3. Liga: Zwischenfazit zur Winterpause

Geschichten, die das Leder schreibt

Von Kevin Bublitz / Mark Heinemann
Dienstag, 22.12.2009 | 15:40 Uhr
Der Vfl Osnabrück konnte zehn von elf Heimspielen in der 3, Liga gewinnen
© Getty
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Die Fußballer haben sich in die Winterpause verabschiedet und der Ball ruht - zumindest auf dem Grün. Denn nach 21 Spieltagen bietet die 3. Liga genug Stoff, um sich die Bälle am Stammtisch in der Eckkneipe oder beim angeregten Gespräch im Kreise der Familie zuzuspielen. SPOX hat die Geschichten der ersten Saisonhälfte 2009/2010 zusammengetragen.

Zu hause top, auswärts flop!

Was legte der VfL Osnabrück von Trainer Karsten Baumann für Heimspiele hin! Die Osnatel Arena war die Festung der Liga. In elf Spielen gab es zehn Siege sowie eine Niederlage. Und im DFB-Pokal? Hansa Rostock, der Hamburger SV oder aber die Borussia aus Dortmund - alles höherklassige Mannschaften - können ein Lied davon singen, wie schwer es ist, die Bremer Brücke einzunehmen. Die Lila Weißen kegelten sie allesamt aus dem Wettbewerb. Im kommenden Februar werden die Schalker Knappen versuchen, die Festung zu stürmen.

Wer solch eine Heimbilanz vorzuweisen hat, der müsste doch voller Selbstbewusstsein in die Stadien der Gegner reisen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Gegner hatten eher ein müdes Lächeln für den VfL übrig, als das sie in Ehrfurcht erstarrten. Denn in der Auswärtstabelle findet sich Osnabrück mit mageren sechs Punkten auf dem vorletzten Rang wieder. Die Gründe dafür kennt keiner. Fest steht, wären die Osnabrücker auswärts nur halb so stark wie zu Hause, könnten sie jetzt schon die Reiserouten für die Gegner in der 2. Bundesliga planen.

Wo bleiben Ulis Würstchen?

Vom Klassenerhalt waren die kleinen Bayern zu Saisonbeginn meilenweit entfernt. Trainer Mehmet Scholl schien seine Mannschaft überhaupt nicht im Griff zu haben, es setzte eine Pleite nach der anderen. Selbst Weltmeister Luca Toni konnte nicht helfen. Bei SPOX fand Werner Kern, Leiter des Nachwuchszentrums, deutliche Worte zur sportlichen Schieflage.

Beim einstigen Mittelfeldvirtuosen Scholl kam das gar nicht gut an. Es schepperte gewaltig zwischen den beiden und das urplötzlich auch wieder auf dem Rasen. Die Bayern zeigten Siegermentalität und kämpften sich an die Nichtabstiegsplätze heran. Auf Würstchen oder mehrere Kästen Weißbier von Uli Hoeneß als Zeichen des Dankes wartet die SPOX-Redaktion bislang allerdings noch vergebens.

Ein Kaiserreich geht zu Grunde!

Wohl selten hat sich ein Trainer so mit seinem Ex-Verein identifiziert wie Ruud Kaiser mit Dynamo Dresden. "15 Monate Trainertätigkeit in Dresden haben mein Herz für Dynamo und diese wunderschöne Stadt gefangen genommen", schrieb der sympathische Niederländer, der Anfang Oktober die Bank räumen musste, in einem Abschiedsbrief an die Fans.

Während so mancher Trainer den Ort der Niederlage so schnell wie möglich verlässt, blieb Kaiser in der Stadt. Die Fans setzten ihm noch vor seiner Entlassung ein Denkmal: "Ruud unser Kaiser" prangte auf tausenden von Plakaten in der Fankurve.

Kammlott, ein Fußballgott

Fußballgötter gibt es viele und meistens bleiben sie es für die Fans auch bis zum Karriereende. Wie bei Carsten Jancker, dem die Anhänger des FC Bayern auch dann noch die Stange hielten, als er sein Zielwasser längst verschüttet hatte.In Erfurt sorgt gegenwärtig der der 19-jährige Carsten Kammlott für Furore. Bislang verpasste er nur ein Ligaspiel und traf fünf Mal.

Die Torjägerliste der 3. Liga

Da er seine Treffer vor allem in den Ostderbys gegen Jena und Dresden erzielte, stand das Fanurteil schnell fest: der Jungspund ist ein Fußballgott. Bleibt zu hoffen, dass die Karriere des Bayern-Fans nicht so endet, wie die von Jancker. Sein Vorbild ist immerhin ein anderer: Miroslav Klose.

Wetten, dass...?

Eine Partie, in der es zu Zeiten des Wettskandals gleich drei Elfmeter gibt und noch dazu einen spielentscheidenden in der sechsten Minute der Nachspielzeit, ist mehr als kurios. Das Spiel Heidenheim gegen Regensburg, das der frischgebackene FIFA-Schiedsrichter Michael Kempter pfiff, bereitete Bauchschmerzen.

Elfmeter Nummer eins verwandelte Heidenheims Richard Weil in der 45. Minute. Der Jahn glich mit Elfmeter Nummer zwei direkt nach Wiederanpfiff in der 46. Minute aus und ging in der 85. Minute sogar in Führung. Heidenheim konterte postwendend und es stand nach 86 Minuten 2:2. Elfmeter Nummer drei in der 96. Minute, der Heidenheim schließlich abermals durch Weil den 3:2-Sieg brachte, war dann das i-Tüpfelchen der verrücktesten Partie der aktuellen Spielzeit.

Und die Magenschmerzen? Sie sind unbegründet. Kempter lag bei seinen Entscheidungen richtig. Auch sowas kann zu Zeiten des Wettskandals vorkommen.

Lamprecht vs. Nickenig

Christopher Lamprecht, Verteidiger von Holstein Kiel, war bislang nicht als Raubein bekannt. In dieser Saison scheint er aber einen Rekord brechen zu wollen. Bereits in den ersten fünf Spielen kassierte er fünf Mal Gelb. An Ruhe war nicht zu denken, denn gerade wieder spielberechtigt, gab es am siebten Spieltag wieder Gelb.

Der Rekord kam in greifbare Nähe, doch dann am zehnten Spieltag der Aussetzer: Lamprecht kassierte glatt Rot und musste drei Spiele zuschauen. Andere Akteure, wie der Osnabrücker Tobias Nickenig, zogen nach. Doch Lamprecht gab sich nicht geschlagen und kassierte noch zwei weitere Gelbe Karten.

Eine Gelb-Rote am vorletzten Spieltag warf ihn allerdings wieder zurück. Nickenig nutzte die Gunst der Stunde und zieht mit zehn Gelben Karten einsam seine Kreise an der Spitze. Für Lamprecht Grund genug, nach der Winterpause noch einmal richtig zuzulangen.

Fahrstuhl ins Ungewisse?

Hans-Jürgen Boysen sorgte für Aufsehen, als er die Offenbacher Kickers Anfang Oktober plötzlich in Richtung 2. Bundesliga verließ. Der stark abstiegsgefährdete FSV Frankfurt rief und der Trainer folgte.

Kurios ist die aktuelle Tabellenkonstellation: Sollte der OFC auf dem dritten Platz bleiben und der FSV den Relegationsplatz halten, dann trifft Boysen auf seinen ehemaligen Klub. Der Empfang auf dem berüchtigten Offenbacher Bieberer Berg dürfte trotz sommerlicher Temperaturen arg frostig werden.

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