Dienstag, 12.06.2012

Angelos Charisteas im Interview

"Wir haben ein paar brutale Sachen gemacht"

Bei der Europameisterschaft 2004 köpfte er die Griechen sensationell zum Titel und ging als "Euro-Harry" in die Geschichte ein. Im Interview blickt Angelos Charisteas zurück und spricht über Glück im Fußball, nervöse Portugiesen, Standardsituationen und sein Verhältnis zu Otto Rehhagel. Für den weiteren EM-Verlauf ist er optimistisch.

Angelos Charisteas ist seit dem Titelgewinn 2004 ein Volksheld in Griechenland
© Getty
Angelos Charisteas ist seit dem Titelgewinn 2004 ein Volksheld in Griechenland

SPOX: Herr Charisteas, haben Sie das Champions-League-Finale gesehen?

Angelos Charisteas: Ja, natürlich.

SPOX: Hatten Sie den Eindruck, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat?

Charisteas: Ich glaube nicht, nein. Bayern hatte in diesem Spiel etwas Besseres verdient. Beim Elfmeter von Arjen Robben hatten sie Pech. Ich glaube, dass Bayern über 90 Minuten besser gespielt hat als Chelsea, aber man hat wieder gesehen, dass im Fußball die bessere Mannschaft manchmal nicht gewinnt. Chelsea hat in der Champions League über die ganze Saison mit diesem System und dieser Taktik gespielt, und am Ende haben sie so den Titel geholt.

SPOX: Chelseas Titelgewinn wird mit der Europameisterschaft von 2004 und dem Sieg von Griechenland verglichen. Hand aufs Herz: War der Titel 2004 Glück?

Charisteas: Es ist so: Im Fußball kann man von Glück sprechen, wenn man ein Spiel mal glücklich gewinnt. Aber wenn man in einem Turnier sechs Spiele hat, und man fünf gewinnt und eins verliert, dann bedeutet das, dass es kein Glück war. Die Mannschaft war damals über den ganzen Monat in sehr guter Form. Natürlich braucht man am Ende manchmal auch ein bisschen Glück. Robben hat beim Elfmeter kein Glück gehabt und ihn verschossen, und Bayern hat deswegen den Titel verloren. So ist es halt im Fußball. Ich glaube, dass unsere Mannschaft bei der EM schon auch ein paar glückliche Momente hatte. Aber insgesamt haben wir den Titel durch eine gute Defensive, viel Laufbereitschaft und gefährliche Standardsituationen geholt.

Was erreicht Griechenland bei der EM? Jetzt mittippen und absahnen!

SPOX: Der Sieg im Eröffnungsspiel gegen Portugal war der erste Sieg von Griechenland überhaupt bei einem großen Turnier.

Charisteas: Ja, das wussten wir. Deswegen war es ja unser Ziel, überhaupt ein Spiel zu gewinnen. Dass wir schon im ersten Spiel die drei Punkte geholt haben, das war wie ein Traum für uns und für ganz Griechenland. Und dann noch gegen eine so gute Mannschaft wie Portugal. Dieser Sieg hat uns beflügelt.

SPOX: Im Viertelfinale haben sie Titelverteidiger Frankreich ausgeschaltet.

Charisteas: Der Sieg über Frankreich war unglaublich. Gegen die Franzosen haben wir unser bestes Spiel im ganzen Turnier gemacht. In der ersten Halbzeit haben wir sie unter Druck gesetzt und so immer mehr Selbstvertrauen getankt, so dass wir in der zweiten Halbzeit das Tor gemacht haben. Und dann war es für Frankreich sehr schwer, vor unser Tor zu kommen. Vor dem Spiel haben wir uns gesagt: "Wir haben heute nichts zu verlieren: Frankreich ist der klare Favorit, wir sind nur Außenseiter." Mit dieser Einstellung, mit dieser Mentalität haben wir das Spiel dann gewonnen.

SPOX: Nach dem Sieg über Tschechien ging es im Finale wieder gegen Portugal. Die Spieler von Portugal waren die sogenannte "goldene Generation", sie standen im Finale im eigenen Land sehr unter Druck. Hat man das gesehen?

Charisteas: Das hat man schon nach dem Eröffnungsspiel gemerkt. Und sie haben ja dann auch gesehen, dass die griechische Nationalmannschaft einige Qualität hat. Die Fans waren nach dem ersten Spiel unglaublich sauer und haben sich auf das Finale gegen uns gefreut. Sie haben schon in den Spielen davor auf die zweite Chance gewartet, uns zu schlagen. Die Generation von Luis Figo, Rui Costa und Nuno Gomes, das war eine sehr starke Generation. Aber es war auch die letzte Chance dieser Generation, etwas zu holen - und das haben sie nicht geschafft.

SPOX: Im Finale haben Sie dann nach einem Eckball das Tor gemacht. War das abgesprochen, dass der Ball auf den kurzen Pfosten kommt?

Charisteas: Wir haben nach einer Standardsituation auch gegen Tschechien das Tor gemacht, fast in der letzten Sekunde. Das war in diesem Turnier unsere Stärke. Wir haben es nicht speziell im Training einstudiert, aber wir wussten, dass wir mit Standards etwas erreichen können. Wir hatten viele große Spieler, wie Dellas, Katsouranis oder mich, und damit waren wir bei Standardsituationen immer gefährlich.

SPOX: Beim Torjubel haben Sie unter Ihren Trikot ein T-Shirt mit einem Foto darauf gezeigt. Wer war da drauf?

Charisteas: Das waren die Kinder meiner Schwester, ein Geschenk für mich zum einjährigen Geburtstag der beiden.

SPOX: Hatten Sie das auch schon im Halbfinale unter dem Trikot getragen? In dem hatten Sie ja nicht getroffen.

Charisteas: Nein, das T-Shirt habe ich im letzten Moment bekommen. Mein bester Freund ist extra für dieses Spiel nach Portugal geflogen. Er hat das Shirt einem Freund aus der Nationalmannschaft gegeben und der gab es mir dann im Hotel vor dem Spiel. Ich habe es also direkt vor dem Spiel bekommen - da war auch ein bisschen Zufall dabei.

EM 2012: Die besten Bilder der Gruppe A
GRIECHENLAND - RUSSLAND 1:0: Georgios Karagounis' (Nr.10) später Treffer bescherte Hellas die überraschende Halbzeitführung
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GRIECHENLAND - RUSSLAND 1:0: Georgios Karagounis' (Nr.10) später Treffer bescherte Hellas die überraschende Halbzeitführung
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Juri Zhirkov kam aus ähnlicher Position wie Karagounis zum Abschluss, wusste die Chance allerdings nicht zu nutzen
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Juri Zhirkov kam aus ähnlicher Position wie Karagounis zum Abschluss, wusste die Chance allerdings nicht zu nutzen
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Andrej Arshawin (r.) hatte gegen die kantige griechische Hintermannschaft um Schalkes Kyriakos Papadopoulos einen schweren Stand
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Andrej Arshawin (r.) hatte gegen die kantige griechische Hintermannschaft um Schalkes Kyriakos Papadopoulos einen schweren Stand
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Roman Pawljutschenko (l.) bekam nach seiner Einwechslung zur Pause direkt die griechische Härte zu spüren
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Roman Pawljutschenko (l.) bekam nach seiner Einwechslung zur Pause direkt die griechische Härte zu spüren
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Schwalbe? Ich? Georgios Karagounis kann es nicht fassen, war kurz zuvor im Strafraum wohl aber tatsächlich von Berezutskiy leicht berührt worden
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Schwalbe? Ich? Georgios Karagounis kann es nicht fassen, war kurz zuvor im Strafraum wohl aber tatsächlich von Berezutskiy leicht berührt worden
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Dick Advocaat (r.) gibt Pavel Pogrebnjak vor dessen Einwechslung letzte Anweisungen. Mit überschaubarem Erfolg. Durch das 0:1 ist die Sbornaja ausgeschieden
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Dick Advocaat (r.) gibt Pavel Pogrebnjak vor dessen Einwechslung letzte Anweisungen. Mit überschaubarem Erfolg. Durch das 0:1 ist die Sbornaja ausgeschieden
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Die Griechen, hier Giorgos Samaras (r.), hielten mit allem, was sie hatten dagegen und könnten nun im Viertelfinale auf Deutschland treffen
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Die Griechen, hier Giorgos Samaras (r.), hielten mit allem, was sie hatten dagegen und könnten nun im Viertelfinale auf Deutschland treffen
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TSCHECHIEN - POLEN 1:0: Petr Chech (r.) musste gegen Kuba bereits früh alles riskieren. Mit Erfolg
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Voller Einsatz! Dennoch fehlte Robert Lewandowski (r.) das nötige Glück, die Riesenchance zur Führung vergab der Dortmunder
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Voller Einsatz! Dennoch fehlte Robert Lewandowski (r.) das nötige Glück, die Riesenchance zur Führung vergab der Dortmunder
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Milan Baros blieb gegen Polen einmal mehr glücklos. Das geht an die Substanz
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Milan Baros blieb gegen Polen einmal mehr glücklos. Das geht an die Substanz
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Sebastian Boenisch gelang über den linken Flügel kaum einmal ein gelungener Vorstoß
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Sebastian Boenisch gelang über den linken Flügel kaum einmal ein gelungener Vorstoß
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Obwohl Wojziech Szczesnys Sperre abgelaufen war, erhielt Przermyslaw Tyton erneut den Vorzug. Durchaus überraschend
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Obwohl Wojziech Szczesnys Sperre abgelaufen war, erhielt Przermyslaw Tyton erneut den Vorzug. Durchaus überraschend
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Die Entscheidung: Petr Jiraceks 1:0 besiegelte das Aus des Gastgebers. Tschechien zieht dagegen als Gruppensieger ins Viertelfinale ein
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Die Entscheidung: Petr Jiraceks 1:0 besiegelte das Aus des Gastgebers. Tschechien zieht dagegen als Gruppensieger ins Viertelfinale ein
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Fassungslos: Auch Kuba konnte das polnische Aus nicht verhindern. Am Ende steht nur die Enttäuschung
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Fassungslos: Auch Kuba konnte das polnische Aus nicht verhindern. Am Ende steht nur die Enttäuschung
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Vor dem Spiel Polen gegen Russland gab es in der Innenstadt von Warschau schwere Ausschreitungen - Auch im Stadion wurde Sicherheit groß geschrieben
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Vor dem Spiel Polen gegen Russland gab es in der Innenstadt von Warschau schwere Ausschreitungen - Auch im Stadion wurde Sicherheit groß geschrieben
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POLEN - RUSSLAND 1:1: Am Ende jubelten die Polen über den Punkt - sie wahrten mit dem Remis ihre Chance auf den Viertelfinal-Einzug
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POLEN - RUSSLAND 1:1: Am Ende jubelten die Polen über den Punkt - sie wahrten mit dem Remis ihre Chance auf den Viertelfinal-Einzug
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Nach 18 Minuten gab's für den Gastgeber die kalte Dusche - Alan Dzagojew traf per Kopf zur russischen Führung
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Nach 18 Minuten gab's für den Gastgeber die kalte Dusche - Alan Dzagojew traf per Kopf zur russischen Führung
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Für den Yougster im Team der Russen war es bereits der dritte Treffer im Turnier
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Für den Yougster im Team der Russen war es bereits der dritte Treffer im Turnier
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Russland-Kapitän Arschawin gehörte zu den besten Russen und war selten in den Griff zu bekommen - hier versuchen sich die Polanski und Blaszczykowski
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Russland-Kapitän Arschawin gehörte zu den besten Russen und war selten in den Griff zu bekommen - hier versuchen sich die Polanski und Blaszczykowski
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Die Sbornaja vergab gute Möglichkeiten und wurde schließlich durch die Dortmund-Connection bestraft - Blaszczykowski traf nach Pass von Piszczek per Traumtor zum Ausgleich
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Die Sbornaja vergab gute Möglichkeiten und wurde schließlich durch die Dortmund-Connection bestraft - Blaszczykowski traf nach Pass von Piszczek per Traumtor zum Ausgleich
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Die Freude bei den Polen kannte keine Grenzen - Kapitän Blaszczykowski wurde von seinen Mitspielern fast erdrückt
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Die Freude bei den Polen kannte keine Grenzen - Kapitän Blaszczykowski wurde von seinen Mitspielern fast erdrückt
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Hart aber fair gingen beide Teams zu Werke - der Siegtreffer wollte, trotz Chancen auf beiden Seiten, Niemandem mehr gelingen
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Hart aber fair gingen beide Teams zu Werke - der Siegtreffer wollte, trotz Chancen auf beiden Seiten, Niemandem mehr gelingen
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GRIECHENLAND - TSCHECHIEN 1:2: Die Tschechen haben nach dem Sieg gegen schwache Griechen wieder alle Chancen auf das Viertelfinale
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GRIECHENLAND - TSCHECHIEN 1:2: Die Tschechen haben nach dem Sieg gegen schwache Griechen wieder alle Chancen auf das Viertelfinale
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Die Tschechen legten einen Blitzstart hin. Bereits nach drei Minuten erzielte Wolfsburgs Jiracek das 1:0
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Die Tschechen legten einen Blitzstart hin. Bereits nach drei Minuten erzielte Wolfsburgs Jiracek das 1:0
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Nach sechs Minuten fiel dann auch schon das zweite Tor. Pilar drückte eine Flanke von Gebre Selassie mit dem Knie über die Linie
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Nach sechs Minuten fiel dann auch schon das zweite Tor. Pilar drückte eine Flanke von Gebre Selassie mit dem Knie über die Linie
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Es kam noch dicker für die Griechen: die etatmäßige Nummer eins, Kostas Chalkias musste nach 23 Minuten ausgewechselt werden
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Es kam noch dicker für die Griechen: die etatmäßige Nummer eins, Kostas Chalkias musste nach 23 Minuten ausgewechselt werden
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Das Spiel wurde noch einmal spannend, nachdem Petr Cech im tschechischen Tor patzte und der eingewechselte Gekas den Ball ins leere Tor schieben konnte
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Das Spiel wurde noch einmal spannend, nachdem Petr Cech im tschechischen Tor patzte und der eingewechselte Gekas den Ball ins leere Tor schieben konnte
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Während Griechenland sich über den Anschlusstreffer freute, konnte der tschechische Keeper nicht fassen, was ihm passiert war
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Während Griechenland sich über den Anschlusstreffer freute, konnte der tschechische Keeper nicht fassen, was ihm passiert war
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Anschließend versuchten die Griechen es vornehmlich mit weiten Bällen in die Spitze, blieben aber insgesamt viel zu harmlos
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Anschließend versuchten die Griechen es vornehmlich mit weiten Bällen in die Spitze, blieben aber insgesamt viel zu harmlos
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RUSSLAND - TSCHECHIEN 4:1: Russland ging durch einen Treffer von Alan Dsagojew in Führung
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RUSSLAND - TSCHECHIEN 4:1: Russland ging durch einen Treffer von Alan Dsagojew in Führung
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Roman Schirokow überwand Petr Cech und sorgte so für das 2:0
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Roman Schirokow überwand Petr Cech und sorgte so für das 2:0
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Jaroslav Plasil (M.) wirkte für einen kurzen Augenblick niedergeschlagen, dann nahmen die Tschechen den Kampf aber an
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Jaroslav Plasil (M.) wirkte für einen kurzen Augenblick niedergeschlagen, dann nahmen die Tschechen den Kampf aber an
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Fehlentscheidung? Galatasaray-Stürmer Milan Baros, der als alleinige Spitze agierte, regte sich jedenfalls auf
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Fehlentscheidung? Galatasaray-Stürmer Milan Baros, der als alleinige Spitze agierte, regte sich jedenfalls auf
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Der gesteigerte Einsatz zeigte Wirkung: Vaclav Pilar schoss aus sehr spitzem Winkel das zwischenzeitliche 2:1
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Der gesteigerte Einsatz zeigte Wirkung: Vaclav Pilar schoss aus sehr spitzem Winkel das zwischenzeitliche 2:1
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Wer weiter fliegt, kriegt den Ball? Jan Rezek (l.) und Konstantin Syrjanow beim etwas anderen Luftkampf
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Wer weiter fliegt, kriegt den Ball? Jan Rezek (l.) und Konstantin Syrjanow beim etwas anderen Luftkampf
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Die Vorentscheidung: Alan Dzagojew bejubelt sein 3:1 für Russland
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Die Vorentscheidung: Alan Dzagojew bejubelt sein 3:1 für Russland
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"Herr Advocaat, ich habe getroffen!" Als Alles schon gelaufen war, drängte sich auch Roman Pawljutschenko auf die Liste der Torschützen
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"Herr Advocaat, ich habe getroffen!" Als Alles schon gelaufen war, drängte sich auch Roman Pawljutschenko auf die Liste der Torschützen
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POLEN - GRIECHENLAND 1:1: Sokratis Papastathopoulos (r.) testete früh das Trikot von Polen Maciej Rybus
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POLEN - GRIECHENLAND 1:1: Sokratis Papastathopoulos (r.) testete früh das Trikot von Polen Maciej Rybus
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Eine Dortmunder Kombination brachte Polen in Führung: Blaszczykowski flankte auf Lewandowski, der mit dem Kopf vollstreckte
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Eine Dortmunder Kombination brachte Polen in Führung: Blaszczykowski flankte auf Lewandowski, der mit dem Kopf vollstreckte
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Der erste Torjubel der EM 2012 - die Fans im Warschauer Nationalstadion unterstützten ihre Mannschaft lautstark
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Der erste Torjubel der EM 2012 - die Fans im Warschauer Nationalstadion unterstützten ihre Mannschaft lautstark
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Sokratis Papastathopoulos musste mit Gelb-Rot vom Platz. Zu unrecht - sein Gegenspieler war ausgerutscht
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Sokratis Papastathopoulos musste mit Gelb-Rot vom Platz. Zu unrecht - sein Gegenspieler war ausgerutscht
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Das 1:1 - Dimitri Salpingidis konnte Wojciech Szczesny überwinden. Der polnische Torwart sah später nach einer Notbremse rot
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Das 1:1 - Dimitri Salpingidis konnte Wojciech Szczesny überwinden. Der polnische Torwart sah später nach einer Notbremse rot
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Nach der roten Karte wurde Przemyslaw Tyton eingewechselt. Den Elfmeter von Giorgos Karagounis parierte er
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Nach der roten Karte wurde Przemyslaw Tyton eingewechselt. Den Elfmeter von Giorgos Karagounis parierte er
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ERÖFFNUNGSFEIER: Im Warschauer Nationalstadion führten hunderte Tänzer eine unterhaltsame Choreografie auf
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ERÖFFNUNGSFEIER: Im Warschauer Nationalstadion führten hunderte Tänzer eine unterhaltsame Choreografie auf
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Die Kostüme wirkten etwas folkloristisch - immerhin waren sie bunt
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Die Kostüme wirkten etwas folkloristisch - immerhin waren sie bunt
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Auch das Logo der EURO wurde als riesiger Luftballon in die Show integriert
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Auch das Logo der EURO wurde als riesiger Luftballon in die Show integriert
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SPOX: Was hat die Mannschaft nach dem Final-Triumph in der Kabine gemacht? Das war für Griechenland ja absolut unglaublich.

Charisteas: Wir haben mit Champagner gefeiert, wir haben gesungen... Wir haben ein paar brutale Sachen gemacht. Das waren natürlich unglaubliche Momente, die jeder Fußballer erleben will. Der Ministerpräsident Griechenlands ist dann noch in unsere Kabine gekommen und hat uns gratuliert.

SPOX: Sie haben lange in Deutschland gespielt und haben hier seit 2004 den Spitznamen "Euro-Harry". Haben die Europameister in Griechenland auch einen speziellen Spitznamen?

Charisteas: Für die Griechen sind wir Helden, also "Held Angelos". Oder "Held Harry" - in den letzten Jahren nennt man mich in Griechenland auch Harry. Aber es bedeutet mir sehr viel, dass ich in Deutschland einen solchen Spitznamen bekommen habe.

SPOX: Griechenland hat 2004 mit Libero hinter der Abwehr gespielt, und es hat auch funktioniert. Warum macht das heute niemand mehr?

Charisteas: Die meisten wollen, dass ihre Mannschaft mit einer modernen Taktik spielt. Otto Rehhagel war aber kein Trainer, dem es nur um Taktik oder um das System ging. Er wollte eine Mannschaft aus den Spielern formen, die er zur Verfügung hatte. Manche Teams haben einen Lionel Messi, manche nicht. Rehhagel hat immer gesagt: "Wir haben keinen Lionel Messi, also spielen wir mit Libero." Das war seine Philosophie.

SPOX: Über Otto Rehhagel müssen wir natürlich noch reden. Sie haben einmal gesagt, dass er wie ein Vater für sie ist. Haben Sie noch Kontakt?

Charisteas: Ich hatte vor sechs Monaten das letzte Mal Kontakt zu Otto Rehhagel, ich habe ihm über gemeinsame Freunde Grüße ausgerichtet und ihm viel Glück gewünscht, weil es ja eine sehr schwierige Zeit bei Hertha BSC war und er versucht hat, die Mannschaft zu retten. Ich glaube, er hat gezeigt, was für ein Fighter er ist. Er gibt bis zum Ende immer alles.

SPOX: Hätte man nicht eigentlich Otto Rehhagel noch einmal nach Griechenland holen sollen? Nur für zwei Monate, für die EM?

Charisteas: (lacht) Ich weiß nicht. Wir haben einen guten Trainer bei der Nationalmannschaft, denke ich. Er hat es schwer gehabt in den letzten zwei Jahren, weil Otto Rehhagel einfach einzigartig ist. Aber er hat es geschafft, dass wir uns als Gruppensieger für die EM qualifiziert haben, ohne ein einziges Spiel zu verlieren. Das zeigt, dass er die Qualität und die Mentalität hat, die Mannschaft weit zu bringen.

SPOX: Rehhagel hat den Griechen nicht nur den EM-Titel hinterlassen, sondern auch ein paar nette Zitate. Zum Beispiel: "Die Griechen haben die Demokratie erfunden, ich habe eine demokratische Diktatur eingeführt."

Charisteas: (schmunzelt) Das stimmt. Otto Rehhagel hat die Kommandos gegeben. Wenn er eine Meinung zu gewissen Dingen oder einzelnen Spielern hatte, dann konnte man ihn nicht mehr davon abbringen. Das war charakteristisch für ihn.

SPOX: Auch diese Aussage stammt von Otto: "Es gibt den Spruch: Man spielt nur so gut, wie es der Gegner zulässt. Wir haben es nicht zugelassen."

Charisteas: Es war immer Ottos Philosophie, dass seine Mannschaft den Gegner keinen Moment zur Entfaltung kommen lässt. So, dass der Gegner keine Möglichkeit dazu bekommt, das Spiel zu gewinnen. Er will, dass man von der ersten bis zur letzten Minute zeigt: "Wir werden heute das Spiel gewinnen." Dabei war ihm auch die Körpersprache wichtig.

SPOX: Der wohl bekannteste Satz Rehhagels: "Modern spielt, wer gewinnt."

Charisteas: Genau, das hat er zu uns gesagt. Es gab viel Kritik dafür, dass er mit Libero gespielt hat. Da hat er gesagt: Moderne Taktik ist, zu gewinnen. Wer gewinnt, spielt modernen Fußball.

SPOX: Was ist für die griechische Mannschaft bei dieser EM noch drin?

Charisteas: Das Viertelfinale ist nach dem 1:1 gegen Polen noch immer möglich. Wir haben eine gute Chance, ich rechne damit, dass wir und Russland weiterkommen.

SPOX: Wie geht es bei Ihnen persönlich weiter?

Charisteas: Ich habe bei Panetolikos ja nur ein Jahr Vertrag gehabt. Im Moment bin ich mit einigen Vereinen in und außerhalb von Griechenland in Gesprächen. Ich bin sicher, dass ich in den nächsten zwei Wochen bei einer Mannschaft unterschreiben werde.

SPOX: Könnte es theoretisch sein, dass Sie noch einmal in Deutschland spielen?

Charisteas: Es wäre mein Traum, meine Karriere in Deutschland zu beenden. Ich hoffe, dass ich dort einen Verein finde, weil ich denke, dass ich die Mentalität und die Fähigkeiten habe, um in der Bundesliga zu spielen. Ich habe Schalke 04 letztes Jahr verlassen, hatte aber das Glück, dort große Momente zu erleben. Das war für mich etwas Besonderes und hat mir auch Kraft gegeben. Hoffentlich kann ich das in der Bundesliga noch einmal zeigen.

Griechenlands Gruppe im Überblick

Interview: Stefan Petri

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