Deutschland: 7 - Portugal: 4

Von Für SPOX bei der Nationalmannschaft: Stefan Rommel
Freitag, 08.06.2012 | 15:02 Uhr
Bei der letzten EM gewann Deutschland das Duell gegen Portugal
© Getty
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Deutschland gegen Portugal (Sa., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) ist mehr als nur Mesut Özil gegen Cristiano Ronaldo. Nach Meinung vieler Experten soll die individuelle Klasse für die Iberer sprechen, Deutschland dagegen im Kollektiv stärker sein. Geht man die einzelnen Spielpositionen durch, scheint die voraussichtliche DFB-Elf aber auch dort im Vorteil.

SPOX hat sich mit Filipe Goncalves getroffen und den großen Mannschaftsvergleich gemacht. Goncalves ist Reporter beim portugiesischen Rechteinhaber "Sport TV" und begleitet die Seleccao seit vielen Jahren.

Die Torhüter: Manuel Neuer vs. Rui Patricio

Die deutsche Nummer eins hat zwar nicht die beste, aber doch eine sehr vernünftige erste Saison bei seinem neuen Klub Bayern München gespielt. Neuer hat auch in wichtigen Spielen Nervenstärke und Können bewiesen, von kleineren Schwierigkeiten bei hohen Flankenbällen mal abgesehen. Ansonsten bringt der 26-Jährige alles mit, hat bei der WM vor zwei Jahren wichtige Erfahrungen gesammelt. Ein Eckpfeiler in der deutschen Mannschaft.

Rui Patricio war vor zwei Jahren noch die Nummer drei der Portugiesen. Trainer Paulo Bento sieht im 24-Jährigen aber auf Jahre hinaus die neue Nummer eins. "Er ist fast so groß wie Neuer, hat deshalb bei hohen Bällen einen klaren Vorteil. Seine Reaktionen auf der Linie sind außergewöhnlich", sagt Goncalves. Allerdings fehlt es Patricio an jeglicher Turniererfahrung, der Keeper von Sporting kommt sogar erst auf zehn Länderspiele. Hat mit Sporting zuletzt aber trotz durchwachsener Saison der Mannschaft im Schnitt weniger als ein Gegentor pro Partie kassiert (29 in 30 Spielen).

Fazit: Vorteil Deutschland


Die Rechtsverteidiger: Jerome Boateng vs. Joao Pereira

Boateng stand in den letzten Tagen wegen privater Dinge in den Schlagzeilen und musste sich deshalb eine ungewohnt harsche öffentliche Schelte vom Bundestrainer gefallen lassen. Vielleicht motivieren den Münchener Löws Worte aber auch. Eigentlich bringt er vieles für einen Außenverteidiger mit, ist zweikampfstark und hat die Technik, auch nach vorne Druck zu machen. Allerdings stehen ihm sein Phlegma und die eine oder andere Unkonzentriertheit auch ab und zu im Weg. Die vermeintliche Schwachstelle im deutschen Team.

Joao Pereira ist wie Boateng eine Art Notlösung rechts in der Viererkette. Der spielt die Position zwar auch im Verein bei Sporting - hätte Jose Bosingwa sich aber nicht mit Trainer Bento öffentlich angelegt, wäre Pereira sicherlich nur die zweite Wahl. So ist der Routinier gar nicht im Kader und Pereira die Nummer eins auf dem rechten Flügel. Allerdings ist der auch latent gelb-rot gefährdet. Pereira meckert viel, hat deshalb schon ungewöhnlich oft Gelb gesehen. Goncalves: "Pereira spielt ordentlich, geht oft mit in die Offensive - und vernachlässigt so auch mal seine Defensivaufgaben. Mit Podolskis Geschwindigkeit könnte er Probleme bekommen."

Fazit: Unentschieden

 

Die Innenverteidiger I: Per Mertesacker vs. Pepe

Merte wird wohl den Vorzug vor Mats Hummels erhalten - obwohl er in den letzten fast vier Monataen lediglich zwei (Test-)Spiele bestritten hat. Löw, der "Antizipation, keine Spekulation" in der Defensive fordert, sieht in Mertesackers Erfahrung und in dessen Stellungsspiel offenbar die entscheidenden Nuancen, die für einen Einsatz des Langen sprechen. Ein Fragezeichen bleibt aber hinter Mertes Wettkampfhärte und Spritzigkeit.

Pepe ist Stammspieler in Real Madrids Innenverteidigung. Das sollte als Qualitätskriterium schon genügen. Er ist robust, stark im Kopfballspiel (auch in der Offensive) und gestählt in unzähligen wichtigen Spielen auf Topniveau. Allerdings hat Pepe auch seine Nerven nicht immer besonders gut unter Kontrolle. Die Liste seiner sinnlosen und teilweise brutalen Fouls ist nicht eben kurz. Und: Mit dem ersten sauberen Pass ins Mittelfeld hat Pepe so manches Mal seine Schwierigkeiten. Goncalves: "Er ist der Chef in der Abwehr, soll Bruno Alves anleiten. Eigentlich eine Bank."

Fazit: Vorteil Portugal


Die Innenverteidiger II: Holger Badstuber vs. Bruno Alves

Badstuber ist bei Löw gesetzt. Nach einer guten Saison bei den Bayern hat sich der Münchener im DFB-Team auf dem linken Innenverteidigerposten etabliert. Seine Stellungsspiel ist vorzüglich, er hat den Riecher für gefährliche Pässe in die Tiefe, die Spieleröffnung mit seinem starken linken Fuß ist wie vom Bundestrainer gewünscht. Badstuber ist derzeit über jeden Zweifel erhaben.

Bruno Alves ist so etwas wie die Unbekannte im portugiesischen Team. Zwar ist der 30-Jährige schon lange dabei, man kennt auch seine Qualitäten. Aber: "Seit seinem Wechsel nach St. Petersburg bekommt man in Portugal nicht mehr viel von ihm mit. Was kann er noch, wie hat er die Saison über gespielt?", so Goncalves. Ein großer Nachteil sind Alves' Probleme im Antritt. Dazu ist er mit Pepe kaum eingespielt.

Fazit: Vorteil Deutschland


Die Linksverteidiger: Philipp Lahm vs. Fabio Coentrao

Rechtzeitig zu den Saisonhöhepunkten ist Lahm in Topform. In den wichtigen Spielen zum Ende der abgelaufenen Spielzeit war er jeweils einer der besten Bayern, zeigte mitunter sogar überragend starke Leistungen gegen Madrid und Chelsea. Lahm ist total fokussiert, hat das angebliche Trauma des Champions-League-Finales offenbar leicht abgeschüttelt. Er selbst würde gerne rechts in der Viererkette spielen, Löw hat sich nach einem gemeinsamen Gespräch für die Variante links hinten entschieden. Der Kapitän nimmt die Entscheidung hin - und wird auch dort überzeugen.

Fabio Coentrao wäre angeblich beinahe selbst bei den Bayern gelandet, hat sich dann vor einem Jahr aber doch für einen Wechsel zu Real Madrid entschieden. Dort hatte er einige sehr gute Spiele - einen Großteil davon aber auf der Position im defensiven Mittelfeld. Links in der Viererkette wurde er erst gegen Ende der Saison wieder eingesetzt und konnte da nicht immer überzeugen. Im CL-Halbfinale bei den Bayern wurde er von Robben und Lahm zeitweise schwindlig gespielt. Goncalves: "Er hat bis auf die Clasicos noch nicht bewiesen, dass er in internationalen Topspielen auch eine Topleistung abrufen kann. Coentrao ist ein toller Spieler - im Vergleich zu Lahm auf dieser Position aber eine Spur schwächer."

Fazit: Vorteil Deutschland


Die defensiven Mittelfeldspieler I: Bastian Schweinsteiger vs. Miguel Veloso

Neben Mertesacker ist auch Schweinsteiger ein Fragezeichen im deutschen Team. Der "Emotional Leader" war weite Teile der Rückrunde verletzt, kam dann zu früh wieder zurück und hat sich von diesem erneuten Rückschlag nie wieder so richtig erholt. Die Verletzung aus dem CL-Finale passt da gut ins Bild. Seit wenigen Tagen trainiert er jetzt wieder mit der Mannschaft, für die er mit seinem Passspiel und seiner Präsenz ungemein wichtig ist. Wie weit er aber schon wieder an seine Topform gelangen kann, ist ein großes Rätsel. Allein der Name Schweinsteiger flößt den Portugiesen aber schon jede Menge Respekt ein. Vielleicht kann er einige körperliche Defizite mit seiner Routine und Abgeklärtheit wettmachen. Vielleicht...

Miguel Veloso ist ein eher unscheinbarer Spieler, trotzdem aber sehr wichtig für die portugiesische Mannschaft. Ihm wird im Dreier-Mittelfeld die komplizierte Aufgabe zuteil, sowohl für Stabilität in der Defensive als auch für Ideen in der Offensive zu sorgen. Veloso gilt, trotz einiger Auseinandersetzungen in ihrer gemeinsamen Zeit bei Sporting, als einer der Lieblingsspieler von Bento. "Er ist für das Umschaltspiel in beide Richtungen beinahe unverzichtbar", so Goncalves. Allerdings hat er beim FC Genua eine schwache Saison hinter sich und ist nur knapp dem Abstieg entronnen. Dazu geht ihm für einen Mittelfeldspieler die Torgefahr ab: hat in nahezu 200 Profispielen im Verein erst elf Pflichtspieltore erzielt, in der Nationalmannschaft sind es lediglich zwei.

Fazit: Vorteil Portugal

Teil 2: u.a. Podolski vs Ronaldo

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