Donnerstag, 24.07.2008

Startschuss zur 3. Liga

Alles vom Feinsten

München - Während die 36 Profivereine erst Mitte August ran müssen, geht es für die 20 Klubs der neuen 3. Liga bereits an diesem Wochenende los.

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© Imago

Die Saison wird heute mit dem Ost-Schlager zwischen Rot-Weiß Erfurt und Dynamo Dresden eröffnet (20.15 Uhr im SPOX-TICKER). Und die Partie verspricht gleich jede Menge Brisanz. Mit rund 20.000 Zuschauern wird ein ausverkauftes Stadion erwartet.

Zwar gilt Erfurt als Favorit, doch Dynamo-Trainer Ruud Kaiser weiß, dass seine Mannschaft "heiß wie eine Wurst auflaufen" wird. Während der Niederländer, dessen Debüt auf der Dresdner Trainerbank mit Spannung erwartet wird, als Marschroute "Minimalziel ein Punkt" ausgibt, lässt Erfurts Präsident Rolf Romberg nur "drei Punkte zum Auftakt" gelten.

"Liga wird sich durchsetzen"

"Die 3. Liga hat deutlich mehr zu bieten als die ehemaligen geteilten Regionalligen. Es geht für uns nicht mehr gegen Pfullendorf, sondern gegen viele Traditionsmannschaften und Zuschauermagneten", sagt Hermann Gerland, Trainer von Bayern München II. 

Gerland erwartet einen heißen Kampf um den Aufstieg in die Zweite Liga: "Die Favoriten sind die Absteiger und die Traditionsvereine mit dem meisten Geld. Es gibt keine Teams mehr wie Oggersheim, die sich abschlachten lassen. Ich bin überzeugt, dass richtig guter Fußball gespielt wird."

Auch Heiko Weber, Trainer von Erzgebirge Aue, erwartet guten Sport: "Diese Liga wird sich sportlich absolut durchsetzen."

Hohe Sicherheitsanforderungen

Um überhaupt am Spielbetrieb teilnehmen zu können, mussten die Vereine hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. "Die Sicherheitsstandards sind vergleichbar mit denen aus der Bundes- oder der Zweiten Liga", sagt Werner Kern, Jugendleiter beim FC Bayern.

Das Grünwalder Stadion, in dem die Münchner ihre Heimspiele austragen, wurde runderneuert. Neue Polizei-Leitzentrale, Gefängniszelle, moderner Medienarbeitsraum, VIP-Raum, Doping-Kontrollraum - knapp eine Million Euro wurden investiert.

"Die Anforderungen führen dazu, dass ein Zweitligist im Fall des Abstiegs künftig weicher landen wird und die Aufsteiger aus der 3. Liga keine ihnen völlig unbekannte neue Profi-Welt betreten", sagte der für den Spielbetrieb zuständige DFB-Direktor Helmut Sandrock.

Professionalität hält Einzug in der 3. Liga. Joachim Cast, Manager der Stuttgarter Kickers, spürt bereits "einen Hauch von Zweiter Liga".

Gerland will Männer für Klinsmann formen

Die zweite Mannschaft des FC Bayern kann zwar nicht aufsteigen, will aber trotzdem eine gute Rolle spielen."Wir haben eine junge, sehr gute Mannschaft, vor allem spielerisch. Wir haben tolle Nachwuchsspieler. Von einigen bin ich überzeugt, dass wir sie in zwei, drei Jahren in der Bundesliga sehen", so Gerland.

Stürmer Thomas Müller wurde bereits von Jürgen Klinsmann in den Profikader geholt, die Mittelfeldspieler Mehmet Ekici, Stephan Fürstner oder die Angreifer Daniel Sikorski und Deniz Yilmaz sind die nächsten Kandidaten.

"Meine Aufgabe ist es, die Talente, die uns der Verein zur Verfügung stellt, so auszubilden, dass sie in ein paar Jahren in der Allianz Arena spielen. Wir wollen sie im Trikot von Bayern München sehen", so Gerland.

Erster Gegner der Bayern in der 3. Liga am Samstag (14 Uhr) ist Union Berlin.

SPOX

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