"Das war nur der Anfang"

Witali Klitschko glaubt an die Ukraine

SID
Montag, 11.06.2012 | 16:12 Uhr
Witali Klitschko ist mit dem Auftreten seiner Heimat Ukrainer bei der EM zufrieden
© Getty
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Der Ukraine ist ein Auftakterfolg bei der Fußball-Europameisterschaft geglückt - dieser Ansicht ist Box-Schwergewichts-Weltmeister Witali Klitschko. Vier Tage nach dem EM-Start zieht der 40-Jährige ein positives Zwischenfazit für sein Co-gastgebendes Heimatland und glaubt, dass der ehemalige Sowjetstaat zu weiteren positiven Überraschungen imstande ist.

"Die Ukraine hat ihre Chance mit der EM bekommen, und bisher läuft es sehr gut. Ich glaube, dass das nur der Anfang ist", sagte Klitschko am Montag der Nachrichtenagentur dapd am Rande einer Pressekonferenz seiner Partei UDAR (Der Schlag) im westukrainischen Iwano Frankiwsk.

"Es werden noch mehr Menschen in das Land kommen und Spaß bei der Europameisterschaft haben", erklärte Klitschko.

Er habe bereits mit einigen EM-Gästen gesprochen und die Resonanz sei bisher durchgehend positiv. "Sie berichteten mir von der Gastfreundlichkeit der Menschen und der guten Atmosphäre", sagte Klitschko, der zurzeit im Westen der Ukraine auf Wahlkampftour für die am 28. Oktober anstehenden Parlamentswahlen ist.

Aufgrund seiner politischen Verpflichtungen habe er bisher zwar noch kein Spiel vor Ort verfolgen können, "aber ich habe fest vor, ein Spiel live im Stadion zu erleben." Gleich der erste EM-Auftritt der ukrainischen Nationalmannschaft in der Hauptstadt Kiew am Montagabend fiel dem vollgepackten Kalender des Politikers Witali Klitschko zum Opfer, "nächste Woche sollte es aber klappen", fügte er hinzu.

Hoffnung auf politische Wende

Bis dahin rührt "Dr. Eisenfaust" aber noch die Werbetrommel für seine politische Sache. Mit einem Oppositonsbündnis aus mehreren Parteien, darunter auch die der inhaftierten Julia Timoschenko, will der 40-Jährige Vorsitzende der UDAR Ende Oktober die Mehrheit von der regierenden Partei der Regionen von Präsident Viktor Janukowitsch übernehmen und Reformen in der Ukraine vorantreiben.

Von der EM erhofft sich Klitschko auch einen Schub für eine politische Wende in seinem Heimatland, daher kritisierte er erneut den EM-Boykott einiger ausländischer Politiker.

EM-Boykott "genau der falsche Weg"

"Der Sport hat eine riesige Kraft, die Welt zu verändern, aber leider tun unsere Politiker das Gegenteil davon", sagte Klitschko. Die EM in der Ukraine zu boykottieren sei "genau der falsche Weg und schlecht für die Ukraine."

Was das Sportliche anbelangt, träumt Klitschko weiterhin von einem EM-Finale Deutschland gegen Ukraine. "Das habe ich immer gesagt", betonte er. Und wer am Ende den Titel holen wird, steht für den Zwei-Meter-Hünen ohnehin fest: "Natürlich der Stärkste."

Die News zur Europameisterschaft 2012 im Überblick

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