Bayer Leverkusen - FC Bayern München 2:6: Eiskalter FCB zieht ins DFB-Pokalfinale ein

Dienstag, 17.04.2018 | 22:35 Uhr
Robert Lewandowski (2.v.r.) erzielte das frühe 2:0 für den FC Bayern München.
© getty
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Der FC Bayern München steht im DFB-Pokalfinale 2018. Der Deutsche Meister gewann das Halbfinale bei Bayer Leverkusen mit 6:2 (2:1) und spielt am 19. Mai im Berliner Olympiastadion um den Pokalsieg.

Die Bayern nutzten ihre ersten beiden Gelegenheiten zu einer frühen 2:0-Führung. Beim ersten Treffer war Lars Bender erst unachtsam gegen Müller. Dessen Kopfball wehrte Leno noch ab, doch beim Nachschuss von Martinez, den Lewandowski noch abfälschte, war er chancenlos. Beim zweiten Treffer war es erneut Leverkusens Rechtsverteidiger, der gegen Ribery schwach aussah. Die Flanke des Franzosen verwertete Lewandowski zum 2:0.

Vom frühen Zwei-Tore-Rückstand ließen sich die Hausherren jedoch nicht zurückwerfen. Leverkusen hielt dagegen, schaltete bei Ballgewinn schnell um und erspielte sich besonders über die starken Außen Brandt und Bellarabi zahlreiche gute Chancen. Der frühe Anschlusstreffer durch Lars Bender im Anschluss an eine Freistoßflanke von Brandt war wichtig für die Dynamik des Spiels. Dadurch stellte sich nicht das Gefühl ein, dass die Partie bereits entschieden sei und die Werkself tankte wieder Selbstbewusstsein.

Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel auf Augenhöhe. Zwischenzeitlich hatten die Gastgeber sogar eine bessere Passquote als die Münchner.

Herrlich ging nach der Halbzeit Risiko und brachte mit Bailey für Retsos einen fünften reinen Offensivspieler. In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel drückten die Gastgeber auch auf den Ausgleich, scheiterten mit besten Gelegenheiten jedoch am starken Ulreich. Im Gegenzug waren die Bayern einmal mehr effizient und erhöhten mit dem ersten gefährlichen Angriff durch Müller auf 3:1.

In der Folge spielte Leverkusen zwar weiter gut mit, doch die Bayern konterten auf des Gegners Platz wie aus dem Bilderbuch und spielten ihre Angriffe eiskalt zu Ende. Müller erzielte einen Dreierpack, das direkte Freistoßtor des eingewechselten Bailey machte die Partie nicht mehr spannend. Aufgrund der starken Offensivansätze der Hausherren fiel das Ergebnis um zwei Tore zu hoch aus, doch unter dem Strich geht der Finaleinzug der Bayern natürlich in Ordnung.

Die Daten des Spiels Bayer 04 Leverkusen - FC Bayern

Tore: 0:1 Lewandowski (3.), 0:2 Lewandowski (9.), 1:2 L. Bender (16.), 1:3 Müller (52.), 1:4 Thiago (61.), 1:5 Müller (64.), 2:5 Bailey (72.), 2:6 Müller (78.)

  • Die Bayern trafen in jedem der nun 18 Auswärts-Pflichtspiele seit der Rückkehr von Jupp Heynckes. Insgesamt war es das 19. Auswärts-Pflichtspiel in Serie, in dem die Bayern trafen. Zuletzt gab es auswärts beim 0:3 in Paris am 27. September 2017 keinen Treffer, es war das letzte Spiel unter Carlo Ancelotti.
  • Die Bayern kassierten in den letzten fünf Pflichtspielen auf fremden Plätzen stets mindestens ein Gegentor - letztmals beim 4:0 in Freiburg Anfang März nicht - eine längere Serie dieser Art gab es in dieser Saison für die Bayern noch nicht.
  • Mit seinem 25., 26. und 27. Pokaltor zog Müller an Karl-Heinz Rummenigge vorbei (26), einzig und allein Gerd Müller (78) erzielte mehr Tore für die Bayern im DFB-Pokal.
  • Zuletzt gab es im Mai 1991 ein derart torreiches Halbfinale im DFB-Pokal, als es beim 6:3-Sieg Werder Bremens gegen Eintracht Frankfurt sogar neun Treffer zu bestaunen gab.

Der Star des Spiels: Thomas Müller (FC Bayern)

Stahl sich bereits in der 3. Minute gegen Lars Bender davon und war mit seinem Kopfball aus kürzester Distanz, den Leno noch nach vorne abklatschte, an der frühen Führung beteiligt. Agierte für den Rest der ersten Halbzeit eher unglücklich, als er unter anderem einen Konter durch ein schlampiges Zuspiel auf Ribery verdaddelte. Nach dem Seitenwechsel dann deutlich effizienter, schoss mit seinem Dreierpack das deutliche Ergebnis heraus.

Der Flop des Spiels: Charles Aranguiz (Bayer Leverkusen)

Pennte beim 0:1 und war damit maßgeblich am frühen Rückstand beteiligt. Bekam zudem überhaupt keinen Zugriff aufs zentrale Mittelfeld und brachte keinerlei Akzente nach vorne.

Der Schiedsrichter: Daniel Siebert

Leitete die zwischenzeitlich hitzige Partie sehr souverän. Lag bei seiner Gelben Karte gegen Retsos nach dessen Foul an Kimmich richtig. Bewies später Fingerspitzengefühl, als er den Griechen nach wiederholtem Foulspiel nicht vom Platz stellte (42.). Vollands vermeintlichen Anschlusstreffer zum 2:3 aufgrund einer Abseitsstellung abzuerkennen, war korrekt (60.).

Reaktionen zu Bayer Leverkusen - FC Bayern

Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): "Die Dominanz, die Effizienz, die Gier der Bayern sind beeindruckend. Aber meine Mannschaft hat nach dem frühen 0:2-Rückstand Moral gezeigt. Nach der Pause hatten wir zwei gute Chancen zum Ausgleich, danach haben die Bayern aber wieder eiskalt zugeschlagen. In dieser Form ist Bayern für uns nicht schlagbar. Wir haben heute Prügel bekommen, dürfen uns aber nicht aus der Bahn werfen lassen."

Jupp Heynckes (Trainer Bayern München): "Wir haben heute eine absolute Topleistung gegen einen hochtalentierten und guten Gegner gebracht. Deshalb ist das Ergebnis auch sehr hoch zu bewerten. Wir waren wahnsinnig motiviert und fokussiert auf das Spiel. Wir wollten unbedingt nach Berlin. Ich denke, dass es zeitweise eine Fußball-Demonstration meiner Mannschaft war. Sven Ulreich hat uns aber zwischenzeitlich im Spiel gehalten. Wir haben aber sehr clever gespielt, sehr ruhig und durchdacht."

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