RB bleibt dran - Hansa lässt abreißen

Von Adrian Bohrdt
Samstag, 22.02.2014 | 16:03 Uhr
Weiter auf Aufstiegskurs: Leipzig um Daniel Frahn siegte in Kiel souverän
© getty
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Der Top-Torjäger bringt RB in Kiel auf die Siegesspur. Heidenheim siegt weiter und kann für die 2. Liga planen. Rivale Darmstadt musste sich in Chemnitz mit einem Remis begnügen. Die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart kam zum Auftakt nicht über ein Unentschieden gegen Preußen Münster hinaus. Hansa kommt in Regensburg nicht über ein Unentschieden hinaus.

Sonntagsspiel

Jahn Regensburg - Hansa Rostock 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Savran (24./FE), 1:1 Neunaber (81./HE)

Die Hansa-Kogge schlingert weiter. Nach nur einem Sieg aus fünf vorangegangenen Spielen war für die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann in Regensburg zwar etwas drin, trotzdem reichte es nur zu einem Punkt. Kurioserweise fielen im Jahnstadion beide Tore per Strafstoß. Shervin Radjabali-Fardi wurde zur tragischen Figur bei den Gästen, als er zehn Minuten vor Schluss einen Handelfmeter verschuldete. Mario Neunaber bedankte sich und schoss unten rechts zum Endstand ein.

Dabei wurde der erste Gang zum Punkt zunächst zum Dosenöffner für die Rostocker (24.). Halil Savran trat nach einem an ihm verübten Foulspiel selbst an und verwandelte sicher. Zuvor bekamen die 5.169 Zuschauer nur Magerkost geboten. Von beiden Mannschaften war vor den Gefahrenzonen kaum etwas zu sehen. Auch nach der Führung für die Gäste ebbte das Niveau umgehend wieder ab.

Erst der Gang in die Kabinen setzte nach dem Wiederanpfiff neuen Schwung frei - besonders die Gastgeber waren engagiert, den Spielstand noch zu drehen. Vor dem Tor war der Jahn, letztmals Mitte Dezember ohne eigenen Treffer, aber zu zahnlos. So musste schließlich der zweite Strafstoß des Nachmittags die Entscheidung herbeiführen.

Samstagsspiele

Holstein Kiel - RB Leipzig 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Frahn (12.), 0:2 Heidinger (54.)

Kiel machte das Spiel, Leipzig die Tore - so sollte die Devise vor 4.946 Zuschauern im Holstein-Stadion lauten. Vor allem als die Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich drängte, sorgten die Gäste für die Vorentscheidung: Aus 30 Metern zog Sebastian Heidinger einfach ab und der Ball schlug im rechten Winkel ein (54.). Es war die erste Chance für Leipzig nach der Pause.

Gleichzeitig bedeutete das quasi eine Wiederholung des ersten Durchgangs. Auch in den ersten Minuten der Partie spielten die Kieler besser und wirkten gefährlicher, doch wieder nutzte Leipzig seine erste Möglichkeit. Yussuf Poulsen schickte Sebastian Heidinger über links, dessen Flanke landet im Strafraum. Kapitän Daniel Frahn schaltete am langen Pfosten am schnellsten und traf zur Führung (12.).

Die Hausherren dagegen machten in der phasenweise packenden, intensiven Partie zu wenig aus ihren Gelegenheiten. Den Kopfball von Mika Ääritalo kratzte RB-Torhüter Benjamin Bellot noch von der Linie (21.) und wenig später rettete Bellot mit dem Fuß gegen den Kopfball von Manuel Hartmann. Nach dem 0:2 kam aber auch von Kiel nicht mehr viel. Die Störche haben damit nur eines der letzten sechs Spiele gewonnen, Leipzig dagegen festigt den zweiten Tabellenplatz mit dem dritten Sieg hintereinander.

Borussia Dortmund II - MSV Duisburg 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Treude (8.), 2:0 Väyrynen (90.+2)

Schon früh stellten die starken Dortmunder die Weichen auf den zweiten Sieg hintereinander: Nach einer Ecke reagierte Tim Treude am schnellsten und drückte den Ball aus wenigen Metern über die Linie (8.).

Der BVB bestimmte in der Folge die Partie vor 4.564 Zuschauern, brauchte aber bis zur Schlussminute für die Entscheidung. Tim Väyrynen setzte sich gegen den heraus geeilten Michael Ratajczak durch und traf ins leere Tor zum erlösenden 2:0.

Doch bereits davor hätte der BVB alles klar machen müssen. So traf Tammo Harder nur den Pfosten (19.) und der Kopfball von Evan Nyarko klatschte an die Latte (70.). Von Duisburg dagegen kam vor allem offensiv viel zu wenig, der MSV verliert so den Anschluss an die Aufstiegsplätze. Dortmund verschafft sich indes mit dem Sieg ein Polster auf die Abstiegsränge.

1. FC Heidenheim - 1. FC Saarbrücken 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Schnatterer (25./FE), 2:0 Reinhardt (67.), 2:1 Reisinger (71.)

Zwar war das Duell von Spitzenreiter Heidenheim und Schlusslicht Saarbrücken auf dem Papier eine klare Angelegenheit, doch am Ende musste der Tabellenführer lange zittern. Stefan Reisinger verkürzte nach einem Abstimmungsfehler in der Heidenheimer Defensive 20 Minuten vor dem Ende auf 2:1 - doch die Gastgeber brachten ihren knappen Vorsprung über die Zeit.

Dabei sah nach 25 Minuten alles nach einem entspannten Nachmittag für Heidenheim aus. Marc Schnatterer knallte den Ball aus 18 Metern an den Pfosten und wurde direkt danach im Strafraum von Kevin Pezzoni zu Fall gebracht. Der Kapitän trat selbst an und verwandelte sicher (25.).

Doch danach schaffte es Heidenheim lange nicht, seinen Vorsprung auszubauen. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe Julius Reinhardt nach Pass von Smail Morabit zur Stelle war und den vermeintlich erlösenden zweiten Treffer erzielte. Vier Minuten später machte Reisinger die Partie wieder spannend, mehr gelang den Gästen, die jetzt sechs ihrer letzten sieben Spiele verloren haben, aber nicht mehr. Heidenheim dagegen ist seit nunmehr 14 Spielen ungeschlagen.

Chemnitzer FC - SV Darmstadt 98 1:1

VfL Osnabrück - Hallescher FC 3:0

SV Wehen-Wiesbaden - Rot Weiss Erfurt 1:1

SV Elversberg - Wacker Burghausen 1:0

SpVgg Unterhaching - Stuttgarter Kickers 2:2

Freitagsspiel

VfB Stuttgart II - Preußen Münster 0:0

Rote Karte: Masuch (Münster/Notbremse/68.)

Die Partie zwischen dem Tabellenzwölften dem Tabellendreizehnten startete äußerst zerfahren. Soufian Benyamina hatte die erste echte Torchance für Preußen und beförderte den Ball nach der ersten Ecke über die Linie (29.). Allerdings entschied der Schiedsrichter auf Abseits. Die Schwaben waren wesentlich aktiver, brachten aber kaum Abschlüsse zustande. Marvin Wanitzek schoss den Ball nach schönem Zuspiel von Marco Grüttner früh aus zehn Metern knapp über die Latte (12.).

Torchancen blieben anschließend Mangelware. Die beste Chance des zweiten Durchgangs hatte Jens Truckenbrod. Nach Vorarbeit von Benyamina konnte Stuttgarts Schlussmann Vlachodimos gerade noch mit einem Blitzreflex klären (64.).

Grüttner sorgte schließlich für den größten Aufreger des Spiels. Er lief frei auf Münsters Torwart Daniel Masuch zu, der den Stürmer mit einer Notbremse von den Beinen holte. Der 36-Jährige kassierte den ersten Platzverweis seiner Karriere, obwohl er mit dem Kopf am Ball war. Ersatzkeeper Aziz Recep wahrte bei seinem Debüt im Profifußball anschließend die weiße Weste, weil seine Vorderleute einen Gang hochschalteten.

Der 26. Spieltag im Überblick

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