch blieben weiter Mangelware, lediglich ein Fernschuss von Denis Glushakov sorgte für etwas Gefahr. Auf der Gegenseite schockte Ion Jardan den Favoriten um ein Haar (41.).

Auch nach dem Seitenwechsel kaum Besserung. Das Spieltempo blieb überschaubar, gefährlich wurde es selten. Erst nach gut einer Stunde nahm das Spiel wieder Tempo auf. Dzyuba scheiterte per Kopf nur um Zentimeter am Torerfolg (64.), kurz darauf klingelte es in schneller Abfolge auf beiden Seiten. Die Elf von Fabio Capello steht damit bei nun fünf Punkten, das kleine Moldawien feiert mit dem ersten Punkt einen Achtungserfolg.

Schweden - Liechtenstein 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Zengin (34.), 2:0 Durmaz (46.)

Die EM-Qualifikation im Überblick

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