Karagounis gießt Öl ins Feuer

"Die Deutschen wollen unsere Würde verletzen"

SID
Donnerstag, 21.06.2012 | 12:20 Uhr
Wird gegen Deutschland aufgrund einer ungerechtfertigten Sperre fehlen: Georgios Karagounis
© Getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit BVB-BMG, S04 & SVW
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine
WC Qualification Europe
Färöer -
Lettland

Georgios Karagounis goss noch einmal Öl ins Feuer. "Ich habe das Gefühl, dass die Deutschen unsere Würde verletzten wollen", sagte Griechenlands gesperrter Kapitän vor dem EM-Viertelfinale am Freitag gegen Deutschland in einem Interview mit dem Fernsehsender "Mega Channel".

Karagounis spielte auf die Politik der Bundesregierung in der Euro-Krise an, die für reichlich Zündstoff sorgt. Klar ist: Die stolzen Europameister von 2004 werden alles dafür tun, um ihre Würde auf dem Fußballplatz zu behalten.

Teile des Drehbuchs sind schon geschrieben. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in vielen griechischen Zeitungen in bösen Karikaturen verunglimpft wurde, und Griechenlands neuer Ministerpräsident Antonis Samaras werden sich frostig die Hand schütteln.

Von den etwa 4.000 griechischen Fans im Danziger Stadion wird bei der deutschen Nationalhymne ein gellendes Pfeifkonzert erwartet. Und dann? Geht es nach den Hellenen, soll das Ende eine böse Überraschung für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bereithalten.

"Den Menschen in der Heimat Freude bereiten"

Kernige Worte haben die Griechen im Vorfeld genug losgelassen. "Wir sind nicht die Besten der Welt, aber wer gegen uns spielt, muss Blut spucken, um uns zu bezwingen", sagte Trainer Fernando Santos für ihn ungewohnt martialisch.

Die Aussagen der Spieler sind weitgehend deckungsgleich. "Die Deutschen müssen uns in die Augen schauen. Wir haben keine Angst", lautet der Tenor. Und, in einem zweiten Tonfall: "Wir wollen den Menschen in der Heimat Freude bereiten."

Ein Großteil der Arbeit wird auf das Bundesliga-Abwehrduo Kyriakos Papadopoulos und Sokratis zukommen. Otto Rehhagel, der die Griechen 2004 zum EM-Triumph führte, hat dem Schalker und dem Bremer in der Innenverteidigung "internationale Klasse" bescheinigt.

Ob das reicht? Dass Karagounis wegen seiner zweiten Gelben Karte im letzten Vorrundenspiel beim 1:0 gegen Russland gesperrt ist, macht die Sache nicht einfacher. Für Karagounis wird wohl Grigoris Makos in die Startelf rücken.

Griechen berufen den "Geist von 2004"

Neben Papadopoulos und Sokratis verfügen auch Stürmer-Schlitzohr Theofanis Gekas, Georgios Tzavellas, Konstantinos Fortounis und Nikos Liberopoulos über Bundesliga-Erfahrung. "Das könnte ein Vorteil sein", sagte Papadopoulos. Bislang haben die Griechen in acht Spielen gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes allerdings noch nicht einmal gewonnen.

Die Mannschaft gibt sich trotz dieser deprimierenden Statistik selbstbewusst. "Der Geist ist der gleiche wie 2004. Wir sprühen vor Leidenschaft", sagte Mittelfeldspieler Konstantinos Katsouranis, der am Donnerstag seinen 33. Geburtstag feierte.

Katsouranis weiß, wovon er spricht. Er war schon Mitglied jener Mannschaft, die vor acht Jahren Europameister wurde. Nun will er mithelfen, für die nächste Sensation zu sorgen. Die Medien glauben offenbar an ein erneutes sportliches Wunder. Die Zeitung "Sportday" titelte mit Blick auf die Deutschen: "Sie haben Angst vor uns."

Neuer von Griechenlands Einsatz beeindruckt

Manuel Neuer zeigt sich vor dem EM-Viertelfinale gegen die Griechen vor allem von deren bedingungslosen Einsatz beeindruckt. "Ich muss schon sagen, dass mich besonders ihre Leidenschaft beeindruckt. Sie gehen extrem aggressiv in die Zweikämpfe. Sie sind aber nicht nur bei Kontern und langen Bällen gefährlich. Auch ihre Standards wirken gut einstudiert, da müssen wir aufpassen", sagte der 26-Jährige in einem Interview des "Hamburger Abendblatts".

Neuer gibt sich zuversichtlich, sagte jedoch, dass er auf ein Elfmeterschießen vorbereitet sei. "Natürlich gehe ich davon aus, dass wir das Spiel in 90 Minuten gewinnen. Aber davon sind die Russen in ihrem letzten Gruppenspiel auch ausgegangen. Für den Fall der Fälle muss ich mich also auch auf ein Elfmeterschießen vorbereiten", sagte die Nummer eins von Bayern München. Im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea hatte Neuer für die Bayern einen Elfmeter pariert und einen verwandelt.

Georgios Karagounis im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung