Fussball

Trainer Gerstner entlassen, Möller tritt zurück

SID
Aus, vorbei! Die Zeit von Trainer Thomas Gerstner in Offenbach ist unrühmlich zu Ende gegangen
© Getty

Einen Tag nach der 0:2-Niederlage gegen Carl Zeiss Jena gab Kickers Offenbach die Entlassung von Trainer Thomas Gerstner bekannt, anschließend trat Sportdirektor Andreas Möller zurück.

Zudem wird Geschäftsführer Thomas Kalt am Montag dem Aufsichtsrat seinen Rücktritt empfehlen.

"Ich bin mit der Aufgabe angetreten, mit dem OFC diese Saison aufzusteigen", sagte Möller. "Diesem Ziel habe ich alles untergeordnet und dafür alles mir Mögliche getan. Nach der sportlichen Talfahrt der letzten Monate ziehe ich die persönliche Konsequenz und beende mit sofortiger Wirkung meine Tätigkeit beim OFC", erklärte der Weltmeister von 1990.

Möller hatte sein Amt in Offenbach im Juli 2008 angetreten, stand zuletzt aber verstärkt in der Kritik der Fans. "Es hat mir in den drei Jahren immer sehr viel Spaß gemacht, für diesen Traditionsverein zu arbeiten. Wenn jetzt auch große Teile der Fans gegen mich sind, habe ich in den Jahren zuvor auch sehr viel Zuspruch von den Anhängern erhalten", sagte Möller.

Freundschaftsspiel-Aussage entscheidend

Zuvor hatte Möller noch in einer nächtlichen Sitzung die Entlassung von Trainer Thomas Gerstner mitbeschlossen. "Neben dem sportlichen Misserfolg können wir die Aussage von Thomas Gerstner, dass die letzten beiden Saisonspiele nur noch Freundschaftsspiele seien, so nicht akzeptieren", sagte Kalt zu der vorzeitigen Trennung.

Durch die Heimniederlage gegen Jena hatte der OFC wichtige Punkte im Kampf um den Relegationsplatz liegen lassen. Vorerst übernehmen die beiden bisherigen Co-Trainer Tobias Dudeck und Manfred Binz.

Kalt gab derweil bekannt, dem Aufsichtsrat am Montag im Rahmen seiner turnusgemäßen zu empfehlen, einen neuen Geschäftsführer zu suchen. "In meiner Position als Geschäftsführer ist es nicht möglich, einfach zurückzutreten. Trotzdem erkenne ich aber die Notwendigkeit, dem Wunsch großer Teile der Anhängerschaft nach Veränderung auch auf dieser Position zu entsprechen", so Kalt.

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