Druck auf den Kapitän nimmt zu

Rassismus-Vorwurf: Terry zur EM? "No way!"

Von SPOX
Donnerstag, 02.02.2012 | 12:45 Uhr
John Terry soll bei der EM auf sein Amt als Englands Kapitän verzichten
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad

Sportpolitiker und Journalisten in England fordern, dass John Terry aufgrund der Rassismus-Affäre nicht an der EM 2012 teilnehmen darf. Der Prozess wegen angeblicher Beleidigung Terrys gegen den farbigen Spieler Anton Ferdinand wurde auf den 9. Juli vertagt, also auf die Zeit nach der EM. Terry bestreitet die Vorwürfe weiterhin.

Sportlich dümpelt John Terry mit dem FC Chelsea derzeit dahin. Das glückliche 1:1 bei Swansea am Dienstag verhinderte zwar die sechste Ligapleite der Saison, der Rückstand der Blues auf das Duo aus Manchester beträgt aber schlanke zwölf Punkte.

Terry produziert aber vor allem außerhalb des Platzes negative Schlagzeilen. Am Mittwoch fand vor dem Westminster Magistrates Court in London die Anhörung wegen des Vorwurfs der rassistischen Beleidigung statt. Terry wird beschuldigt, den farbigen Spieler Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers im Oktober 2011 beleidigt haben.

Terry ließ sich von seinem Anwalt vertreten und plädierte auf "nicht schuldig". Daraufhin wurde der Prozess-Beginn auf 9. Juli vertagt. Acht Tage später findet in Kiew das Finale der EM 2012 statt.

"...dann wäre die Kabine verseucht"

Terry ist Kapitän der englischen Nationalmannschaft. "No way" sagen jetzt Sportpolitiker und Journalisten in England. Jason Roberts, farbiger Stürmer vom FC Reading und "BBC"-Experte twitterte: "Ich glaube nicht, dass Englands Kapitän zur EM fahren sollte. Solange kein Urteil gefällt wurde, wäre die Kabine verseucht."

Ganz so drastisch sieht es der Parlamentsabgeordnete Damian Collins nicht. Terry sollte aber sein Amt als Kapitän der Three Lions abgeben, solange der Verdacht besteht. "Solange nichts bewiesen ist, gilt die Unschuldsvermutung. Aber sollte Terry bei der EM England aufs Feld führen? Ich denke nicht", so Collins.

Und Piara Powar, der sich stark für Anti-Rassismus im europäischen Fußball engagiert, sagte: "Kapitän zu sein, bedeutet, ein Leader zu sein. Die Schwere der Anschuldigungen lässt aber nicht zu, dass er die Auswahl eines Landes führt."

Englischer Verband gibt Gas

Der englische Verband FA will in der Angelegenheit so schnell wie möglich vorankommen und hat laut "Daily Mail" für den 23. Februar ein Meeting angesetzt, sechs Tage später absolviert England ein Testspiel gegen die Niederlande.

Bei der EM soll Terry mit Rio Ferdiand das Innenverteidiger-Duo der Engländer bilden. Rio ist der ältere Bruder von Anton Ferdinand - was die Sache nicht gerade einfacher macht.

John Terry im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung