Berti Vogts' Zweitwohnsitz bleibt vorerst Baku

SID
Mittwoch, 08.06.2011 | 12:57 Uhr
Wird seinen Vertrag trotz der Vorfälle in Aserbaidschan erfüllen: Berti Vogts (l.)
© Getty
Advertisement
League Cup
Di23.01.
Die Entscheidung: Bristol-ManCity & Chelsea-Arsenal
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Serie A
SPAL -
Inter Mailand
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Benevento
Serie A
Neapel -
Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand -
Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Primera División
Real Sociedad -
La Coruna
Primera División
Eibar -
FC Sevilla
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Primera División
Real Betis -
Villarreal
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Primera División
Alaves -
Celta Vigo
Premier League
Man United – Huddersfield (Delayed)
Primera División
Levante -
Real Madrid
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Bromwich -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Hellas Verona -
AS Rom
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Udinese -
AC Mailand
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Serie A
Cagliari -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
FC Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon
Serie A
Lazio -
CFC Genua

Seit April 2008 ist Berti Vogts Nationaltrainer von Aserbaidschan. Der 64-Jährige steht am Kaspischen Meer noch bis Ende November unter Vertrag. Nach der 1:3-Niederlage gegen Deutschland kündigte er an, dass er trotz der Anfeindungen gegen seine Person seinen Vertrag in Aserbaidschan erfüllen und eventuell sogar verlängern wolle.

Baku statt Korschenbroich: Entgegen ersten Überlegungen blieb Berti Vogts nach dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Aserbaidschan und seinem Heimatland Deutschland (1:3) am Dienstagabend doch noch in Baku, wo er bis Donnerstag seine Zukunft als Nationaltrainer beim aserbaidschanischen Verband AFFA klären will.

Die Rückkehr in sein Haus am geliebten Niederrhein, auf die er sich nach den chaotischen Tagen am Kaspischen Meer so gefreut hatte, wurde von dem ehemaligen Bundestrainer noch einmal verschoben.

Vogts will den Vertrag erfüllen

"Ich habe hier noch einen Vertrag bis zum Ende des Jahres, den werde ich erfüllen. Danach sehen wir weiter", sagte Vogts, der nach einem tätlichen Angriff auf seine Person kurz zuvor noch ernsthaft überlegt hatte, ob er die Brocken hinschmeißen soll.

"Wenn drei Verrückte auf einen einstürmen, dann fühlt man sich bedrängt. Ich hatte Angst", sagte Vogts und bekräftigte nach dem Abpfiff noch einmal, dass er diese Attacke nicht herunterspielen werde. "Sie waren nicht dabei, ich habe aber einen Zeugen", so Vogts, der bei der Pressekonferenz am Dienstagabend mal wieder einem medialen Spießrutenlauf durch die einheimischen Reporter ausgesetzt war.

Janßen: "Diese Journalisten sind dumm"

Co-Trainer Olaf Janßen sagte dem "Kölner Express" in der Donnerstag-Ausgabe: "Wir werden unseren Vertrag definitiv erfüllen und die Qualifikation für die EM zu Ende spielen. Wir haben uns mit den Vertretern des Verbandes dann auf Gespräche im Spätherbst vertagt. Die Entscheidung, ob wir die WM-Qualifikation für Brasilien mit Aserbaidschan angehen, wird dann fallen." Der Verband stehe "wie eine Eins hinter Berti", so der Ex-Profi.

Über die jüngsten Vorkommnisse äußerte Janßen: "Diese Journalisten sind dumm und ahnungslos. Total Banane. Manche Pressekonferenz war ein unangenehmes Erlebnis und gehört ins Gruselkabinett. Was ein Berti Vogts mit seinen Erfolgen sich hier für Fragen gefallen lassen muss - in welch repektloser Art - ist schon abenteuerlich."

Vogts: "Liebenswerte Leute"

Ob er sich schon bei seinem Kollegen Joachim Löw dafür bedankt habe, dass die Deutschen so schwach gespielt hätten, wurde Vogts gefragt und musste dann vor laufenden Kameras gute Miene zum bösen Spiel machen.

"Man spielt immer so gut, wie der Gegner es zulässt", konterte der einstige Terrier, der versicherte, dass er trotz der viele Steine, die man ihm in den Weg lege, noch "viel Spaß an der Arbeit mit den jungen Leuten" habe.

Zudem hob der 64-Jährige noch einmal hervor, dass die Einwohner von Aserbaidschan "liebenswerte Leute" seien. "Idioten gibt es überall", sagte Vogts, der nach dem Spiel von Bodyguards bewacht wurde.

Mit Gießkanne und Toilettenpapier

Zudem kontrollierten vor dem Pressezelt Sicherheitskräfte die Taschen der Medienvertreter, nachdem Vogts im Abschluss an eine Pressekonferenz am Sonntag von drei Personen angegriffen worden war - unter anderem mit Toilettenpapier und einer Gießkanne.

"Ich bin seit vier Jahren hier und weiß, was mich hier erwartet. Ich habe die Aufgabe, hier mit Hilfe des Verbandes Strukturen zu schaffen. Unser Ziel ist es, in einigen Jahren den Anschluss ans europäische Mittelmaß zu finden", berichtete Vogts, der dann aber eingestand, dass dieser Prozess aus allerlei Gründen auch für ihn "zu langsam" verlaufe.

Zukunft noch offen

Andererseits wollten die Aserbaidschaner aufgrund ihrer Mentalität den schnellen Erfolg. "Das geht vielleicht beim Ringen, aber in einer Mannschaftssportart ist das nicht möglich. Wir werden aber weiterarbeiten und noch einige Spiele gewinnen", sagte Vogts und verwies auf den Entwicklungsprozess der deutschen Mannschaft: "Da ist über Jahre etwas herangewachsen. Daran sieht man, dass ein Langzeitprojekt Erfolge bringt."

Ob er an diesem Langzeitprojekt noch länger in führender Position teilhaben will, ließ Vogts zunächst offen. Darüber kann er ja in Korschenbroich nachdenken, wohin er am Donnerstag zurückkehren will.

Der Steckbrief von Berti Vogt

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung