Emden weiterhin Tabellenführer

Jena entlässt Henning Bürger

SID
Sonntag, 14.09.2008 | 17:39 Uhr
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Der FC Carl Zeiss Jena musste eine bittere 0:6-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart II hinnehmen und hat Trainer Henning Bürger mit sofortiger Wirkung suspendiert.

"Das Trainergespann ist mit sofortiger Wirkung beurlaubt", verkündete Geschäftsführer Andreas Wiese. Bürger, dessen Team mit nur fünf Punkten auf den 18. Platz abrutschte und erstmals auf einem Abstiegsplatz steht, hatte Jena am 22. Dezember 2007 als Vorletzter der 2. Liga übernommen und damals den Klassenverbleib verpasst.

Die Nachfolger für Bürger und seinen Assistenten Thomas Matheja sollen in der kommenden Woche präsentiert werden. Bürger ist nach Edgar Schmitt vom VfR Aalen bereits der zweite Drittliga-Coach, der seinen Hut nehmen musste.

Der Zweitliga-Absteiger zeigte eine desolate Leistung und blamierte sich im eigenen Stadion. Vor 6041 Zuschauern sorgte Johannes Rahn (4./8.) mit seinen beiden ersten Saisontreffern für einen optimalen Start der Gäste. Marco Riemer (37.) besorgte mit einem Eigentor die 3:0- Halbzeitführung der Schwaben. Erneut Rahn (56.), Sebastian Hofmann (86.) und Julian Schieber (88.) machten den Kantersieg perfekt.

Fans gehen auf die Barrikaden

Die verletzungsgeplagten Jenaer - Bürger standen lediglich 14 Spieler zur Verfügung - wirkten nach dem Doppelschlag geschockt und agierten verunsichert. Vor allem die Abwehr produzierte Fehler am Fließband.

Erst nach einer Viertelstunde versuchten die Gastgeber, ein Spiel nach vorne aufzubauen. Die beste Chance hatte Sebastian Hähnge (30.), der aber um Zentimeter das Tor verfehlte.

Für Entsetzen sorgte dann sein Teamkollege Riemer, als er eine flache Eingabe der Gäste ins eigene Tor lenkte. Den schwachen Auftritt quittierten die Jenaer Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert und Protesten. Trotz der zahlreichen Paraden von Schlussmann Carsten Nulle ging Jena in Halbzeit zwei regelrecht unter.

Die zweite Mannschaft des FC Bayern München hat den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Die Bayern spielten beim VfR Aalen torlos remis.

Es war ein Kampfspiel auf schwachem Niveau mit nur wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Die Defensive war dagegen von beiden Mannschaften sehr sicher organisiert. Auf den dritten Tabellenplatz rückte der 1. FC Union Berlin vor.

Dresden unterliegt in Schlussphase

Die SG Dynamo Dresden hat ihr bislang bestes Saisonspiel geboten und trotzdem verloren. Vor 11.590 Zuschauern unterlagen die Elbestädter in der ausverkauften Baustelle Rudolf-Harbig-Stadion dem 1. FC Union Berlin mit 0:1 (0:0).

In einem im ersten Spielabschnitt sehr guten Drittliga-Duell spielte Dresden anfangs leicht überlegen und hatte durch Halil Savran die besten Möglichkeiten. Doch beide Male hielt Jan Glinker. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase, als Torsten Mattuschka (88.) völlig frei stehend einschießen konnte.

Dieses Tor deutete sich an, denn nach dem Seitenwechsel erspielte Union mehr Torchancen. Zunächst hatte Patschinski allerdings bei zwei weiteren Torgelegenheiten kein Glück, Shergo Biran traf nur die Querlatte und auch der eingewechselte Christian Stuff traf nicht.

Bei Mattuschkas Tor hatte Dynamo schließlich zu kurz abgewehrt. Es war Unions vierter Sieg in Serie gegen die Dresdner.

Unterhaching feiert dritten Heimsieg

Die SpVgg Unterhaching ist mit ihrem dritten Heimsieg in Serie auf den dritten Tabellenplatz gesprungen. Die Oberbayern bezwangen vor 2000 Zuschauern den SV Sandhausen mit 2:0 (0:0).

Anton Fink (62.) brachte die Hachinger spät in Front. Tobias Schweinsteiger (65.) erhöhte nach einer Vorlage von Fink. Damit zog die zuvor siebtplatzierte Spielvereinigung an ihrem Kontrahenten aus dem Rhein-Neckar-Kreis vorbei. Sandhausen rutschte unterdessen vom fünften auf den achten Rang.

Trotz des mindestens vierwöchigen Ausfalls von Orkan Balkan, der sich im Training einen Sehnen-Teilabriss im rechten Oberschenkel zugezogen hatte, war die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl klar überlegen.

Allerdings vergab sie eine handvoll hochkarätiger Chancen. In der zweiten Halbzeit machte der Doppelschlag gegen die schwachen Gäste alles klar.

Wuppertal rutscht ab

Durch drei Treffer von Marco Calamita hat Burghausen das erste Auswärtsspiel gewonnen. Die Bayern bezwangen den Wuppertaler SV mit 4:2.

Calamita (40.) gelang der Führungstreffer für die Burghausener. Zwei Minuten später baute Sebastian Mitterhuber den Vorsprung aus.

Nach der Pause traf erneut Calamita (51., 65.) mit seinen Saisontoren vier und fünf und übernahm damit die Führung in der Torschützenliste. Für die Wuppertaler Treffer sorgten Nermin Celikovic (53.) und Marcel Reichwein (89.).

Die Gastgeber leisteten sich zu viele Abwehrfehler und bekamen vor allem den überragenden Torschützen Calamita nicht in den Griff. Wuppertal rutschte auf einen Abstiegsplatz ab. Die meisten Fans verließen schon vor dem Schlusspfiff das Zoo-Stadion.

Braunschweig überrollt Offenbach

Eintracht Braunschweig hat den ersten Heimsieg der Saison gefeiert. Die Niedersachsen fertigten vor 13.200 Zuschauern Kickers Offenbach mit 4:0 ab.

Eintracht ging bereits in der 5. Minute durch einen Foulelfmeter von Kosta Rodrigues in Führung. Tim Danneberg (18.) baute den Vorsprung für die Braunschweiger wenig später aus.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Marcel Schied (53.) zum 3:0 für die Niedersachsen. Für den Endstand sorgte Schied (90.) mit seinem zweiten Tor, als er kurz vor dem Abpfiff nochmals traf. Mit dem Heimerfolg konnte die Eintracht die Abstiegsränge verlassen.

Die Braunschweiger waren den Gästen in allen Belangen überlegen. Die Hessen erspielten sich ihre erste Chance erst nach einer Stunde. Dagegen legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr. Dem Foulelfmeter zum 1:0 folgte der schöne Kopfball Dannebergs und dann die beiden Treffer von Schied.

Aues schwarze Auswärtsserie gebrochen

Der Zweitliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue hat den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Sachsen bezwangen im Keller-Duell die Stuttgarter Kickers mit 2:1 (1:1).

Vor 3280 Zuschauern brachte Marc Hensel (5.) Aue früh in Front. Orlando Smekes (27.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich, bevor Kenny Schmidt in der 89. Minute zum langersehnten Sieg traf.

Es war zugleich der erste Auswärtssieg der Sachsen seit über einem Jahr. Die Gäste gewannen zuletzt am 2. September des vergangenen Jahres in Paderborn.

Die Mannschaft von Trainer Heiko Weber bleibt aber trotzdem mit zwölf Punkten Rückstand zum Spitzenreiter Tabellenvorletzter. Stuttgarter Kickers ist nach dem Spiel, in dem beide Mannschaften zwar aggressiv, aber auch sehr fehlerhaft agierten, weiterhin Schlusslicht der 3. Liga und wartet als einziges Team noch auf den ersten Dreier.

Regensburg verliert in Düsseldorf

Dagegen wartet Jahn Regensburg weiterhin auf den ersten Auswärtssieg. Die Mannschaft von Trainer Thomas Kristl unterlag bei Fortuna Düsseldorf mit 1:3 (0:2).

Vor 8039 Zuschauern schoss Abwehrspieler Jens Langeneke mit einem verwandelten Foulelfmeter (12.) das Führungstor für die Fortunen. Marco Christ (35.) erhöhte mit einem Schuss aus 20 Metern.

In der zweiten Halbzeit gelang Petr Stoilov (52.) der Anschlusstreffer, bevor Axel Lawaree drei Minuten später mit einem Konter den Vorsprung weiter ausbaute. Der Düsseldorfer Abwehrspieler Oliver Hampel sah kurz vor Spielende wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Es war ein verdienter Sieg für Fortuna, die allerdings auch Abwehrschwächen offenbarte. Beim Elfmeter zum 1:0 hatte Jahn-Torhüter Rouven Sattelmaier Ahmet Cebe gefoult. Der wegen Verletzung zunächst nur auf der Bank sitzende Lawaree erzielte mit dem 3:1 bereits seinen vierten Saisontreffer.

Paderborn nun Dritter

Der SC Paderborn hat sich auf den dritten Tabellenplatz verbessert. Die Mannschaft von Trainer Pawel Dotchew setzte sich gegen den FC Rot-Weiß Erfurt mit 2:0 (0:0) durch und hat nach dem vierten Saisonerfolg 13 Punkte auf dem Konto.

Vor 9963 Zuschauern machten Björn Lindemann (73.) und der eingewechselte Frank Löning den Erfolg perfekt. Die Thüringer mussten dagegen am 6. Spieltag ihre zweite Niederlage anstecken. Der Erfurter Martin Hauswald sah in der 78. Minute nach einem groben Foulspiel die Rote Karte.

Die Erfurter waren in der ersten Halbzeit das etwas überlegenere Team, konnten aber aus ihrem höheren Anteil an Ballbesitz kein Kapital schlagen.

Albert Bunjaku und Thiago Rockenbach da Silva hatten Chancen zur Führung, vergaben diese jedoch. Die Hausherren hätten kurz vor dem Pausenpfiff durch Jens Wemmer in Führung gehen müssen.

Doch dem Mittelfeldspieler versagten die Nerven. Nach dem Wiederanpfiff brachte der eingewechselte Dominick Kumbela mehr Schwung ins SC-Spiel. Nach dem 1:0 nutzten die Gastgeber den Platzverweis für Erfurt zur Entscheidung.

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