Verteidiger sieht sich nicht als Abwehrchef

Badstuber gehorcht Löw nicht immer

SID
Freitag, 08.06.2012 | 16:46 Uhr
Holger Badstuber und Thomas Müller gehören zum festen Stamm der deutschen Elf
© Getty
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Holger Badstuber fühlt sich als sicherer Stammspieler der deutschen Nationalmannschaft, findet Scherze im Training unangebracht und hört nicht immer auf Bundestrainer Joachim Löw.

Dies verriet der Verteidiger vom FC Bayern München in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau". Er wisse, dass seine Art, in der Abwehr zu spielen, von Löw geschätzt werde, sagte Badstuber.

Aber völligen Gehorsam zeigt er nicht. "Natürlich will Joachim Löw, dass wir flach nach vorne spielen. Wenn ich aber das Vertrauen habe und der Thomas Müller frei steht, dann haue ich den Ball eben rüber. Ganz einfach. Weil ich weiß: Ich kann so einen Ball schlagen, und Thomas hat danach wahrscheinlich eine Eins-gegen-Eins-Situation. Das gehört zu seinen Stärken", sagte Badstuber: "Und wenn der Ball ankommt, dann kann der Trainer wenig sagen."

Wenn dies nicht der Fall wäre, könne Löw sein Verhalten natürlich kritisieren. "Aber wenn Thomas noch einmal frei steht, haue ich den Ball vielleicht wieder rüber." Als Abwehrchef fühlt er sich aber vor dem ersten EM-Gruppenspiel gegen Portugal nicht. "Ich mag das Wort Abwehrchef nicht. Den gab es früher, den gibt es heute nicht mehr", sagte der 23-Jährige.

Der deutsche EM-Kader im Überblick

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