EM 2012, Gruppe B

Teamporträt Dänemark: Alptraum zum Jubiläum

Von Daniel Reimann
Dienstag, 05.06.2012 | 15:35 Uhr
Christian Eriksen ist bereits mit 20 Jahren der Hoffnungsträger in Dänemarks Nationalelf
© Imago
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Vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 steigt in Polen und der Ukraine die 14. Fußball-Europameisterschaft. Zum letzten Mal vor der Aufstockung auf 24 Mannschaften spielen die 16 besten Mannschaften Europas in 4 Gruppen um den Titel. SPOX stellt die EM-Teilnehmer vor. Heute: Dänemark.

Land: Dänemark

Einwohner: 5,5 Millionen

Aktive Spieler: 290.000

EM-Teilnahmen: 8

Größter EM-Erfolg: Europameister (1992)

Hier geht's zu Dänemarks EM-Gruppe B

Der Star: Nicklas Bendtner. Der ganz große Durchbruch auf Vereinsebene ist Bendtner bis heute nicht gelungen. Seine Leih-Saison in Sunderland beendete Arsenals Stürmer mit acht Toren in 29 Ligaspielen - ein mäßiger Wert. Dennoch ruhen große Hoffnungen auf Bendtner, sobald er das dänische Trikot überstreift. Im Nationalteam ist er unumstritten, hier weiß er, sein Talent einzusetzen. Für die namhaften Gruppengegner hat er eine klare Kampfansage parat: "Auf dem Papier sind die anderen besser als wir. Aber sie machen einen großen Fehler, wenn sie uns unterschätzen."

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Der Trainer: Morten Olsen. Seit nunmehr zwölf Jahren steht Olsen an der Seitenlinie. Entgegen vorheriger Ankündigungen verlängerte er im Oktober nach erfolgreicher EM-Qualifikation seinen Vertrag abermals und wird die Nationalelf bis zur WM 2014 coachen. Anno 2004 führte er Danish Dynamite sogar ins Viertelfinale, scheiterte dort aber an Tschechien. Diesmal hofft er auf einen positiven Effekt der Außenseiterrolle: "Die anderen müssen, wir wollen."

Der Kapitän: Daniel Agger. Der etatmäßige Kapitän Thomas Sörensen fiel mit Rückenproblemen kurzfristig aus dem Kader, sein Vertreter Christian Poulsen sitzt häufig nur auf der Bank. In diesem Fall trägt Agger die Binde - wie auch im letzten Testspiel gegen Australien (2:0). Der 40-fache Nationalspieler ist im Gegensatz zu Unsicherheitsfaktor Simon Kjaer die Bank in der dänischen Abwehr, seine Zweikampf- und Kopfballstärke sind unersetzlich. Gegen Kaliber wie Robin van Persie oder Mario Gomez wird ihm eine - wenn nicht gar die - Schlüsselrolle zukommen.

Der Spieler im Fokus: Christian Eriksen. 20 Jahre jung, ein putziges Milchbubi-Lächeln und schon der Hoffnungsträger einer ganzen Fußball-Nation. Zwischen den Altbackenen Dennis Rommedahl und Christian Poulsen ist Eriksen das Gesicht der Zukunft. "Er ist eine Waffe für uns. Er bringt mehr Kreativität in unser Spiel", schwärmt Teamkollege Agger und deutet zugleich die Defizite des Youngsters an: "Es würde ihm nicht schaden, dominanter und aggressiver zu werden." Was nichts daran ändert, dass Eriksens Anlagen in Dänemarks Nationalelf einmalig sind. Wenn einer Deutschland und den Niederlanden fußballerisch das Wasser reichen kann, dann er.

Die Wunschelf (4-2-3-1): Andersen - Jacobsen, Kjaer, Agger, S. Poulsen - Kvist, Zimling - Rommedahl, Eriksen, Krohn-Dehli - Bendtner.

Die Prognose: "Das ist ein Alptraum", entfuhr es Morten Olsen nach der Gruppenauslosung. Und tatsächlich wirkt es wie ein schlechter Scherz, wenn ein Team wie Dänemark krasser Außenseiter in einer EM-Gruppe ist. Portugal ist schlagbar, wie die Dänen bereits in der Qualifikation bewiesen haben. Aber sonst? Um gegen Deutschland oder die Niederlande zu punkten, muss schon ein kleines Wunder her. Alles deutet daraufhin, was Stig Töfting im SPOX-Interview ankündigte: "Dänemark macht genau drei Spiele und fährt dann nach Hause." Und das ausgerechnet zum 20-jährigen Jubiläum des Überraschungserfolgs bei der EM 1992.

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