Fussball

Chemnitzer Präsident sieht Profifußball gefährdet

SID
Trainer Gerd Schädlich und der Chemnitzer FC müssen um die Zukunft bangen
© Getty

Der Präsident des Drittligisten Chemnitzer FC, Mathias Hänel, sieht ohne Stadionneubau den Profifußball in der sächsischen Stadt gefährdet.

Der Präsident des Drittligisten Chemnitzer FC, Mathias Hänel, sieht ohne Stadionneubau den Profifußball in der sächsischen Stadt gefährdet.

"Nur wenn sich über ein modernes Stadion die wirtschaftliche Basis des Vereins mittel- und langfristig gestalten lässt, haben wir eine Chance, den Profifußball in Chemnitz zu erhalten und weiter zu entwickeln", sagte Hänel im Interview mit der "Freien Presse".

Entscheidung am Mittwoch um 23 Millionen Euro

Am Mittwoch (15 Uhr) entscheidet der Chemnitzer Stadtrat über den Neubau des Stadions an der Gellertstraße.

Das Projekt soll 23 Millionen Euro kosten und zwischen Frühsommer 2012 und Ende 2013 erfolgen. 15.000 Zuschauer hätten nach der Baumaßnahme Platz im neuen Stadion.

Kritik und Zustimmung für das Projekt

Gegen den Vorschlag hatte es vermehrt kritische Stimmen gegeben. Der Umbau durch ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt käme Chemnitz teuer zu stehen.

Die Zinsen für die Kreditbelastungen seien enorm, hieß es. Auch hielten sich die Erträge des Klubs in Grenzen, sollte man nicht irgendwann in die 2. Liga aufsteigen.

Im Gegenzug präsentierte der Verein am Dienstag eine breite Unterstützerliste. Mehr als 21.000 Chemnitzer unterzeichneten innerhalb von vier Wochen eine entsprechende Unterschriftenliste für das Projekt.

Hänel: "Wäre hochgradig blamabel"

Derzeit spielt der Chemnitzer FC mit einer Sondergenehmigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in dem 1934 erbauten Stadion.

"Wir können nicht sicher sein, dass die Sondergenehmigung verlängert wird. Das bedeutet entweder Zwangsabstieg, oder wir müssen in der Region ein Ausweichstadion finden. Das wäre natürlich hochgradig blamabel", sagte Hänel weiter.

Alle Spiele und alle Spieler: Der Chemnitzer FC im Steckbrief

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