Reger Einsatz von Social Media bei der EM

Spanier sind Twitter-Europameister

SID
Samstag, 30.06.2012 | 13:27 Uhr
Cesc Fabregas und seine Teamkollegen twittern was das Zeug hält
© Getty
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Drei Wochen lang kämpften die besten Nationalmannschaften des Kontinents in Polen und in der Ukraine um den Titel, am Sonntag wird der neue Fußball-König von Europa gekürt. Ein EM-Gewinner steht schon vor dem Finale fest: Social Media. Noch nie waren soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook im Sport so beliebt - und gleichzeitig auch umstritten wie bei der Euro 2012.

In der deutschen Nationalmannschaft hat außer Miroslav Klose und dem Leverkusener Lars Bender jeder Spieler eine offizielle Facebook-Seite, bei einigen ist die Zahl der Fans während des Turniers fast explodiert. England-Legionär Lukas Podolski zählte am vergangenen Montag mehr als eine Million "Likes" auf seiner Seite.

Diese Marke knackten aus dem DFB-Team bisher nur Thomas Müller und Mesut Özil, der mit mehr als 5,6 Millionen Fans der beliebteste deutsche Spieler bei Facebook ist. Auch bei Twitter verzeichneten nahezu alle Accounts der Deutschen rasant steigende Follower-Zahlen.

Doch während sich die deutschen Profis meistens nur bei den Fans für ihre Unterstützung bedankten und Floskeln verbreiteten, zeigten sich die Spanier volksnah und authentisch. So versorgten Cesc Fabregas und Co. ihre Fans aus dem Hotel oder den Stadionkatakomben eifrig mit Fotos, die Spaß und Teamgeist vermitteln.

Und das, obwohl ein zuvor verhängtes Twitter-Verbot für die Spanier erst wenige Tage vor der Europameisterschaft wieder aufgehoben wurde. Via Twitter bejubelte die spanische Mannschaft zunächst Tennisspieler Rafael Nadal, der in Paris zum siebten Mal die French Open gewann. Später drückten die Stars aber auch ihre Trauer über den Tod von Villarreal-Trainer Manuel Preciado und Betis-Sevilla-Spieler Miki Roque aus.

Beckenbauer und Kahn twittern jetzt auch

Im deutschen Team schien dagegen der sogenannte "Social-Media-Knigge", den die Teamleitung um Trainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff vor Turnierbeginn ausgegeben hatte, gewirkt zu haben. Anstelle von spannenden Details posteten die Spieler Nichtigkeiten oder sogar Marketingbotschaften. Viele Accounts wurden während der EM gar nicht genutzt.

Mit Freude dürften die Nutzer sozialer Netzwerke hingegen bemerkt haben, dass sich immer mehr Fußballstars älterer Generationen vom "Zwitscher-Fieber" infizieren lassen. So haben sich im Laufe des Turniers Franz Beckenbauer und Oliver Kahn bei Twitter angemeldet.

Für die Netz-Gemeinschaft war es ein Highlight, die anfänglichen Startschwierigkeiten der beiden Legenden zu verfolgen. Kahn wurde nach seiner ersten Nachricht "Wir werden Europameister" eher belächelt. Allerdings: Auch der frühere "Torwart-Titan" hat mittlerweile mehr als 30.000 Follower - Tendenz steigend.

Twitter-Expertin beim "ZDF"

Die sozialen Netzwerke waren während der EM natürlich auch ein Medienthema. Sogar die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zitierten in ihrer Live-Berichterstattung immer öfter Zuschauer, Promis und Spieler mit ihren Beiträgen aus Facebook und Twitter. Vor allem das ZDF scheint die wachsende Bedeutung von Social Media ernst zu nehmen.

So wurde in Jeannine Michaelsen eine eigene "Twitter-Expertin" engagiert, die die Sendungen mit "Tweets" und "Posts" des Tages bereicherte. Außerdem übernahm Kult-Zwitscherer Hans Sarpei für einen Tag den Twitter-Account vom ZDF-Sport und sorgte damit für reichlich Aufmerksamkeit und Heiterkeit.

Die sozialen Netzwerke werden nach der EM im Sport nicht an Bedeutung verlieren - im Gegenteil. Bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) wird es im Gegensatz zu Peking 2008 weniger Verbote für die Athleten geben. Das IOC hat zwar Blogging-Richtlinien für alle Akkreditierten erlassen, eine komplette Überprüfung dieser Regelungen dürfte aber schwierig werden. "Für unsere Mannschaft gelten die Regeln des IOC.

Die Athleten dürfen eifrig bloggen, facebooken und twittern. Allerdings nur in Ich-Form", sagte Christian Klaue, der Sprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Zeitschrift "Sport Bild". "Unter dieser Voraussetzung ist aber mit Fotos und Text alles erlaubt. Videos aus den Sportstätten sind allerdings verboten."

EM 2012: Das Finale zwischen Spanien und Italien

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