33 Verletzte durch Knallkörper

Haftstrafe für Sprengstoffattacke in Osnabrück

SID
Freitag, 23.03.2012 | 13:44 Uhr
Beim Spiel zwischen Osnabrück und Münster wurden 33 Menschen durch einen Knallkörper verletzt
© spox
Advertisement
Scottish Premiership
Sa13:00
Rangers - Celtic: Das 409. Old Firm steht an!
Copa Libertadores
Live
River Plate -
Jorge Wilstermann
Copa Libertadores
Lanus -
San Lorenzo
CSL
Guoan -
Shanghai SIPG
Ligue 1
Nizza -
Angers
Ligue 1
Lille -
Monaco
Primeira Liga
Porto -
Portimonense
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
CSL
Tianjin Teda -
Tianjin Quanjian
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Primeira Liga
Benfica -
Ferreira
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avaí
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
Saint-Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Club Brugge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru

Wegen einer Sprengstoffattacke im Osnabrücker Fußballstadion muss ein 24-Jähriger fünf Jahre in Haft. Die Tat sei von "langer Hand geplant" und ein "Racheakt" gewesen, begründete der Vorsitzende Richter am Landgericht Osnabrück am Freitag die Entscheidung. Durch die Tat habe sich der 24-Jährige aus Münster Anerkennung verschaffen wollen.

Das Gericht ging mit dem Urteil noch über das geforderte Maß des Staatsanwalts hinaus. Dieser hatte vier Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hatte für drei Jahre Haft im offenen Vollzug plädiert.

Der 24-jährige Juri C. hatte gestanden, beim Drittligaspiel des VfL Osnabrück gegen Preußen Münster am 10. September 2011 einen Knallkörper geworfen zu haben. Durch die Explosion waren 33 Menschen zum Teil schwer verletzt worden, darunter fünf Kinder.

Durch die Aussagen verschiedener Polizisten und die Auswertung von Chat-Protokollen und SMS sei deutlich geworden, dass die Münsteraner Ultras die Tat geplant hätten, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. In den Textnachrichten sei von "Krieg" und "Osna töten" die Rede gewesen.

Sprengkörper in der Unterhose

Den Sprengkörper hatte der 24-jährige Italiener in seiner Unterhose mit ins Stadion geschmuggelt. Der Richter schilderte, dass der Angeklagte schon in seiner Heimatstadt Neapel strafrechtlich in Erscheinung getreten sei. Eine verhängte Haftstrafe habe er jedoch nicht antreten müssen.

Von der Familie sei er aus Italien zu einem Onkel nach Münster geschickt worden, um dort in dessen Weinhandel zu arbeiten. Das habe jedoch nicht geklappt, sagte der Richter. Bei den Ultras habe er hingegen einen Familienersatz gefunden.

Strafmildernd sei das Geständnis des 24-Jährigen gewesen, sagte der Richter. Ansonsten habe er wenig Anlass gefunden, ein mildes Urteil zu sprechen. Dass der Fan zur Tatzeit unter Drogen- und Alkoholeinfluss stand, habe sich nicht auf das Strafmaß ausgewirkt. "Er hat sich Mut angetrunken, um so die Hemmungen vor der Tat zu beseitigen", sagte der Richter. Juri C. habe sich vor Gericht auch nicht eindeutig von der Tat und der Ultra-Gruppe distanziert.

DFB begrüßt konsequentes Vorgehen

DFB-Genralsekretär Helmut Sandrock erklärte: "Das konsequente Vorgehen der Justiz begrüßen wir sehr. Es unterstreicht, dass das Stadion kein rechtsfreier Raum ist, und Straftaten auch als solche geahndet werden müssen. Gleichzeitig ist es bedauerlich und macht uns nachdenklich, dass solche Urteile mit harten Strafen überhaupt nötig sind. Zumal es den Fans mit Ausnahme einiger ganz weniger Unverbesserlicher rein um das friedliche Fußball-Erlebnis geht."

"Das Urteil des Landgerichts Osnabrück ist ein deutliches Signal, das DFB und DFL in der klaren Absage an Pyrotechnik bestätigt. Von Feuerwerkskörpern und Böllern geht eine große Gefahr aus. Die Sicherheit für alle Zuschauer muss immer oberste Priorität haben", so Sandrock

Neben der Haftstrafe muss der 24-Jährige nun auch 50.000 Euro Schmerzensgeld an die Nebenkläger zahlen. Des Weiteren stehen ihm Schadensersatzforderungen in Höhe von 200.000 Euro bevor, wie ein Polizeisprecher am Rande des Prozesses sagte.

Die 3. Liga im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung