Fussball

1. FC Kaiserslautern von "regionaler Investorengruppe" gerettet - Einstieg von Becca vom Tisch

Von SPOX
Kurz vor knapp gerettet: der 1. FC Kaiserslautern.
© getty

Spektakuläre Wende beim 1. FC Kaiserslautern: Eine regionale Investorengruppe hat den deutschen Meister von 1998 mit einer Finanzspritze in Höhe von drei Millionen Euro gerettet. Das teilte der in finanzielle Nöte geratene Klub am späten Montagabend im Anschluss an eine mehrstündige Beiratssitzung mit.

Das hitzig diskutierte Angebot des Investors Flavio Becca sei damit "nicht mehr existent", hieß es in einer Pressemitteilung seitens des Vereins.

Der Luxemburger hatte sein finanzielles Engagement (25 Millionen Euro in 5 Jahren) an die Bedingung geknüpft, dass FCK-Beirat Michael Littig im Rahmen der Beiratssitzung am Montag von allen seinen Ämtern zurücktreten müsse. Im Ergebnis der Sitzung habe Littig seine Ämter jedoch nicht zur Verfügung gestellt.

Die von den regionalen Investoren aufgebrachten drei Millionen Euro an Eigenkapital für den Klub (kein Kredit) sichern im ersten Schritt die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison der Roten Teufel. Nach gemeinsamen Recherchen des kicker und des SWR haben den Lauterern vor diesem Montag noch "rund 1,5 Millionen Euro" gefehlt, um die Lizenz mit einem Spieler-Etat von 4,5 Millionen Euro in der kommenden Saison zu sichern.

FCK winken Millionen von den Investoren im Aufstiegsfall

Der neue Deal mit der Investorengruppe hinter Littig ermöglicht den Pfälzern jedoch einen Top-Etat für Drittligaverhältnisse, der das Ziel Aufstieg verdeutlicht. Bis zum 28. Mai muss der FCK die fehlenden Gelder beim DFB nachweisen.

Notfalls seien die Geldgeber darüber hinaus in der Lage und dazu bereit, auch kurzfristig weitere Gelder nachschießen, falls sich andere Geldgeber zurückziehen sollten, heißt es aus dem Lauterer Umfeld.

Im Gegenzug erhält die Investorengruppe einen zehnprozentigen Aktienanteil am Verein und einen Sitz im Beirat. "Weitere Investitionen werden in Abhängigkeit eines Bewertungsverfahrens in Aussicht gestellt. Das laut Angebot in der zweiten Liga von 130 Millionen bis 190 Millionen und in der ersten Liga bis 250 Millionen reichen kann", teilte der Verein mit.

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