Erfurt von Manipulationsverdacht erschüttert

SID
Sonntag, 23.05.2010 | 13:22 Uhr
Spiele von Rot-Weiß Erfurt stehen unter Manipulationsverdacht
© sid

Mit Betroffenheit hat Rot-Weiß Erfurt auf die Vorwürfe einer Verstrickung in den Wettskandal reagiert. "Dies ist ein schlimmer Vorwurf", teilte der Drittligist mit.

Rot-Weiß Erfurt hat mit Betroffenheit auf die Vorwürfe einer Verstrickung in den Fußball-Wettskandal reagiert. "Dies ist ein schlimmer Vorwurf", teilte der Klub mit: "Die Vereinsführung hat den Inhalt des Berichtes im "MDR-Fernsehen" betroffen zur Kenntnis genommen."

Der Klub kündigte an, über ein Anwaltsbüro Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft in Bochum beantragen zu wollen. Mit den Spielern werde man Gespräche führen. Man sei an der umgehenden Aufklärung der Vorwürfe interessiert. "Allerdings glauben wir nicht, dass sich irgendein Spieler unserer Mannschaft zum Schaden des FC RW Erfurt verhalten hat. Dies trauen wir niemandem zu", hieß es.

Wie der "MDR" berichtete, soll Erfurt an zwei der insgesamt 32 unter Manipulationsverdacht stehenden Fußball-Spiele in Deutschland beteiligt gewesen sein. Laut Polizei-Ermittlungen habe die Wettmafia im vergangenen Herbst in der Wohnung eines Erfurter Spielers Geld für die Manipulation der Partie Borussia Dortmund II gegen Erfurt geboten. Die Erfurter Fußballer hätten sich jedoch geweigert. Die Erfurter Polizei erklärte am Sonntag, dass sie in dem Fall nicht involviert sei.

Dragan B. geständig

Angesprochen sein sollen die Spieler laut "MDR" von Dragan B., der ehemalige Profi vom Hamburger SV sei kurz nach dem Bestechungsversuch verhaftet worden. Er habe den Vorwurf eingeräumt und sei zu Beginn des laufenden Jahres aus der U-Haft wieder entlassen worden.

Bei der zweiten unter Manipulationsverdacht stehenden Partie handelt es sich laut TV-Bericht um die Partie Erfurt gegen den Wuppertaler SV vor einem Jahr. Hier sei nicht klar, welche Mannschaft und welche Spieler unter Verdacht stehen. Ein anonymer Insider berichtete, dass in Erfurt seit drei Jahren kontinuierlich manipuliert werde. Mindestens drei Spieler der Mannschaft seien beteiligt.

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