Vor dem Spiel gegen Deutschland

Vogts glaubt nicht an eine Überraschung

SID
Sonntag, 05.09.2010 | 12:03 Uhr
Berti Vogts war vor seiner Zeit in Aserbaidschan Nationaltrainer Nigerias
© Getty
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Vor der EM-Qualifikation gegen Deutschland glaubt Aserbaidschans Nationalcoach Berti Vogts nicht an eine Überraschung seines Teams, sondern träumt von einem großen Karriereschritt.

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts trifft mit seiner Mannschaft Aserbaidschan in der EM-Qualifikation am Dienstag in Köln auf Deutschland (20.30 im LIVE-TICKER). Vor dem dritten Duell zwischen Aserbaidschan und Deutschland erklärt der 64-Jährige, warum er für seine Mannschaft keine Chance sieht.

Frage: Wie beurteilen Sie den 1:0-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation in Belgien?

Berti Vogts: Für Deutschland bedeuten diese drei Punkte fast schon den Gruppensieg. Denn die junge belgische Mannschaft schätze ich in unserer Gruppe als die beste Mannschaft hinter Deutschland ein. Ich glaube nicht, dass die Türkei in Belgien gewinnen wird.

Frage: Welche Erkenntnise haben Sie im Hinblick auf das Spiel Ihrer Mannschaft gegen Deutschland gewonnen?

Vogts: Ich habe das Spiel nur mit einem Auge am Fernseher verfolgt, weil wir im Mannschaftskreis einen Geburtstag gefeiert haben, aber mein Co-Trainer Olaf Janßen war in Brüssel vor Ort. Die deutsche Mannschaft hat zeitweise schon an ihre WM-Leistungen angeknüpft und das Spiel souverän gewonnen.

Frage: Sie haben zuletzt mehrmals betont, dass das Spiel für Ihre Mannschaft eine kostenlose Lehrstunde wird. Dabei haben Sie in der WM-Qualifikation bis auf das 0:4 in Deutschland gegen alle anderen Gegner gut mitgehalten und selbst gegen Russland ein 1:1 erzielt.

Vogts: Da hatten wir auch ganz andere Voraussetzungen und konnten die eine oder andere Mannschaft wie Russland oder Finnland und Wales ärgern. Aber in Ruslan Abischow und Wolodomir Lewin fehlen mir zwei ganz wichtige Defensivkräfte, die kurzfristig ausgefallen sind. Zudem fehlt unser bester Stürmer. Da können wir nicht viel ausrichten. Wir werden aber das Beste daraus machen und so lange laufen, wie die Füße uns tragen. Für mich ist wichtig, dass die Spieler anschließend aus dem Spiel ihre Lehren ziehen und sich fragen: Was fehlt mir noch? Wie kann ich mich verbessern? Deshalb ist dieses Spiel eine kostenlose Fortbildung, für die man normalerweise viel Geld bezahlen müsste.

Frage: Sie haben Ihr Team bereits seit Anfang vergangener Woche in Deutschland auf das Spiel gegen Ihre ehemalige Mannschaft vorbereitet. Warum sind Sie so früh angereist?

Vogts: Damit sich die Spieler an die Bedingungen gewöhnen können. Wir haben nicht so schnelle Rasenspielflächen, die zudem noch gewässert werden. Sie müssen sich auch an Stollenschuhe gewöhnen, weil sie im Sommer nur Nockenschuhe gewohnt sind und im Winter auf Kunstrasen spielen. Das sind alles Kleingkeiten, auf die man achten muss.

Frage: Sie haben nach der WM-Qualifikation Ihren Vertrag in Aserbaidschan verlängert. Macht Ihnen der Trainerjob dort so viel Spaß?

Vogts: Die Arbeit macht mir Spaß, sonst hätte ich nicht verlängert. Ich sehe mich aber weniger als Trainer, sondern mehr als Entwicklungshelfer. Erst jetzt sind Regionalverbände gegründet worden, für die wir die Trainer noch ausbilden müssen. Das ist eine spannende Aufgabe. Wir werden aber noch vier, fünf Jahre brauchen, um Anschluss ans europäische Mittelmaß zu finden. Schneller wird das nicht gehen.

Frage: Ist der Stellenwert des Fußballs in Aserbaidschan in den vergangenen zwei Jahren gestiegen?

Vogts: Fußball ist nach wie vor eine Randsportart. Die Sportart Nummer eins in Aserbaidschan ist Schach. Garri Kasparow ist schließlich Aserbaidschaner. Danach kommen Ringen und Gewichtheben. Im Fußball werden mittlerweile aber sehr hohe Gehälter bezahlt, da es viele reiche Leute gibt, die sich als Hobby einen Klub leisten. Mittlerweile steht ja sogar ein Emile Mpenza in Baku unter Vertrag. Da kann sich jeder vorstellen, was dort zu verdienen ist.

Frage: Wie lange läuft Ihr Vertrag in Aserbaidschan?

Vogts: So lange, wie ich Lust habe, dort zu arbeiten. Es geht ja nicht ums Geldverdienen. Mein Traum wäre es, noch einmal in den USA oder in der Premier League zu arbeiten.

Vogts sieht sich als Entwicklungshelfer in Aserbaidschan

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