3. Liga, 14. Spieltag

Wehen patzt, Münster Derbysieger

SID
Samstag, 18.10.2014 | 16:18 Uhr
Wehen Wiesbaden patzt gegen die Mainzer Reserve
© getty
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Der SV Wehen Wiesbaden bleibt trotz eines Patzers vorerst Spitzenreiter in der 3. Liga. Wehen unterlag dem FSV Mainz 05 II mit 1:2 (0:2), führt mit 26 Punkten die Tabelle aber weiter an. Arminia Bielefeld verliert das Derby bei Preußen Münster und rutscht auf den vierten Platz.

Die Aufstiegsaspiranten in der 3. Liga schwächelten am Wochenende: Der SV Wehen Wiesbaden blieb aber trotz eines Patzers Spitzenreiter, Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld verpasste am Sonntag die Übernahme der Tabellenführung.

Die Ostwestfalen verloren am 14. Spieltag vor 14.300 Zuschauern im ausverkauften Preußen-Stadion mit 1:3 (1:0) das brisante Derby bei Preußen Münster. In der Schlussphase der Partie gab es Ausschreitungen, 634 Polizisten waren im Einsatz.

Sebastian Schuppan (40.) traf 1:0 für die Mannschaft von der Alm. Amaury Bischoff (64., Handelfmeter) glich für die Gastgeber aus. Rogier Krohne (80.) und Marcus Piossek (83.) trafen zum Sieg für die Preußen.

10 Minuten Unterbrechung

In der 86. Minute musste die Begegnung von Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) für rund zehn Minuten unterbrochen werden, weil Anhänger der Gäste Feuerwerkskörper und Bengalos gezündet hatten. Danach konnte die Partie allerdings zu Ende gespielt werden.

Mit 24 Punkten belegen die Arminen den vierten Platz hinter Tabellenführer SV Wehen Wiesbaden (26 Zähler) sowie Rot-Weiß Erfurt und Dynamo Dresden (je 25 Punkte). Münster ist Achter mit 24 Punkten.

Am Samstag hatten alle Aufstiegsaspiranten gepatzt. Der ehemalige Zweitligist Wehen Wiesbaden unterlag dem FSV Mainz 05 II mit 1:2 (0:2), führt die Tabelle aber weiter an. "Uns sind zu viele leichte Fehler unterlaufen. Erst in der Schlussviertelstunde haben wir dann noch einmal Gas gegeben, aber in der Summe waren wir einfach nicht gut genug", äußerte Wehen-Coach Marc Kienle.

Kickers gehen im Derby unter

Damian Roßbach (12.) und Devante Parker (24.) sorgten mit ihren Toren für den überraschenden Auswärtssieg der Mainzer. Der Anschlusstreffer von Tobias Jänicke (85.) kam für die Gastgeber zu spät.

Wehen Wiesbaden profitierte von den weiteren Ausrutschern der Konkurrenz. Die Stuttgarter Kickers (24) gingen im Derby beim VfB Stuttgart II mit 1:5 (1:2) unter. "Eine Derby-Niederlage fühlt sich nie gut an, und ich hatte von meiner Mannschaft mehr erwartet und erhofft. Der VfB hat stark gekontert und insgesamt bin ich natürlich nicht zufrieden", kommentierte Kickers-Trainer Horst Steffen. Für den VfB II erzielten Daniel Ginczek (14.), Marvin Wanitzek (43. und 72.), Timo Baumgartl (49.) und Marco Grüttner (88.) die Treffer, Elia Soriano hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (32.)

Der Chemnitzer FC (24) unterlag bei Rot-Weiß Erfurt mit 0:2 (0:1), Kevin Möhwald (3.) und Amer Kadric (90.+3) besiegelten in Erfurt die vierte Saisonniederlage der Chemnitzer. Der MSV Duisburg (24) musste sich bei Energie Cottbus (23) mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Nach zwölf Spielen die erste Liga-Pleite für die Zebras. "Das war unnötig", betonte Coach Gino Lettieri, "wir haben ein aufregendes Spiel gesehen, in dem wir in der ersten Hälfte sehr gute Möglichkeiten hatten, in Führung zu gehen. Irgendwann war dann klar, dass der gewinnt, der das erste Tor schießt - und so kam es auch!"

Dresden und Rostock nur Remis

Die Lausitzer waren natürlich froh über den Dreier. "Wir haben von Anfang an gesagt: jeder kann gegen jeden gewinnen, aber auch verlieren. Nur wer ans Limit kommt, hat in dieser Spielklasse eine Chance", äußerte Energie-Trainer Stefan Krämer. Für Cottbus trafen Torsten Mattuschka (59., Foulelfmeter) und Tim Kleindienst (86.) gegen Duisburg.

Dynamo Dresden kam gegen Aufsteiger Fortuna Köln nicht über ein 0:0 hinaus. Hansa Rostock und die SpVgg Unterhaching trennten sich 2:2 (0:1). "Wir haben heute nicht besonders gut gespielt, deswegen müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein", sagte Hachings Trainer Christian Ziege. Sein Rostocker Kollege Peter Vollmann ergänzte: "Zum Glück ist der Super-GAU nicht eingetreten, dass wir dieses Spiel nach dem Platzverweis für unseren Torhüter nicht noch verloren haben."

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