Problemkinder schießen Italien ins Viertelfinale

Mund halten und Tore schießen

SID
Dienstag, 19.06.2012 | 11:33 Uhr
Mario Balotelli (l.) trifft artistisch gegen Irland, Verteidiger O'Shea kann nur zuschauen
© Getty
Advertisement
Scottish Premiership
Sa13:00
Rangers - Celtic: Das 409. Old Firm steht an!
CSL
Guoan -
Shanghai SIPG
Ligue 1
Nizza -
Angers
Ligue 1
Lille -
Monaco
Primeira Liga
Porto -
Portimonense
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
CSL
Tianjin Teda -
Tianjin Quanjian
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Primeira Liga
Benfica -
Ferreira
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avaí
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
Saint-Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Club Brugge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru

Antonio Cassano schlich am äußersten Rand der Mixed Zone an den Journalisten vorbei, Mario Balotelli machte mit seinen überdimensionierten Kopfhörern auf den Ohren auch nicht den Eindruck, als wollte er nach dem Spiel noch etwas sagen. Die beiden haben sich fürwahr schon oft den Mund verbrannt; beim 2:0-Erfolg Italiens gegen Irland waren sie still.

Viel erzählen mussten sie auch nicht, weil sie beide Tore erzielt und die Mannschaft von Cesare Prandelli ins Viertelfinale bei der Europameisterschaft geschossen hatten. Cassano traf per Kopfball in der 35. Minute, der eingewechselte Balotelli mit einer sehenswerten Volleyabnahme in letzter Minute.

"Es war schwierig, in ein Spiel zu gehen, bei dem wir nicht wussten, ob ein Sieg reicht", sagte hinterher ein erleichterter Torhüter Gianluigi Buffon. Ein 2:2 im weiteren Gruppenduell zwischen Spanien und Kroatien - und für Italien wäre schon vor der K.o.-Phase Schluss gewesen.

Doch nach dem 1:0-Erfolg der Spanier genügte Prandellis Team ein Sieg, der alles andere als überzeugend zustande gekommen war. "Gegen die besten der Welt sind wir immer auf Augenhöhe, gegen die Kleinen aber tun wir uns schwer", sagte Buffon. Mindestens auf Augenhöhe mit den Besten wähnen sich in der Regel auch Cassano und Balotelli.

Prandelli: "Balotelli weiß, dass man nicht alleine spielt"

Wund geschrieben hatten sich die italienischen Gazetten in den letzten Tagen und Wochen über diese beiden Sonderlinge auf und neben dem Platz. Sonderlinge auf dem Platz, weil sie so viel zu leisten imstande sind, mit ihrem Potenzial aber so verschwenderisch umgehen.

Sonderlinge neben dem Platz, weil die beiden zusammengenommen schon ein Buch füllen könnten an Dummheiten, die sie sich geleistet haben.

Und hätte sich Prandelli nicht derart konsequent der pädagogisch anspruchsvollen Aufgabe verschrieben, die beiden Angreifer in das Kollektiv der Squadra Azzurra zu integrieren - Cassano und Balotelli würden bei dieser Europameisterschaft wohl keine große Rolle spielen. Auch nach dem Spiel gegen die kampfstarken, aber spielschwachen Iren fand Prandelli lobende Worte für einen der beiden.

So gebe es um Balotelli, den Prandelli in der 75. Minute für den eher enttäuschenden Antonio di Natale einwechselte, "viele Erwartungen", und mit dem Druck müsse man ja erstmal umgehen können. Außerdem wisse Balotelli, dass "man nicht alleine spielt und dass man der ganzen Mannschaft helfen muss. Dazu will ich ihm gratulieren."

Schwache Iren mit starken Fans

Große Kritik war auf die Angreifer sowie auf Prandelli nach den ersten beiden glanz- und glücklosen Auftritten eingeprasselt. Der 54-jährige Trainer hat ohnehin das Problem, dass seine Predigten vom Mentalitätswandel im italienischen Fußball hin zu mehr Freude und Leichtigkeit sich nicht decken mit den tatsächlichen Leistungen der Squadra Azzurra auf dem Platz.

Italien spielt bei dieser EM, wie man es von Italien kennt: abgezockt, kontrolliert, diszipliniert. Dabei sollten gerade Balotelli und Cassano in den Vorstellungen von Prandelli für dieses neue Italien auf dem Platz stehen. Doch sowohl zum Auftakt gegen Spanien als auch im zweiten Spiel gegen Kroatien konnten die beiden der Mannschaft kaum Spiel- und Lebensfreude einhauchen.

Lebensfreude pur demonstrierten derweil die irischen Fans. Auch nach der dritten Niederlage Irlands in Folge bei dieser Europameisterschaft feuerten sie die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni mit voller Inbrunst an. "Come on, Boys in Green", aus vielen tausend Kehlen schallte in diesen Tagen durch die Innenstadt von Posen, wo Irland zwei Spiele bei dieser EM austrug.

"Stolz" sei er auf die Fans, sagte Richard Dunne. Den Innenverteidiger plagte aber auch gerade wegen dieser großartigen Unterstützung das schlechte Gewissen. "Da muss man so lange auf so ein Turnier warten - und dann so etwas. Es bricht mir das Herz."

Mario Balotelli im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung