EM-Quali: Schweiz - England

Trotz Ehe-Skandal: Rooney wird spielen

SID
Dienstag, 07.09.2010 | 10:15 Uhr
Wayne Rooney (l.) gab im Jahr 2003 sein Debüt für die englische Nationalmannschaft
© Getty
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Der Skandal um Englands Stürmerstar Wayne Rooney überschattet das heutige EM-Quali-Spiel gegen die Schweiz. Der Stürmer von Manchester United wird dennoch auflaufen, wie Teamchef Fabio Capello ankündigte.

Niemand spricht von der Schweiz, alle reden über den Skandal: Die Affäre von Englands Fußball-Star Wayne Rooney mit einer Prostituierten überschattet die Vorbereitung der Nationalmannschaft auf das EM-Qualifikationsspiel am heutigen Dienstag in Basel.

Dabei kommen immer neue Details ans Tageslicht. So soll die Affäre der Hauptgrund für die schwache Leistung des Torjägers bei der WM gewesen sein. Zudem habe Rooneys Umfeld bei Manchester United bereits seit langer Zeit von den privaten Problemen des 24-Jährigen gewusst.

Laut Teammanager Fabio Capello soll Rooney, der alle vier Tore beim 4:0 gegen Bulgarien am Freitag vorbereitet hatte, gegen das Schweizer Team von Trainer Ottmar Hitzfeld zum Einsatz kommen. "Er ist fit, und er wird auch spielen", sagte Capello auf einer Pressekonferenz am gestrigen Montag in Basel.

Buchmacher glauben an Rooney

Die Teamkollegen hatten bereits zuvor eine Lanze für den Torjäger gebrochen. "Man hat am Freitag gesehen, was für ein Spieler Wayne ist. Ich hoffe, er geht am Dienstag raus und macht drei Tore", sagte Mittelfeldspieler James Milner.

Auch die englischen Buchmacher glauben an Treffer Rooneys in der Schweiz. Mit Wetten auf ein Tor des Angreifers ist kaum Geld zu verdienen.

Genauso sieht es allerdings bei einer Wette aus, deren Inhalt die Einleitung der Scheidung Rooneys von seiner Frau Coleen noch vor Weihnachten ist.

Hitzfeld: "Wir peilen den Gruppensieg an"

Die Unruhe bei den Three Lions dürfte Hitzfeld entgegenkommen. Allerdings hat der Coach der Schweizer selbst mit hausgemachten Problemen zu kämpfen.

Nach dem 0:0 am Freitag gegen Australien ärgerte sich Hitzfeld über die Zuschauer in St. Gallen, die Torjäger Alexander Frei nach einem verschossenen Elfmeter ausgepfiffen hatten.

"Es war peinlich, wie sich ein paar Zuschauer benommen haben. Das war total unfair vom Publikum", sagte Hitzfeld. Dennoch hofft der 61-Jährige, der auf den erkrankten Tranquillo Barnetta von Bayer Leverkusen verzichten muss, auf eine Überraschung.

"Es wäre natürlich ein Traum, diesen Gegner zum Start zu bezwingen", sagte Hitzfeld: "Wir peilen den Gruppensieg an. Ich hoffe, dass wir insgesamt eine gute Qualifikation spielen und am Ende mindestens als Zweiter in die Play-offs kommen."

EM-Quali: Hitzfelds Angst vor dem Nachwuchs

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